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Erfolgreiche
Geschäfte
mit China Seit dem letzten Jahrzehnt hat sich die Volksrepublik China zu einer weltweit anerkannten Wirtschaftsmacht entwickelt. Daran hat auch die Finanzkrise nichts geändert, ganz im Gegenteil: zwar war auch China betroffen, aber bei weitem nicht in dem Umfang wie viele andere Länder. In der Zwischenzeit steigt der Binnenkonsum nachhaltig und man spricht schon wieder von einem überdurchschnittlich hohen Wirtschaftswachstum. „Der neue Exportweltmeister ist gegenwärtig die Lokomotive der Weltwirtschaft", sagt Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Die jahrelange Dominanz des Westens sei stark ins Wanken geraten. Und auch in den nächsten Jahren werde die Bedeutung des asiatischen Wachstumsmarktes noch weiter zunehmen. Grusser begrüßt in diesem Zusammenhang die Ankündigung Chinas, den Kurs seiner Währung flexibler zu gestalten. Dies wäre ein wichtiger Schritt, von einem politisch fixierten Wechselkurs abzugehen, der einseitig Chinas Exportwirtschaft förderte, damit aber auch riesige Ungleichgewichte im Welthandel produzierte. „Ein Währungskurs, der den realen Verhältnissen näher kommt, verbessert die Wettbewerbsfähigkeit Thüringer Unternehmen auf dem chinesischen Markt", so der IHK-Chef. Im Krisenjahr 2009 lieferte der Freistaat Thüringen Waren im Wert von 270,8 Millionen Euro nach China. Die Volksrepublik war damit noch vor Japan der wichtigste Handelspartner in Asien. „Derzeit unterhalten 262 Thüringer Unternehmen feste Geschäftsbeziehungen mit China. Ausge- führt werden insbesondere Fahrzeugzulieferteile, Maschinen sowie Kunststofferzeugnisse" berichtet Grusser. Bereits im ersten Quartal 2010 seien die Exporte Richtung Peking und Shanghai sprunghaft um ganze 152 Prozent angestiegen und hätten einen neuen Rekordwert in der Thüringer Außenhandelsstatistik mit dem asiatischen Land markiert. Nach wie vor belege das „Reich der Mitte" bei den Thüringer Importen den ersten Rang in der Länderstatistik. Aus keinem anderen Land würden soviel Waren eingeführt. „Aber natürlich herrscht im China-Geschäft nicht nur eitel Sonnenschein", warnt Grusser. Besonders der Schutz geistigen Eigentums sei immer noch ein großes Problem, trotz der Gesetze, die internationalen Standards angepasst wurden. |