Mir schwillt der Kamm... schon wieder trommeln gewisse Politiker und Lobbyisten auf die Fachkräftemangelpanikmache. Und weil mir im Moment nur sehr emotionale und menschliche Worte einfallen, über gebe ich das Wort an:
Prof. Dr. Heinz-Josef Bontrup und Prof. Dr. Mohssen Massarrat [PDF - 54.8 KB]
Ich zitiere mal:
Zitat:
Gibt es aber wirklich einen Mangel an Fachkräften in Deutschland? Die Zahlen sprechen zunächst einmal für sich: Gesamtgesellschaftlich stehen jeder offenen Stelle 8 registrierte Arbeitslose gegenüber. Bezogen auf Fachkräfte kam eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung von 2010 zum Ergebnis, dass „bei fast allen Fachkräften die Zahl der Arbeitslosen höher als die der offenenStellen“ ist. Gleichzeitig seien, dieser Studie zufolge, mehr Fachkräfte arbeitslos als vor zwei Jahren. In den Ingenieursberufen sei, so weiterhin die Studie, in den nächsten Jahren sogar mit einer Fachkräfteschwemme zu rechnen.
Auch ökonomische Gesetze strafen die These vom Fachkräftemangel Lügen. Von steigenden Löhnen auf dem Arbeitsmarkt, die als Folge der Fachkräfteknappheit unvermeidlich wäre, ist jedenfalls weit und bereit keine Spur.
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Fazit:
Zitat:
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Von Fachkräftemangel kann also überhaupt keine Rede sein. Richtig ist dagegen, dass ein Arbeitsplatz- und Ausbildungsplatzmangel vorherrscht. Seit beinahe zwei Jahrzehnten hinkt die Zahl der Ausbildungsplatzangebote der Unternehmer weit hinter dem Bedarf hinterher. Der Anteil der 20 - 29-Jährigen ohne Berufsausbildung ist in den letzten Jahren auf 17 Prozent gestiegen.
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Es geht um Lohndumping, Ausspielung von inländischen gegen ausländische Fachkräfte und in letzter Instanz um noch mehr
Raffgier und Renditemaximierung bei gleichzeitigem Lohnkostenabbau und Aufgabe der Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Familien und Gesellschaft.