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Ein Erfurter schreibt über Puffbohnau und den Rest der Welt...

Anm. d. V.: schon 1991 entschied ich mich dagegen, aus beruflichen Gründen "mein Erfurt" zu verlassen und bin mit meiner Geburtsstadt, den netten Leuten hier, der Altstadt, der Gera und der Kultur unzertrennlich verbunden.

Dieses Blog soll meine tiefe Verbundenheit zu Erfurt und Thüringen in das Internet tragen. Ja, ich bin Erfurter mit Leib und Seele

ps. Die "Puddingbude" ist die "Rotplombe", eine ehemalige Puddingpulverfabrik an der ebenfalls ehemaligen Amploniusstraße...
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Kessler lässt grüßen!

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Veröffentlicht: 12.02.2009 um 17:30 von Robi_san

Am Dienstag hat es gekracht: Ein Verkehrsunfall im Orbit!

Der altgediente Cosmos-2251 Satellit beachtete die Vorfahrt des jüngeren Iridium-33-Satelliten nicht und rammte diesen in 800 km Höhe über Nordsibirien.

Zitat:
Bei der Kollission handelt es sich es sich um den ersten Zwischenfall dieser Art in der Raumfahrtgeschichte. "Es ist das erste Mal, dass zwei Satelliten zufällig zusammengestoßen sind", sagte der Direktor des Deutschen Raumfahrt-Kontrollzentrums in Oberpaffenhofen, Felix Huber, der Nachrichtenagentur AFP. Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Zusammenstoß sei "extrem gering".
Zwei Wolken aus rund 600 Trümmerteilen haben sich dadurch gebildet. Die Wrackteile stellen eine Gefahr für die Raumfahrt und auch für die Internationale Raumstation ISS dar. Vielleicht ist ein Ausweichmnöver der Station notwendig.

Seit 1957 wurden über 6000 Satelliten in den erdnahen Orbit befördert, davon sind etwa die Hälfte außer Funktion, wie auch Cosmos-2251. Im erdnahen Weltraum kreisen heute über 2.000 Tonnen Material, darunter zigtausend Geschosse, gegen die man sich nicht schützen kann.

Wissenschaftler befürchten mit jedem gestarteten Satelliten mehr einen Billiard-Effekt, auch das sog. Kessler-Syndrom genannt.
Aus der Kollosion von Satelliten entstehen viele kleine Trümmer, welche ihrerseits mit anderen Trümmern und Satelliten kollidieren. So kann u. U. die Raumfahrt zum Erliegen kommen.

Sehr realistisch ist dies im japanischen Manga und dem daraus entstandenen Anime PlanetES! dargestellt. Vielleicht ist das auch die Lösung: Eine Art Weltraum-Müllabfuhr zu betreiben.

Zitat:
Zur Vermeidung von Kollisionen mit Teilen des Weltraummülls werden von zuständigen Observatorien der NASA und des Militärs sämtliche größere Teilchen (ab 1 cm Größe) permanent verfolgt. Wird ein Kollisionskurs mit der ISS, einem Space Shuttle oder einem anderen manövrierbaren Raumfahrzeug erkannt, so erfolgt das typischerweise früh genug (oft sogar Wochen im Voraus), dass dieses Raumfahrzeug ein Ausweichmanöver einleiten kann. Da die ISS sowieso immer wieder auf eine etwas höhere Umlaufbahn zurückgebracht werden muss, versucht man, diese beiden Zwecke effizient zu einem Manöver zu verbinden. ISS und Space Shuttle haben vor allem den Vorteil, dass sie für solche Manöver immer wieder neu mit Treibstoff versorgt werden können. – Anders ist das bei unbemannten Raumfahrzeugen bzw. Satelliten.
Zitat:
Schlagzeilen machte ein 0.2 mm kleiner Lacksplitter, der 1983 mit einem Tempo von über 11.000 km/h in eine der insgesamt zehn Scheiben der Challenger krachte. Der resultierende Krater von 2.4 mm Weite war nicht tief genug, um das Glas zu durchdringen und die fünfköpfige Besatzung zu gefährden.
siehe auch:
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Kommentare 2

Kommentare

  1. Alter Kommentar
    Benutzerbild von hockschter
    Interessant! Mir ist das schleierhaft, wie man ein 1 cm großes Teilchen im Weltraum beobachten kann - alleine wegen der Menge der dort herumfliegenden Teile. Wieviele Leute da wohl sitzen, die das überwachen?
    permalink
    Veröffentlicht: 13.02.2009 um 07:19 von hockschter hockschter ist offline
  2. Alter Kommentar
    Benutzerbild von Robi_san
    Überwacht wird der erdnahe Raum aus vielen Gründen. Ja, es sitzen eine Menge Leute an den Schirmen. Hockschter, schau Dir mal den Film Mir verglüht an ;-)
    permalink
    Veröffentlicht: 13.02.2009 um 08:48 von Robi_san Robi_san ist offline
 
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