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Alt 30.08.2010, 21:02   #1 (permalink)
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Böse Fachkräftemangelpanik!!!!

Tschuldigung, aber ich kann diesen IHK-Artikel so nicht durchgehen lassen:

Mitarbeiter gesucht! IHK-Umfrage: Fachkräftedefizite nehmen zu | Erfurt-Lokalnachrichten

Schauen wir mal nach den Einzelheiten:

Was heißt Fachkräftemangel?

Zitat:
„Knapp jeder zehnte Betrieb in Mittel- und Nordthüringen hat derzeit generell Probleme, offene Stellen zu besetzen. Jedes zweite Unternehmen gibt an, zumindest teilweise mit derartigen Schwierigkeiten konfrontiert zu sein", berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Dies sei ein deutliches Warnsignal, denn angesichts der guten konjunkturellen Entwicklung dürften sich die jetzt schon bestehenden Engpässe noch weiter verschärfen. Dabei wären Bewerber unterschiedlichster Qualifikation gefragt und Facharbeiter genauso gesucht wie Meister, Fachwirte oder Absolventen von Fachhochschulen.
Das kann ich so bestätigen. Es wird nach immer mehr gefragt und dabei immer weniger gezahlt. Klar, dass begabte und hier gut ausgebildete Fachkräfte schnellstens das Weite suchen.

Symptomatisch war Ende der 1990er Jahre der Wegfall steuerlich gestützter Bildungsmöglichkeiten, gleichzeitig nahm das Niveau im Schulsystem rapide ab.

Niemand erhob eine Stimme. Jeder wartete auf den anderen. Nun ist die Bescherung da: Stellt Euch vor es gibt Aufträge und keine qualifizierten Arbeitskräfte auf dem Markt. Oje!

Nicht ganz unschuldig ist hier die Politik des Herrn Schröder, die mit der Arbeitsamtsagentur im Bunde den ohnehin schwindenden Nachwuchs so unqualifiziert wie möglich zurechtformte. Köche wurden zu Mediengestaltern, Mediengestalter zu Buchhaltern und Buchhalter wiederrum zu Köchen "weitergebildet". Warteschleifen. Fehlqalifikation!

Zitat:
Nicht jede Ausbildung ist ökonomisch sinnvoll. Durch die unterschiedliche Kostenbeteiligung der Auszubildenden und Studenten an den Kosten der Ausbildung werden Anreize geschaffen, Ausbildungsgänge zu beschreiten, die nicht den Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechen.
Karrieremenschen bezahlten ihre Aus-/Weiterbildung selbst, sogar über Kredite! Natürlich sind diese Fachleute heute in den USA, Russland, China, Oman, England, Australien, Kanada, Schweiz, England, nur nicht hier :laughing7:

Statt bedarfsgerecht und langfristig auszubilden, leistete man "oben" nichts. Bildung kostet Geld. Dummheit kostet noch mehr Geld.

Und jetze ist die Panik da. Fünf vor 12.

Zitat:
„Wir müssen also schnellstens handeln. Das Problem wird sich nicht von allein lösen. Denn immerhin jeder dritte Unternehmer befürchtet in den nächsten fünf Jahren zunehmende Fachkräftedefizite in seinem Betrieb über alle Berufsgruppen hinweg", so der IHK-Hauptgeschäftsführer.
Nun ja, "handeln". Ist genug Kapital da? Oder Steuern? Wie soll dieses "handeln" bezahlt werden?
Wer soll denn ausbilden, wenn alle verfügbaren Fachkräfte gezwungenermaßen "rotieren" müssen, um Aufträge zu schaffen?

Zitat:
An der Spitze stehe dabei die Weiterbildung. Die überwiegende Mehrzahl der Firmen plane das Angebot auszuweiten. Dabei werde es künftig darauf ankommen, auch weniger qualifizierte Beschäftigte stärker einzubeziehen.
Hm. Weiterbildung in einer angespannten Auftragssituation mit 3 Schichten und Wochenendarbeit, um die vollen Auftragsbücher abzuarbeiten?

Auch weniger Qualifizierte? Ach ja, erinnert Ihr Euch an die "Quereinsteiger" vor dem Platzen der New-Economy-Blase 2000? Das waren Zeiten!

Ein guter Rat: Holt Euch Leute, die wollen und können, arbeitet sie ein, bezahlt sie anständig und holt unsere "flüchtigen" Thüringer wieder zurück.

Und, liebe IHK, mehr Taten statt Worte. Mehr richtige Jobs statt Zeit/Praktikums/Projekt/Mini-Arbeit. Dann klappt es auch mit den Fachkräften

ps.
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Demokratien werden weder von extremistischen Parteien noch von Terroristen zu Fall gebracht, sondern durch das Versagen ihres gewählten Führungspersonals
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Geändert von Robi_san (30.08.2010 um 21:25 Uhr)
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Alt 31.08.2010, 07:12   #2 (permalink)
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Robi_san schrieb
Zitat:
Ein guter Rat: Holt Euch Leute, die wollen und können, arbeitet sie ein, bezahlt sie anständig und holt unsere "flüchtigen" Thüringer wieder zurück.
es gibt seit einiger Zeit in Thüringen eine Initiative der LandesEntwicklungsGesellschaft (LEG), die nennt sich UFAS.
UFaS Thüringen: UFaS | Startseite
Natürlich kann dort nur angeboten werden, was die Firmen weiterleiten und meistens wird es an der Entlohnung scheitern.

Warum nehmen viele Fachkräfte die Strapazen des Pendelns auf sich?
Nicht weil sie hier keine Stellen finden, sondern weil in anderen Bundesländern deutlich mehr gezahlt wird.
Spiegel Online am 27.09.2009 dazu:
Zitat:
In der Mitte Deutschlands prallen die Gehaltsfronten scharf aufeinander: Zwischen Hessen und dem benachbarten Thüringen beträgt der Gehaltsunterschied satte 40 Prozent. Das ist ein Ergebnis des exklusiven Gehaltsreports von manager magazin.
kompletter Artikel

Die Ostsee-Zeitung am 26.11.2009:
Zitat:
Weniger Geld für gleiche Arbeit: 20 Jahre nach dem Mauerfall existiert noch immer ein deutliches Gehaltsgefälle zwischen Ost- und Westdeutschland. So verdienen Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Statistischen Landesamtes einen durchschnittlichen Bruttomonatslohn von 2250 Euro. Der Bundesschnitt liegt mit rund 3100 Euro gut 850 Euro höher.
kompletter Artikel

Thüringen hat jahrelang mit seinen Image als Billiglohnland geworben.
Das hat Unternehmen angelockt, aber gleichzeitig dafür gesorgt dass Fachkräfte abwandern.
Die neusten Zahlen des Landesamt für Statistiken sind erschreckend :
Zitat:
Thüringen wird bis zum Jahr 2030 fast jeden fünften Einwohner verlieren... Landesweit wird im Jahr 2030 mit 1,84 Millionen Einwohnern gerechnet, das sind 18,1 Prozent weniger als derzeit (2,25 Millionen).
Die kreisfreien Städte Erfurt, Weimar und Jena sind die einzigen Städte in Thüringen die dem Landesamt nach mit einen Bevölkerungszuwachs rechnen können.

Zitat:
Dabei werde es künftig darauf ankommen, auch weniger qualifizierte Beschäftigte stärker einzubeziehen.
Wie soll das aussehen?
Soll der Hausmeister der Firma jetzt mit an die CNC-Maschine gestellt werden?
Seine Berufbezeichnung auf neudeutsch klingt ja schon qualifiziert: Facility Manager

Fazit: Solange sich an der Lohnpolitik nichts ändert, wird sich auch an dem Fachkräftemangel nichts ändern!

Hier noch meine eigene Erfahrung.
Ich habe seit 5 Jahren eine Stelle, für die ich die nötige Qualifizierung (ca. 9000 €) komplett selber bezahlt habe.
Schon vorher ist mir fast die gleiche Stelle in Franken angeboten worden.
Dort wäre die Qualifizierung vom Arbeitgeber übernommen worden und nicht nur das, sondern dazu hätte es ein Haus zur Miete gegeben, die Hälfte der Miete und der Betriebskosten hätte ebenfalls der Arbeitgeber bezahlt.
Von den 20% mehr Lohn für die gleiche Arbeit ganz zu schweigen.
Das sind echte Angebote. Da können sich Thüringer Unternehmen eine Scheibe abschneiden. Hab damals echt überlegt, aber ich bin und bleibe eben eine Puffbohne
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Alt 31.08.2010, 18:35   #3 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Sascha Beitrag anzeigen
Fazit: Solange sich an der Lohnpolitik nichts ändert, wird sich auch an dem Fachkräftemangel nichts ändern!

Hier noch meine eigene Erfahrung.
Ich habe seit 5 Jahren eine Stelle, für die ich die nötige Qualifizierung (ca. 9000 €) komplett selber bezahlt habe.
Schon vorher ist mir fast die gleiche Stelle in Franken angeboten worden.
Dort wäre die Qualifizierung vom Arbeitgeber übernommen worden und nicht nur das, sondern dazu hätte es ein Haus zur Miete gegeben, die Hälfte der Miete und der Betriebskosten hätte ebenfalls der Arbeitgeber bezahlt.
Von den 20% mehr Lohn für die gleiche Arbeit ganz zu schweigen.
Das sind echte Angebote. Da können sich Thüringer Unternehmen eine Scheibe abschneiden. Hab damals echt überlegt, aber ich bin und bleibe eben eine Puffbohne
Genau! Mein Respekt!

Erfurt ist für mich der Mittelpunkt des Universums :054: ... kann nur hier glücklich und zufrieden sein.

Einem Teil der thüringer Unternehmer kann ich verzeihen, sie halten sich trotz widriger Umstände am Markt und entlassen keine Mitarbeiter.

Was fehlt, ist ein gemeinsamer Ansatz: der UFAS (ein Kindchen der LEG Thüringen) ist ineffektiv in seiner jetzigen Form. Die meisten Stellen erfordern Hochschulabschluss und werden im bundesweiten Vergleich schlechter bezahlt.

Was bleibt? Eigeninitiative und Vernetzung der gemeinsamen Anstrengungen. Einige Ideen setze ich ab November um
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Alt 01.09.2010, 11:15   #4 (permalink)
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Auf den perspektivischen Fachkräftemangel wird ja schon sehr lange aufmerksam gemacht - und meiner Meinug nach ist es schon nicht mehr kurz vor sondern nach 12......

Solange eine Frau van der Leyen in ihrer erfrischenden Naivität davon ausgeht, dass jemand der überspitzt formuliert 40 Jahre am Bau gearbeitet hat , in den letzten Jahren dann von 60-65 noch einen Job im Büro findet und ausüben kann ; solange die ARGE an den Fähigkeiten der AN und den Bedürfnissen der Wirtschaft "aus Töpfen" blind vorbeifördert; und die geltenden unterschiedlichen Tarifverträge eine längst überfällige Angleichung HEUTE noch immer erfolgreich verhindern, wird sich nichts ändern und kann es auch nicht.

Den Preis dafür zahlen wir jeden Tag, das Niveau sinkt, an vielen Stellen erhält man keine wirklichen Auskünfte mehr, findet man uninteressierte weil durch die ARGE fehlbesetzte und an ihren Fähigkeiten vorbei geförderte Kräfte. Manchmal kann man das sogar an der Körperhaltung sehen.

Die politischen Entscheidungen werden nur bis zur nächsten Wahl getroffen, perspektivische Gesamtverantwortung wird es dadurch nie geben und Konsequenz in der Umsetzung von Beschlüssen dementsprechend auch nicht. (siehe das aktuelle Sparpaket und die Durchsetzung gegenüber der Energiewirtschaft).

Aber auch solange wir stillhalten und jeder erstmal seine Schäfchen trocknet - und NIEMAND auf die Strasse geht, jeder nur mit den Schultern zuckt "wir/ich" kann sowieso nichts ändern, die da oben machen sowieso was sie wollen - wird sich leider auch nichts ändern.
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Die klimatischen Bedingungen in der Hölle sind sicher sehr ungeeignet,
die Gesellschaft dort aber wäre von Interesse.
(Oscar Wilde)
Laoghaire ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2010, 05:52   #5 (permalink)
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Zitat:
Zitat von laoghaire Beitrag anzeigen
aber auch solange wir stillhalten und jeder erstmal seine schäfchen trocknet - und niemand auf die strasse geht, jeder nur mit den schultern zuckt "wir/ich" kann sowieso nichts ändern, die da oben machen sowieso was sie wollen - wird sich leider auch nichts ändern.
so ist es!
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Alt 06.09.2010, 19:47   #6 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Sascha Beitrag anzeigen
Robi_san schrieb
es gibt seit einiger Zeit in Thüringen eine Initiative der LandesEntwicklungsGesellschaft (LEG), die nennt sich UFAS.
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Natürlich kann dort nur angeboten werden, was die Firmen weiterleiten und meistens wird es an der Entlohnung scheitern.
Mich würde mal die tatsächliche Vermittlungsquote der UFAS interessieren. In meinem persönlichen Umfeld war bisher jedenfalls die Erfahrung mit dem Service der UFAS eher bescheiden. Sowohl in der Kommunikation als auch bei den Angeboten.
44one ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2011, 10:48   #7 (permalink)
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Zitat:
Zitat von 44one Beitrag anzeigen
Mich würde mal die tatsächliche Vermittlungsquote der UFAS interessieren. In meinem persönlichen Umfeld war bisher jedenfalls die Erfahrung mit dem Service der UFAS eher bescheiden. Sowohl in der Kommunikation als auch bei den Angeboten.
Der UFAS wird zum Ende des März-Monats eingestellt:
Zitat:
Das Wirtschaftsministerium stellt seinen Unternehmer- und Fachkräfteservice (Ufas) ein. Wegen des geringen Erfolgs laufe das mit insgesamt vier Millionen Euro finanzierte Programm Ende März aus, sagte eine Ministeriumssprecherin am Dienstag in Erfurt.
Wirtschaftsministerium stellt Fachkräfteservice ein - thueringer-allgemeine.de

Na dann...
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Alt 24.03.2011, 11:37   #8 (permalink)
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Cool Neustart des UFAS?

FREIES WORT | Alles auf Neustart beim Rückkehrer-Projekt

Doppelstrukturen... Steuergeldverschwendung... und das Übel nicht an der Wurzel gepackt:
Zitat:
Dass Thüringer nicht zurückkehrten, liege an fehlender Arbeitsplatzsicherheit und niedrigem Einkommen, sagt die Arbeitspolitikerin Ina Leukefeld
hier die Webseite:
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ps.
http://www.google.de/url?sa=t&source...d8O_CYQmFvFelA
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Geändert von Robi_san (24.03.2011 um 11:44 Uhr)
Robi_san ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2011, 18:17   #9 (permalink)
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Mir schwillt der Kamm... schon wieder trommeln gewisse Politiker und Lobbyisten auf die Fachkräftemangelpanikmache. Und weil mir im Moment nur sehr emotionale und menschliche Worte einfallen, über gebe ich das Wort an:

Prof. Dr. Heinz-Josef Bontrup und Prof. Dr. Mohssen Massarrat [PDF - 54.8 KB]

Ich zitiere mal:
Zitat:
Gibt es aber wirklich einen Mangel an Fachkräften in Deutschland? Die Zahlen sprechen zunächst einmal für sich: Gesamtgesellschaftlich stehen jeder offenen Stelle 8 registrierte Arbeitslose gegenüber. Bezogen auf Fachkräfte kam eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung von 2010 zum Ergebnis, dass „bei fast allen Fachkräften die Zahl der Arbeitslosen höher als die der offenenStellen“ ist. Gleichzeitig seien, dieser Studie zufolge, mehr Fachkräfte arbeitslos als vor zwei Jahren. In den Ingenieursberufen sei, so weiterhin die Studie, in den nächsten Jahren sogar mit einer Fachkräfteschwemme zu rechnen.
Auch ökonomische Gesetze strafen die These vom Fachkräftemangel Lügen. Von steigenden Löhnen auf dem Arbeitsmarkt, die als Folge der Fachkräfteknappheit unvermeidlich wäre, ist jedenfalls weit und bereit keine Spur.
Fazit:

Zitat:
Von Fachkräftemangel kann also überhaupt keine Rede sein. Richtig ist dagegen, dass ein Arbeitsplatz- und Ausbildungsplatzmangel vorherrscht. Seit beinahe zwei Jahrzehnten hinkt die Zahl der Ausbildungsplatzangebote der Unternehmer weit hinter dem Bedarf hinterher. Der Anteil der 20 - 29-Jährigen ohne Berufsausbildung ist in den letzten Jahren auf 17 Prozent gestiegen.
Es geht um Lohndumping, Ausspielung von inländischen gegen ausländische Fachkräfte und in letzter Instanz um noch mehr Raffgier und Renditemaximierung bei gleichzeitigem Lohnkostenabbau und Aufgabe der Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Familien und Gesellschaft.
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