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| | #1 (permalink) |
| Forum-Guru Registriert seit: 18.01.2006 Ort: Am Rande
Beiträge: 1.582
| ... es diese "Dinger" hier gab! ![]() Nichts anderes verhalf der Stadt zu Reichtum, Größe und zu einer der angesehensten Universitäten Europas. Ich bin mir sicher, dass die wenigsten (heute lebenden) Erfurter, dieses "Erfurter Gold" jemals gesehen haben. Damit man sich ein Bild davon machen kann, hier ein Bild. Achso: Es handelt sich um frisch geformte Waidballen Nochwas: Diese Ballen wurden auch aus dem jetzigen 43. Stadtteil nach Erfurt geliefert ... und so mehrten sie das Vermögen der Stadt und trugen zum Wohlstand bei ... Und: Ähnlichkeiten mit meinem Bild links sind vollkommen beabsichtigt.
__________________ Lewwer ERFURTSCH als ANGELSÄCHS'CH! Das sagt und MEINT der hockschter aus der Nr. 43, dort, wo das Waidmuseum steht! |
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| | #2 (permalink) |
| Forum-Legende Registriert seit: 21.05.2006 Ort: Puffbohnau
Beiträge: 8.607
| Die angewelkten Waidblätter wurden auf Waidmühlen, die meist Eigentum der Gemeinden waren, zu einer breiartigen Masse zerquetscht und zerrieben. Eine Waidmühle bestand zu diesem Zweck aus einem aufrecht laufenden Mühlstein von 1,65 m Durchmesser und 0,48 m Dicke mit gezähnter Lauffläche, der auf einer kreisförmigen, aus Steinplatten gebildeten Tenne (3,60 m im Durchmesser) lief. Der Antrieb des Mühlsteins erfolgte göpelartig durch Pferde. ![]() Aus der zerquetschten Blattmasse formten Frauen von Hand ungefähr faustgroße Waidballen (-bälle), die nach ihrer Trocknung auf Waidhorden als so genannter Ballenwaid von den Bauern auf den Markt in der Stadt gebracht wurden. Der Ballenwaid stellte ein Halberzeugnis dar, das durch die Bauern entsprechend dem allgemein geltenden Gebot, Gewerke und Gewerbe nur in den Städten zu betreiben, nicht weiter aufbereitet werden durfte. Der von Waidhändlern aufgekaufte Ballenwaid wurde in ihren Waidhäusern (Waidspeichern) eingelagert, um hier in den Herbst- und Wintermonaten zum Fertigerzeugnis, dem Waid-Farbpulver, aufbereitet zu werden. Der blühende Waidanbau und -handel und die steuerlichen Einnahmen daraus versetzten die Stadt Erfurt in die Lage, ihren Landbesitz durch Erwerb von Dörfern beträchtlich zu erweitern. Vermutlich trug der Waid dazu bei, dass die Erfurter Bürger im Jahre 1392 auf eigene Kosten die Universität gründen konnten. mehr unter: http://www.erfurt.de/ef/de/entdecken/tradition/waid/ http://de.wikipedia.org/wiki/Färberwaid |
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| | #3 (permalink) |
| Forum-König | und deshalb gehören die alten Waidspeicher-Häuser auch zum zwingenden Pflichtrepertoire der privaten Stadtführungen einer Nichterfurterin Laoghaire
__________________ Die klimatischen Bedingungen in der Hölle sind sicher sehr ungeeignet, die Gesellschaft dort aber wäre von Interesse. (Oscar Wilde) |
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| | #4 (permalink) | ||
| Forum-Guru Registriert seit: 18.01.2006 Ort: Am Rande
Beiträge: 1.582
| ... auch an Erfahrungen. Zitat:
Zitat:
Ich habe im vergangenen Jahr mit einer Fotosammlung von Waidsteinen und Waidmühlen-Nachbildungen begonnen, die Unterschiede im Durchmesser und in der Stärke erkennen lassen. Eine DIN-Norm gab es nicht. Hier mal einige Beispiele aus dem Erfurter Gebiet: ![]() Bindersleben ![]() vor dem Volkskundemuseum ![]() Hayn bei Erfurt ![]() Kleinmölsen bei Erfurt Übrigens bin ich noch auf der Suche nach weiteren Waidmühlsteinen und Waidmühlen zum fotografieren. Wer mir Hinweise geben kann, bitte ich um eine kurze PN - würde mich freuen.
__________________ Lewwer ERFURTSCH als ANGELSÄCHS'CH! Das sagt und MEINT der hockschter aus der Nr. 43, dort, wo das Waidmuseum steht! | ||
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| | #7 (permalink) | |
| Forum-Guru Registriert seit: 18.01.2006 Ort: Am Rande
Beiträge: 1.582
| Zitat:
Wir haben jedenfalls im letzten Jahr ein Rad-Modell von der Rohrborner Dorfgemeinschaft e.V. geschenkt bekommen und haben daraus ein Prinzip-Mühlenmodell für unser Museum gebaut.
__________________ Lewwer ERFURTSCH als ANGELSÄCHS'CH! Das sagt und MEINT der hockschter aus der Nr. 43, dort, wo das Waidmuseum steht! | |
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