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Dies und Das Hier passen alle Beiträge hinein, für die es keine eigene Rubrik gibt.

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Alt 30.11.2006, 07:53   #1 (permalink)
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Standard Laden SCHLUSS

Ab heute ist das Ladenschlussgesetz in Thüringen und entsprechend in unserer Puffbohnenmetropole wesentlich "liberalisiert" worden.

Es wird sich wohl erst nach Weihnachten zeigen, welche Zeiten nun wirklich zum Einkaufen genutzt werden können und welche Geschäfte/ Einkaufszentren/ Supermärkte (DDRDeutsch - Kaufhallen) die neuen Möglichkeiten ausnutzen werden. Zweifellos gehört Erfurt zu wirtschaftlichen Gewinnern der neuen Regeln, da nun noch mehr Zeit für andere Thüringer ist, die supertollen Einkaufsmöglichkeiten zu nutzen.

Allerdings:
Ich bin dagegen !!!

Der Hauptgrund hat allerdings weder gewerkschaftliche, kirchliche oder einzelhandlerische Gründe - obwohl ich hier auch einiges nachvollziehen kann - mein Hauptgrund leigt einfach daran, dass ich es unserer Stadt und den Menschen darin immer wieder gönne, wenn sie zur Ruhe kommt.
Ich habe es immer genossen, wenn die Stadt am Abend leerer wurde, weniger Autos unterwegs waren, weniger gestresste, vollbepackte Menschen rumhetzten.

Zum Glück bleibt das wenigstens am Sonntag so !!!
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siehst du den horizont, direkt über`m boden fängt der himmel an. und wär ich dort, dann würd ich wetten, dass ich ihn erreichen kann.
Thomas D.
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Alt 30.11.2006, 15:07   #2 (permalink)
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Wenn jemand früh's um acht loshetzt, nur um seine paar lebensmittel zu kaufen, das ganze in 15 minuten schaffen muss, nach hause flitzt und feststellt, mist - etliches vergessen. anschließend losdüst, um seiner beruflichen tätigkeit nachzugehen, um sich auch im nächsten monat seine lebensmittel und persönliche dinge leisten zu können und der gesellschaft einen dienst zu tun. 20.30 uhr feierabend macht, weil dann im pflegeheim die spätschicht zu ende ist. auf dem heimweg die vergessenen dinge organisieren muss und dann vor verschlossenen geschäften steht ... - der wird es begrüßen.
polizisten und feuerwehrleute, die nach einsätzen oder schichtwechsel noch einkaufen müssen, werden es super finden.
die pendler oder diejenigen die die ganze woche außerhalb arbeiten (berufskraftfahrer - oft erst samstag mittag/nachmittag zu hause), die nur am wochenende (wenn nicht gerade die ehepartner, lebensabschnittsgefährten in pflegeheimen, krankenhäusern, polizei oder oder oder spätschicht schieben müssen) die zeit finden in ruhe mit der familie zu shoppen, zu bummeln, für die lieben kinder einzukaufen, sich mal zeit zu nehmen ... - werden es klasse finden.

es geht nicht darum, das nun eine berufsgruppe länger arbeiten muss. in anderen berufen ist das üblich. es geht auch nicht darum, dass jemand dafür wenig geld bekommt. die angestellten der reinigungsunternehmen, die jetzt ab 20.30 uhr stundenlang die konsumtempel vom kundendreck reinigen, bekommen oft noch weniger.

ich finde es gut, dass die läden nun länger offen haben. man muss nicht nur an die denken die nun veränderte arbeitszeiten bekommen oder die kaufkraft vorschieben. gerade die als beispiele genannten berufsgruppen können davon profitieren und noch mehr.
ich erinnere mich da an den aufschrei, als die öffnungszeiten auf bis 20.00 uhr verlängert wurden. und nun sind die geschäfte voll. und diejenigen, bei denen sich längere offnungszeiten nicht rechnen, sollen doch eher zumachen, können und dürfen sie doch.
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Alt 30.11.2006, 15:56   #3 (permalink)
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Um es ganz kurz zu machen: Bin dafür!
Begründung: Wieder eine unnötige Vorschrift weniger!
Die Öffnungszeiten der Geschäfte regulieren sich schon selbst. Mancher Geschäftsinhaber wird es ablehnen oder startet zuerst einen Test. Den längeren Atem werden dabei sicher die "Großen" haben (im wahrsten Sinne des Wortes). Ob es sich lohnt - dieses Fazit müssen die Geschäfte selbst ziehen.
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Lewwer ERFURTSCH als ANGELSÄCHS'CH!
Das sagt und MEINT der hockschter aus der Nr. 43, dort, wo das Waidmuseum steht!
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Alt 30.11.2006, 17:19   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von transpluto Beitrag anzeigen
Frag mal die Verkäuferinnen die jetzt das "Vergnügen" haben dass sie länger arbeiten dürfen. Manche sind vielleicht allein in ihrem Laden, gehen vielleicht gegen 23 Uhr nach Hause und werden "dank" einiger Krimineller noch überfallen. Schon mal daran gedacht?
ich frag da nicht nur die verkäuferinnen, - neee das ist zu einfach ...
verkäufer, taxifahrer(innen), sämtliche pflegeberufe, frühs um zwei - bäcker- und konditor(inn)en, schneefeger, reinigungskräfte, kellner(innen) und köche(innen), reisende auf bahnhöfen, die sehr zeitig/spät zum zug(führer[innen]) müssen, schaffner(innen), straßenbahnfahrer(innen), busfahrer(innen), kraftfahrer(innen), hausmeister, ... usw, usf. - die musste auch alle fragen ...

soll man diese berufsgruppen nun nur tätigkeiten während der hellen zeit ausführen lassen? oder sind nun nur noch die jetzt länger arbeitenden angestellten im handel gefährdet???

... wer einen grund sucht, findet einen, auch wenn er an den haaren herbeigezogen ist, ohne nach rechts und links zu schauen ...

es gibt genug pro und kontra - aber, der markt regelt das schon alleine
im zentrum unserer schönen stadt gibt es jetzt schon geschäfte, die schließen um 18.30 Uhr ... na und ... dann kauf ich eben dort, wo bis 20.00 Uhr auf ist und in zukunft eben bei denen die noch länger aufhaben, wo ich dann endlich häufiger mit meiner frau gemeinsam durch durch die geschäfte bummeln kann.
ich bin normalerweise gegen 17.00 Uhr - 17.30 Uhr zu hause - dann muss dies und das erledigt werden, man muss ein wenig zur ruhe kommen. dann ist es meist so 19.00 - 19.30 - da brauch ich zur zeit nicht mehr los. meine frau kommt, wenn sie spät hat gegen 20.45 mit der straßenbahn - nun kann man schon mal sagen, wir treffen uns in der stadt - bummeln noch ein bischen ...
fahren dann gemeinsam nach hause - und hoffen dass der böse kriminelle uns nichts tut ...
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Alt 30.11.2006, 17:49   #5 (permalink)
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Ort: Puffbohnau
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Beitrag

Na endlich... freiheit für die öffnungszeiten!
wer den ganzen tag malochen , pendeln und dann noch EINKAUFEN gehen muss...

der hat nun mehr zeit zum KONSUMIEREN.

und die lange schlange abends kurz vor ladenschluss ist damit auch wech!
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Karl Georg Zinn


Es wird niemals funktionieren, Menschenrechte durchzusetzen, indem man anfängt, Menschenrechte zu brechen.
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Alt 30.11.2006, 18:27   #6 (permalink)
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Beiträge: 91
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Mahony hat meiner Meinung nach auf der ganzen Linie recht, besonders wenn er schreibt: "... der markt regelt das schon alleine."

Geht mal einfach durch die Stadt, ihr werdet staunen wieviel KUNDEN das Angebot nutzen - ich glaube auch in Erfurt. Vielen wird es ganz schnell Spaß machen, zu beliebiger Zeit einkaufen zu gehen.

Wenn ich hier so lese frage ich mich immer, warum gibt es in Erfurt so viel Pessimismus gegen fast alles? Oder liegt es nur darann, dass sich sehr viele Pessimisten ausgerechnet hier im Forum vereinen?

Freundliche Grüße vom Fritz,

der Puffbohne im Münsterland
fritz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2006, 22:33   #7 (permalink)
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Benutzerbild von Robi_san
 
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Ort: Puffbohnau
Beiträge: 8.607
Beitrag

Zitat:
Na ja und was Fritz sagt da ist auch was dran. In Erfurt gibt es viele Pessimisten. Ist ja auch kein Wunder wenn die besten Leute ins Münsterland auswandern.


in erfurt gibts mehr optimisten als pessimiesepeter.

es geht aufwärts
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Robi_san ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 07:33   #8 (permalink)
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Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, wo die Läden um 18.00Uhr geschlossen haben. Der gemeinsame Einkauf (einmal in der Woche in den Supermarkt) war so gut wie unmöglich. Es war fast wie ein Segen, als dann der so genannte "lange Donnerstag" eingeführt wurde. Erstmals Öffnungszeiten bis 20 Uhr. Nur war das so eine Sache. Am Donnerstag brummtre in den Supermärkten fortan zur Abendzeit der Bär. Nach Freigabe aller Werktage bis 20.00Uhr hatte sich die Lage dann schon wesentlich entspannt. Die nunmehrige weitere Freigabe bietet nun viel mehr Möglichkeiten. Ich glaube nicht unbedingt um 22.00Uhr noch zu real zu fahren, aber ich könnte mir durchaus vorstellen um diese Zeit durch die Innenstadt zu bummeln und in aller ruhe meine jeans zu kaufen oder die XXXXL-Abteilung bei C&A zu besuchen um mir Klamotten zu kaufen.

Ich stimme Mahony zu: der Markt wird das regeln.
Ich kann schon deshalb nicht beipflichten, dass das Gesetz eine Fehlentscheidung ist, denn
1. wird niemand gewzungen, seinen Laden länger auf zu machen,
2. es wird auch niemand gezwungen, abends einkaufen zu gehen,
3. es ist auch keiner verpflichtet in Zukunft mehr zu konsumieren.

Das Gesetz wurde auch nicht mit dem Hintergrund verabschiedet, dass es unbedingt mehr Arbeitsplätze geben wird. Der Konsum wird auch nicht in die Höhe schnellen. Aber es geht darum Öffnungszeiten kundenfreundlicher zu gestalten und den heutigen Arbeitszeiten der Menschen anzupassen.
Zu Konsumzeiten begann meine Arbeit um 5.45 Uhr und Feierabend war um 15.15Uhr. Heute hat sich alles nach hinten verschoben. Da geht es um 7.30 Uhr los und daheim ist man dann, wenn früher die HO den Riegel schon vorgeschoben hatte.

Nightswimmer Meinung teile ich in einem Punkt: Der Sonntag sollte frei bleiben.
Es ist wirklich angenehm, wenn man mal am Sonntag vielleicht noch mit Besuch durch die Stadt flaniert und sich alles in Ruhe anschauen kann. Es ist wirklich ein Unterschied zwischen beispielsweise einem Samstag und Sonntag in der Stadt zu spüren.

Noch was zu den Arbeitsszeiten der Verkäufer/innen. Auch das wird sich regeln. Das haben die Gewerkschaften endlich mal wieder eine sinnvolle Aufgabe und müssen sich nicht aus Langeweile auf Gewerkschaftskongressen rumdrücken und allgemein palavern. (oder wie DGB Sommer aus Langeweile auf'm CDU-Parteitag mit Generalsekretär Pofalla Tischfussball spielen) ;-))
-->
http://www.dresden2006.cdu.de/images...ag-800-025.jpg
Principe-Encantador ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 07:55   #9 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Robi_san Beitrag anzeigen


in erfurt gibts mehr optimisten als pessimiesepeter.

es geht aufwärts


ey - lass den Peter in Ruhe
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Mahony ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 08:10   #10 (permalink)
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Ich kann die Argumente der Befürworter nicht teilen:

Zitat:
Zitat von Mahony Beitrag anzeigen
ich frag da nicht nur die verkäuferinnen, - neee das ist zu einfach ...
verkäufer, taxifahrer(innen), sämtliche pflegeberufe, frühs um zwei - bäcker- und konditor(inn)en, schneefeger, reinigungskräfte, kellner(innen) und köche(innen), reisende auf bahnhöfen, die sehr zeitig/spät zum zug(führer[innen]) müssen, schaffner(innen), straßenbahnfahrer(innen), busfahrer(innen), kraftfahrer(innen), hausmeister, ... usw, usf. - die musste auch alle fragen ...
Mein Problem damit - warum sollen wir uns an den schlechten Dingen orientieren. Ich halte es keinesfalls für sinnvoll zu sagen, wenn eine Krankenschwester oder ein Busfahrer Spät und Nacht`s arbeiten muß, dann können dass Verkäuferinnen auch.
Es gibt wohl einen Unterschied zwischen der Versorgung von Kranken und dem notwendigen Einkauf eines Ofenrohrverlängerungstückes oder einer neuen Jeans um 21.57 Uhr.
Also, sollen (oder müssen) doch die nacht`s arbeiten, bei denen es unbedingt notwendig ist - auch das ist schon schlimm genug.

Zitat:
Zitat von Mahony Beitrag anzeigen
es gibt genug pro und kontra - aber, der markt regelt das schon alleine
Das sehe ich genauso wie Mahony und PE.

Nur ist das bei mir keine Hoffnung, sondern eine Befürchtung.

Zitat:
Zitat von Principe-Encantador Beitrag anzeigen
Ich kann schon deshalb nicht beipflichten, dass das Gesetz eine Fehlentscheidung ist, denn
1. wird niemand gewzungen, seinen Laden länger auf zu machen,
.....
Sehr Zweifelhaft, wenn diese Meinung mit der Meinung von Mahony verglichen wird:

Zitat:
Zitat von Mahony Beitrag anzeigen
im zentrum unserer schönen stadt gibt es jetzt schon geschäfte, die schließen um 18.30 Uhr ... na und ... dann kauf ich eben dort, wo bis 20.00 Uhr auf ist und in zukunft eben bei denen die noch länger aufhaben,
Aber ich bleibe vor allem immer noch bei meinem Hauptargument aus dem ersten Beitrag und stimme entsprechend PE zu.

Im übrigen ein interessantes Bild
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Thomas D.
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