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Zurück   Puffbohne.de-Forum > Spezielle Erfurt-Themen > GartenKulturStadt - die Buga 2021 in Erfurt
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GartenKulturStadt - die Buga 2021 in Erfurt Im Jahr 2021 ist Erfurt Austragungsort der Bundesgartenschau. Kernstück wird der egapark sein, aber auch die Gera-Auen und der Petersberg werden mit einbezogen. Hier ist der Platz für Vorschläge, Ideen und Kritik zum Vorhaben, das der Blumenstadt Erfurt viele Chancen eröffnet.

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Alt 24.01.2012, 11:53   #1 (permalink)
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Standard BUGA-Bewerbung der Landeshauptstadt Erfurt

Mit einem Beitrag von der Seite Erfurter Bewerbung zur Ausrichtung der Bundesgartenschau 2021 soll hier dieser neue Foren-Bereich "eingeweiht" werden:

Seit 1951 führt der gärtnerische Berufsstand in Deutschland gemeinschaftlich mit den Kommunen und weiteren Gebietskörperschaften Bundesgartenschauen (nachfolgend BUGA) bzw. Internationale Gartenausstellungen (IGA) durch.

Aus Sicht der Städteplaner ist eine BUGA ein wichtiges Instrument zur nachhaltigen Gestaltung des Stadtbildes. Sei es innerstädtisch durch die Anlage und den Ausbau von Parks oder durch die Landschaftsgestaltung im weiteren Umfeld - eine Bundesgartenschau ist ein enormer Gewinn für das Erscheinungsbild einer Kommune oder Region.
Eine BUGA ist vor allem auf Nachhaltigkeit und Nachnutzung ausgelegt. Für die ausrichtende Kommune oder Region geht der Nutzeffekt einer BUGA immer über die rund siebenmonatige Öffnungszeit der eigentlichen Schau hinaus. Jede einzelne BUGA oder IGA in der mittlerweile über 50-jährigen Geschichte dieser Schauen hat die ausrichtende Stadt/Region stark beeinflusst und bei Besuchern wie auch Einwohnern einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Stadt Erfurt, die auf eine fast 1270 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann, präsentiert sich als sympathische und geschichtsreiche Landeshauptstadt Thüringens. Mit ihren über 200.000 Einwohnern ist sie Verkehrszentrum, Regierungssitz, Einkaufsstadt, Medien- und Wirtschaftsstandort, Universitäts- und Kongressstadt, Kulturstadt und Sportstadt. Die Stadt ist darüber hinaus ein beliebtes Reiseziel mit einem florierenden Städte- und Kulturtourismus. Bekannte Persönlichkeiten wie Martin Luther, die Musikerfamilie Bach oder Adam Ries sind eng mit der Stadtgeschichte verbunden. Wahrzeichen wie das Ensemble von Mariendom und Severikirche, die in Europa einmalige, durchgängig bebaute Krämerbrücke sowie die vielen Kirchen, Renaissance- und Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild von Erfurt. Besucher charakterisieren die Stadt als gastfreundlich, kulturell-erlebnisreich, sympathisch und offen.

Viele der Gäste sind schon jetzt auf den Spuren des Erfurter Gartenbaus unterwegs, der eine lange Tradition in der Thüringer Landeshauptstadt hat. Was im Mittelalter mit dem Waidanbau und -handel begann, zog sich durch die Geschichte Erfurts wie ein "grüner" Faden und brachte ihr den Beinamen Garten- oder Blumenstadt ein. Mit der Begründung des Erwerbsgartenbau durch den Erfurter Christian Reichart im 18 Jahrhundert konnte sich die Stadt zu einem Zentrum des Gartenbaus entwickeln. Im Jahr 1865 fand die erste internationale Gartenbauausstellung in Erfurt statt, und fortan wurde die Stadt mit vielen weiteren Ausstellungen über die Stadtgrenzen hinaus ihrem Ruf als Gartenstadt gerecht. Auch zahlreiche Erfurter Gartenbau- Unternehmen trugen dazu bei und machten sich einen Namen auf dem Weltmarkt. Noch heute versorgen Firmen wie N.L. Chrestensen Erfurter Samen- und Pflanzenzucht GmbH oder Kakteen-Haage Profi- und Hobbygärtner weltweit mit Saatgut und Pflanzen.

Ein Höhepunkt der Erfurter Gartenkultur ist der egapark Erfurt. Im Garten Thüringens findet man nicht nur die lebendige Gartenbautradition vor, die Erfurter und Touristen schätzen den egapark vor allem auch als Erholungsoase mitten in der Stadt. Vor genau 50 Jahren entstand der Garten- und Landschaftspark als Internationale Gartenbauausstellung (iga). Sie war das Pendant der sozialistischen Länder zur 1951 ins Leben gerufenen Bundesgartenschau bzw. den Internationalen Gartenausstellungen. Mit der Bewerbung der Stadt Erfurt um die BUGA 2021 schließt sich nun der Kreis im 50. Jahr des egaparks. In zehn Jahren könnte die BUGA nun an so traditionsreicher Stelle Station machen und ein neuer Höhepunkt in der Geschichte der Stadt und des egaparks werden.
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