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Alt 18.10.2008, 22:50   #1 (permalink)
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Daumen hoch Die Bucht am Ende der Welt

von Sergio Bambaren

Willkommen im Paradies – das Schöne ist dir näher, als du glaubst! »Wenn du dich zu sehr in ein Ziel verrennst, verlierst du leicht den Blick auf das Schöne, das dich umgibt.«

Sergio Bambaren, der ein Millionenpublikum mit seinen Büchern berührt, erzählt, wie ihn eine einzige Reise veränderte. Er fährt auf eine Insel, will den Traum aller Surfer erleben und die perfekte Welle erwischen. Schade nur, dass das Meer vor der Karibikinsel Tobago so glatt daliegt wie ein Spiegel. Fast reist Bambaren schon wieder enttäuscht ab. Doch dann trifft er auf den Taucher André. Und entdeckt unter Wasser einen ganz eigenen Kosmos … Eine Geschichte über die Kraft und Schönheit, die in uns selbst liegt – mit wunderschönen ganzseitigen Farbfotos illustriert.

Das verspricht das Cover


Für mich ist dieses Buch mein viertes Buch dieses Autors.

Wie immer liest er sich leicht, vertraut und flüssig. Sein typischer Stil, kurze Sätze, manchmal auch nur ein Wort.

Die Schrift ist groß, somit leicht lesbar - und der hektische Leser ist schnell geneigt dem augenscheinlichen Eindruck zu erliegen, bei diesem Buch handelt es sich um einen Reise- und Tauchbericht, so wie wir ihn aus dem Fernsehen kennen, mit Bildern von traumhaften Küsten, Stränden und einer vielfältigen bunten Unterwasserwelt.
Die Bilder im Buch sind entgegen der vorherigen Präsentationen nicht gezeichnet – diesmal sind wunderschöne Fotos eingefügt, die dazu geeignet sind diesen ( falschen ) Eindruck zu bestärken.

Doch traut sich der Leser, ebenso wie sich der Autor auf ein neues Abenteuer einlässt, sich auf das kleine Buch einzulassen, wird er getragen in eine Welt des Verweilens und der Ruhe.

Bambaren nimmt uns mit auf eine Tauchfahrt in die eigne Seele und diese findet beim Tauchen mit den Engeln des Meeres, den Mantas, ihren Höhepunkt.

„Um wirklich glücklich zu sein, muss man lernen die universellen Prinzipien, die das Leben als solches aufstellt, zu respektieren und zu akzeptieren. Nur dann kann man Frieden mit sich selbst und dem ganzen Universum schließen.“

Für mich ist dies der wichtigste Satz im Buch. Und die Tatsache, dass dies eben ein solcher Manta zu dem tauchenden Sergio sagt, macht das Buch weder unglaubwürdig, noch unrealistisch. Denn in der Regel sind es Begegnungen mit der Natur, die uns Augen und Ohren öffnen.

Natürlich sind die philosophischen Erkenntnisse die Bambaren uns nahe bringt nicht immer neu, aber sie sind wunderschön und leicht verpackt – und dennoch so stark dass sie unser Innerstes berühren, nachdenklich machen und Mut machen es wie er zu tun, Neues vertrauensvoll anzunehmen und auch mal vom sicheren Weg abzugehen und sich zu trauen auf sich SELBER einzulassen.

„Und dann dachte ich an etwas, was meine Mutter vor langer Zeit einmal gesagt hatte. In diesem Paradies, genannt Erde, ist so viel Raum, dass jede Blume erblühen kann.“

Und mit solch einem schönen Gefühl „im Bauch“ kann der Autor nach hause fahren und der Leser das Buch zufrieden zuklappen und zum späteren erneuten Lesen in sein Regal stellen.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch für alle die sich trauen, zu träumen und mehr noch, die eigenen Träume anzunehmen und sich auf sie ebenso wie auf sich selber einzulassen.




128 Seiten, 7,00 € (D)
Piper Verlag
ISBN: 978-3-492-26286-6
Erscheint am 22. Oktober
__________________

Die klimatischen Bedingungen in der Hölle sind sicher sehr ungeeignet,
die Gesellschaft dort aber wäre von Interesse.
(Oscar Wilde)

Geändert von Laoghaire (18.10.2008 um 22:59 Uhr)
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