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| Forum-Guru Registriert seit: 18.01.2006 Ort: Am Rande
Beiträge: 1.582
| Eschbach spielt in seinem Roman ein beängstigendes Szenario durch, in welchem das Ende der Erdölförderung im Mittelpunkt steht. Der wichtigste Rohstoff der Neuzeit geht zu Ende, die Fördermengen werden immer geringer. Was geschieht dann? Wie verändert sich was? Das sind Fragen, die Eschbach versucht zu beantworten. Es fängt bei Supermarkt-Ketten an, die "aus der Mode" kommen, weil die Leute wegen der enorm gestiegenen Benzin-Preise wieder an ihrem Wohnort einkaufen - im Tante-Emma-Laden. Es rächt sich auch der Import-Wahn, etwa aus Fernost. Durch die gestiegenen Rohstoffpreise werden dort produzierte Waren unerschwinglich. Eigenproduktion steht wieder im Vordergrund. Anhand einer Familie wird die gesamte Geschichte der Erdölförderung nachgezeichnet und am Ende ein kurzer Blick in die Zukunft geschickt, in der das "gute Geschirr" aus Plastik besteht, da Plastik dann teurer als Gold ist. Toll recherchierter Roman, mit Fakten gespickt und perfekt, vor allem flüssig, in einen spannenden Handlungsrahmen eingestrickt! Nach "Das Jesus-Video" und "Eine Billion Dollar" (beide übrigens ebenfalls lesenswert und nicht zu vergleichen mit Verfilmungen) wieder ein spannender Roman von Andreas Eschbach - Daumen mehr als hoch!
__________________ Lewwer ERFURTSCH als ANGELSÄCHS'CH! Das sagt und MEINT der hockschter aus der Nr. 43, dort, wo das Waidmuseum steht! |
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