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| | #51 (permalink) | ||||||
| Forum-Tester Registriert seit: 23.09.2008
Beiträge: 36
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Durch Mindestlöhne kriegt man das Problem übrigens nicht in den Griff, weil die Unternehmen teurer verkaufen müssten und deshalb einen Nachteil erlangen. Wir brauchen Geduld, Vertrauen in die eigene Kraft (so phrasenhaft das jetzt klingen mag) und unternehmerfreundliche Rahmenbedingungen durch die Politik. Zitat:
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Abschließend möchte ich meinem Befremden Ausdruck verleihen, wie hier teilweise Rot-Rot-Grün glorifiziert wird und auf der anderen Seite so getan wird, als drohe uns unter den Schwarzen der Hungertod. Das ist einfach fernab der Realität, bei allen Kritikpunkten, die man immer aufzählen kann. Thüringen geht es heute viiiel besser als vor 20 Jahren, das sollten wir nicht vergessen. Geändert von Gardist (11.10.2009 um 10:23 Uhr) | ||||||
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| | #52 (permalink) | |
| Forum-Legende Registriert seit: 22.05.2006 Ort: Puffbohnau
Beiträge: 8.517
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Es ist nicht meine Absicht, zu "glorifizieren". Gewiß haben auch in der CDU-Basis wie auch in den anderen Parteien sehr viele engagierte Menschen in den letzten 20 Jahren Großartiges geleistet und werden das weiter tun. Meine extreme Unzufriedenheit ist der Favoritismus und die Filzkungelei, welche sich in diesen letzten 20 Jahren in Erfurt und Thüringen eingeschliffen hat. Mir gefällt die Art und Weise nicht, wie Chancen für Thüringen nicht genutzt und umgesetzt werden. Jedesmal, wenn ich ins innerdeutsche Ausland fahre und sehe wie bei gleichen Lebenshaltungskosten die Leute mindestens das Doppelte bei weniger Stress verdienen, da geht mir die Muffe, aber gewaltig! :096: Es ist richtig, dass es der Mehrheit der Thüringer besser geht, wenn sie sich durch Arbeit und dem Netto am Monatsende dieses "Bessergehen" leisten können. Es ist richtig, dass man sich zur Zeit persönlich, beruflich und kulturell sein Leben mehr und mehr gestalten kann. Es gibt alles zu kaufen, es gibt Wohlstand für die, die es sich leisten können. Richtig ist auch, dass Thüringen aus denkbar schlechten Voraussetzungen das bestehende Wirtschaftsgefüge geschaffen hat. Wirtschaften und Unternehmertum sind Erfahrungssache und hat viel mit Weitblick zu tun. Diesen Weitblick vermisse ich immer öfter. Der "Bevölkerungs-Aderlass" geht unaufhörlich weiter: Das "Umlegen des Schalters" erfordert ein Anheben des Lohns für die gleiche Arbeit auf das gleiche Niveau wie in Bayern, Hessen, Niedersachsen etc. Punkt. Wenn es Unternehmer nicht schaffen, aus wirtschaftlichen, markttypischen Gründen diese Löhne zu zahlen, dann muss der Bund diese Lohndifferenz ausgleichen. Bei den Banken hat er es schon gemacht :laughing1: Das "Prinzip Hoffnung" ist eine trügerische Weltsicht. "Es wird schon werden". "Wir schaffen das". Zukunft muss geplant und erarbeitet werden. Mindestlohn ist kein Gift für die Wirtschaft. Billiglohn ist dagegen Gift für den Binnenmarkt, weil sich eine Arbeitskraft unter das Existenzminimum verkauft, immer tiefer rutscht und immer billiger arbeitet. Keine nennenswerte Kaufkraft hat. Es gibt kein Ende dieser Billiglohnspirale außer den Mindestlohn. Als Folge des Billiglohnes arbeiten viele Thüringer außerhalb, wohnen werktags außerhalb oder pendeln jeden Tag und ziehen, wenn nicht sofort, dann später ins innerdeutsche Ausland um. Wiederkommen? Sehr oft habe ich Gespräche mit Außerhalb-Thüringern geführt. Dem Wunsch der Rückkehr steht nur eins im Wege: Das Netto im Geldbeutel. So einfach ist das. Zum Mittelstand: Es gibt in Thüringen keinen. 97,6% der Firmen sind Klein- und Kleinstbetriebe mit langfristigen Arbeitsverträgen und Löhnen im 1000-1500€-netto-Bereich. Kaufkraft und Steuerbeiträge sind dem entsprechend. Die wenigen Großbetriebe (2,4%) können von heute auf morgen das Land verlassen und sie zahlen die wenigsten, wenn überhaupt, Steuern. Damit sind wir beim Unternehmertum: Wo, bitteschön, wird heute der weitsichtige unternehmerische Nachwuchs ausgebildet? Stichwort Unternehmensnachfolge im Zeichen des demografischen Wandels? Wo bleibt die Kontinuität? Es gibt immer weniger Existenzgründer, sprich: Mutige mit Energie und Ideen. Dem gegenüber steht eine Bürokratie, die zeitraubend und umsatzgefährdent ist. Investoren werden nicht von Parteien oder Organisationen ins Land "geholt". Investitionen geschehen in Folge sehr persönlicher Kontakte und über Konzepte, die dem Investor langfristig Gewinn bringen und im Land Arbeit schaffen. Wie schwierig es ist, Arbeitsplätze zu schaffen, weiß ich jetze aus eigener Erfahrung. Selbst mit staatlicher Förderung lohnt sich das bei mir nicht. Ich muss auf Selbständige setzen, denn der Markt gibt aufgrund zu wenig netto und Angst immer weniger Stundensatz in Thüringen her. Folge: Ich arbeite auch außerhalb. Wegen dem etablierten Billiglohn. Lieber Gardist, ich bin für ein modernes und innovatives Thüringen, das sich selbst versorgen und in Schlüsselbereichen Produkte für sich und den Markt produzieren kann. Mit weniger Geld muss jetze mehr geschaffen werden. Das bringt die aktuelle ThCDU nicht fertig. Der Wahlauftrag wird ignoriert. Wenn heute nichts getan wird, weil gewisse Damen und Herren in der Regierung zu bequem sind, kommt in 5 Jahren Links-Grün. Das ist so sicher wie dass wir bis 2020 weiter die Besten und Klügsten verlieren. Das letzte Jahrzehnt wurde in Thüringen am Bürger vorbei regiert. Er wurde nicht eingebunden und angehört. Im Landes- wie auch im kommunalen Bereich. Viele haben deswegen aufgegeben und sich nicht mehr engagiert. Das muss sich ändern!
__________________ Demokratien werden weder von extremistischen Parteien noch von Terroristen zu Fall gebracht, sondern durch das Versagen ihres gewählten Führungspersonals Karl Georg Zinn Computerwalzer :laughing1: | |
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| | #53 (permalink) |
| Administrator Forum-Inventar | ich gehöre weder der einen politischen richtung, noch der anderen an. also wenn nun die ergebnisse der landtagswahl nur die wahl zwischen teufel und belzebub zulassen, muss man sich in seiner zustimmung einem übels positionieren. da liegt mir im moment rot-rot-grün (welches rot man nun vor dran stellt ist mir dabei egal) lieber. schwarz hatte genug zeit, um veränderungen in thüringen herbeizuführen. wer aber die demokratie mit füßen tritt und ein vom volk gewünschtes bürgerbegehren immer wieder erschwert oder gar schon im keim ersticken will, nur hat es nicht verdient weiter zu regieren. an der kampagne gegen einen bürgerwillen waren lieberknecht und co. genauso beteiligt, wie der rest, der nun die veränderung mit der spd will. althaus war nur der chef der truppe. die spd wollte veränderung - hey klar, man tausche eine person aus und setze vier eigene minister und bejuble den fortschritt. ich war übrigens wählen, mit dem ziel der veränderung und aber nicht dieser.
__________________ Wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten! |
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| | #54 (permalink) | |||||
| Forum-Legende Registriert seit: 22.05.2006 Ort: Puffbohnau
Beiträge: 8.517
| Bin gerade dabei das TA-Forum durchzuarbeiten: "LinksChaoten/Militanten" vs. "SchwarzKonservative" vs. "SPD-Wähler, die verraten wurden" vs. andere. Sachlich ist die Diskussion im TA-Forum nicht... mich wunderts, dass dort keiner moderiert und Grenzen setzt. Einige Perlen: Zitat:
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Achtung Satire! YouTube - Marc-Uwe Kling: Wer hat uns verraten?
__________________ Demokratien werden weder von extremistischen Parteien noch von Terroristen zu Fall gebracht, sondern durch das Versagen ihres gewählten Führungspersonals Karl Georg Zinn Computerwalzer :laughing1: Geändert von Robi_san (12.10.2009 um 01:28 Uhr) | |||||
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| | #55 (permalink) |
| Forum-Legende Registriert seit: 22.05.2006 Ort: Puffbohnau
Beiträge: 8.517
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__________________ Demokratien werden weder von extremistischen Parteien noch von Terroristen zu Fall gebracht, sondern durch das Versagen ihres gewählten Führungspersonals Karl Georg Zinn Computerwalzer :laughing1: |
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| Stichworte |
| denkzettel, landtagswahl, nichtwähler, thüringen |
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