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Politik? Politik! Entscheidungen des Stadtrats und die Politik im Rathaus - hier ist der Platz für Ihre Meinungen dazu.

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Alt 11.10.2009, 10:14   #51 (permalink)
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Zitat:
Ein "Augen zu und durch" des Herrn Matschie ist nicht nur der Ruin der ThSPD. Es ist der Ruin der Bürger.
Starker Tobak...uns droht der Ruin?

Zitat:
Ein bisschen Kungelei, Diäten-Selbstbedienung
Natürlich, unter Rot-Rot-Grün gibt's das nicht mehr! Endlich wieder saubere Politik!

Zitat:
Fachkräfteflucht
Den größten Aderlass gab es in den 1950er und 1990er Jahren. Das ist keine schöne Entwicklung, aber der Schalter lässt sich wieder umlegen. Thüringen hat landschaftlich und kulturell viel zu bieten, in vielen Bereichen werden Fachkräfte wieder gesucht. Die Löhne müssen kein süddeutsches Niveau haben, wenn die Lebenshaltungskosten hier niedriger sind. Aber steigen müssten sie schon.

Zitat:
Billiglohn
Ja, das ist ein negativer Punkt. Der Mittelstand muss sich weiterentwickeln, noch mehr Absatzmärkte erschlossen und Forschung intensiviert werden. Während westdeutsche Unternehmen 60 Jahre Zeit hatten in einer größtenteils vom Aufschwung geprägten Nachkriegsära, sind ostdeutsche Firmen erst 20 Jahre auf dem Markt in wesentlich schwierigeren Gefilden; dazu gibt es immer noch eine gewisse Abhängigkeit vom Subventionen.
Durch Mindestlöhne kriegt man das Problem übrigens nicht in den Griff, weil die Unternehmen teurer verkaufen müssten und deshalb einen Nachteil erlangen. Wir brauchen Geduld, Vertrauen in die eigene Kraft (so phrasenhaft das jetzt klingen mag) und unternehmerfreundliche Rahmenbedingungen durch die Politik.

Zitat:
Investorenvergraulung
Und bei einem linken Bündnis stehen die Investoren Schlange oder wie? :laughing7:

Zitat:
Steuervergeudung
Mittelfristig muss immer gelten: Nicht mehr ausgeben als einnehmen. Aber bei der Verschuldung (betrifft fast alle Bundesländer) kann einem schon angst und bange werden Das ist für mich das allergrößte Problem, zumal die Zinslast auf Kosten von Investitionen in Bildung und Infrastruktur geht! Ich fürchte, dass die Wahlversprechen der Linken uns teurer zu stehen kämen als die Versprechen anderer Parteien. Zum Glück sind dem Schuldenmachen durch die neue Schuldenbremse enge Grenzen gesetzt worden.

Abschließend möchte ich meinem Befremden Ausdruck verleihen, wie hier teilweise Rot-Rot-Grün glorifiziert wird und auf der anderen Seite so getan wird, als drohe uns unter den Schwarzen der Hungertod. Das ist einfach fernab der Realität, bei allen Kritikpunkten, die man immer aufzählen kann. Thüringen geht es heute viiiel besser als vor 20 Jahren, das sollten wir nicht vergessen.

Geändert von Gardist (11.10.2009 um 10:23 Uhr)
Gardist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2009, 15:34   #52 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Gardist Beitrag anzeigen
Abschließend möchte ich meinem Befremden Ausdruck verleihen, wie hier teilweise Rot-Rot-Grün glorifiziert wird und auf der anderen Seite so getan wird, als drohe uns unter den Schwarzen der Hungertod. Das ist einfach fernab der Realität, bei allen Kritikpunkten, die man immer aufzählen kann. Thüringen geht es heute viiiel besser als vor 20 Jahren, das sollten wir nicht vergessen.
Darauf habe ich gewartet, dass man mich in die Rot-Grün-Rote Schublade steckt Aber mal wieder daneben... ich bin eher auf der Seite der Bürgerinitiative "Bündnis für mehr Demokratie in Thüringen". Außerdem stelle ich die politische Vernunft der SPD-Führung in Frage.

Es ist nicht meine Absicht, zu "glorifizieren". Gewiß haben auch in der CDU-Basis wie auch in den anderen Parteien sehr viele engagierte Menschen in den letzten 20 Jahren Großartiges geleistet und werden das weiter tun.

Meine extreme Unzufriedenheit ist der Favoritismus und die Filzkungelei, welche sich in diesen letzten 20 Jahren in Erfurt und Thüringen eingeschliffen hat. Mir gefällt die Art und Weise nicht, wie Chancen für Thüringen nicht genutzt und umgesetzt werden. Jedesmal, wenn ich ins innerdeutsche Ausland fahre und sehe wie bei gleichen Lebenshaltungskosten die Leute mindestens das Doppelte bei weniger Stress verdienen, da geht mir die Muffe, aber gewaltig! :096:

Es ist richtig, dass es der Mehrheit der Thüringer besser geht, wenn sie sich durch Arbeit und dem Netto am Monatsende dieses "Bessergehen" leisten können. Es ist richtig, dass man sich zur Zeit persönlich, beruflich und kulturell sein Leben mehr und mehr gestalten kann. Es gibt alles zu kaufen, es gibt Wohlstand für die, die es sich leisten können.

Richtig ist auch, dass Thüringen aus denkbar schlechten Voraussetzungen das bestehende Wirtschaftsgefüge geschaffen hat.
Wirtschaften und Unternehmertum sind Erfahrungssache und hat viel mit Weitblick zu tun. Diesen Weitblick vermisse ich immer öfter.

Der "Bevölkerungs-Aderlass" geht unaufhörlich weiter: Das "Umlegen des Schalters" erfordert ein Anheben des Lohns für die gleiche Arbeit auf das gleiche Niveau wie in Bayern, Hessen, Niedersachsen etc. Punkt. Wenn es Unternehmer nicht schaffen, aus wirtschaftlichen, markttypischen Gründen diese Löhne zu zahlen, dann muss der Bund diese Lohndifferenz ausgleichen.
Bei den Banken hat er es schon gemacht :laughing1:

Das "Prinzip Hoffnung" ist eine trügerische Weltsicht. "Es wird schon werden". "Wir schaffen das". Zukunft muss geplant und erarbeitet werden.

Mindestlohn ist kein Gift für die Wirtschaft. Billiglohn ist dagegen Gift für den Binnenmarkt, weil sich eine Arbeitskraft unter das Existenzminimum verkauft, immer tiefer rutscht und immer billiger arbeitet. Keine nennenswerte Kaufkraft hat. Es gibt kein Ende dieser Billiglohnspirale außer den Mindestlohn.
Als Folge des Billiglohnes arbeiten viele Thüringer außerhalb, wohnen werktags außerhalb oder pendeln jeden Tag und ziehen, wenn nicht sofort, dann später ins innerdeutsche Ausland um.

Wiederkommen? Sehr oft habe ich Gespräche mit Außerhalb-Thüringern geführt. Dem Wunsch der Rückkehr steht nur eins im Wege: Das Netto im Geldbeutel. So einfach ist das.

Zum Mittelstand: Es gibt in Thüringen keinen. 97,6% der Firmen sind Klein- und Kleinstbetriebe mit langfristigen Arbeitsverträgen und Löhnen im 1000-1500€-netto-Bereich. Kaufkraft und Steuerbeiträge sind dem entsprechend.

Die wenigen Großbetriebe (2,4%) können von heute auf morgen das Land verlassen und sie zahlen die wenigsten, wenn überhaupt, Steuern.

Damit sind wir beim Unternehmertum: Wo, bitteschön, wird heute der weitsichtige unternehmerische Nachwuchs ausgebildet? Stichwort Unternehmensnachfolge im Zeichen des demografischen Wandels? Wo bleibt die Kontinuität?
Es gibt immer weniger Existenzgründer, sprich: Mutige mit Energie und Ideen. Dem gegenüber steht eine Bürokratie, die zeitraubend und umsatzgefährdent ist.

Investoren werden nicht von Parteien oder Organisationen ins Land "geholt". Investitionen geschehen in Folge sehr persönlicher Kontakte und über Konzepte, die dem Investor langfristig Gewinn bringen und im Land Arbeit schaffen.

Wie schwierig es ist, Arbeitsplätze zu schaffen, weiß ich jetze aus eigener Erfahrung. Selbst mit staatlicher Förderung lohnt sich das bei mir nicht. Ich muss auf Selbständige setzen, denn der Markt gibt aufgrund zu wenig netto und Angst immer weniger Stundensatz in Thüringen her.
Folge: Ich arbeite auch außerhalb. Wegen dem etablierten Billiglohn.

Lieber Gardist, ich bin für ein modernes und innovatives Thüringen, das sich selbst versorgen und in Schlüsselbereichen Produkte für sich und den Markt produzieren kann.
Mit weniger Geld muss jetze mehr geschaffen werden. Das bringt die aktuelle ThCDU nicht fertig.

Der Wahlauftrag wird ignoriert. Wenn heute nichts getan wird, weil gewisse Damen und Herren in der Regierung zu bequem sind, kommt in 5 Jahren Links-Grün. Das ist so sicher wie dass wir bis 2020 weiter die Besten und Klügsten verlieren.

Das letzte Jahrzehnt wurde in Thüringen am Bürger vorbei regiert. Er wurde nicht eingebunden und angehört. Im Landes- wie auch im kommunalen Bereich. Viele haben deswegen aufgegeben und sich nicht mehr engagiert.

Das muss sich ändern!
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Alt 11.10.2009, 23:01   #53 (permalink)
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ich gehöre weder der einen politischen richtung, noch der anderen an. also wenn nun die ergebnisse der landtagswahl nur die wahl zwischen teufel und belzebub zulassen, muss man sich in seiner zustimmung einem übels positionieren. da liegt mir im moment rot-rot-grün (welches rot man nun vor dran stellt ist mir dabei egal) lieber. schwarz hatte genug zeit, um veränderungen in thüringen herbeizuführen. wer aber die demokratie mit füßen tritt und ein vom volk gewünschtes bürgerbegehren immer wieder erschwert oder gar schon im keim ersticken will, nur hat es nicht verdient weiter zu regieren. an der kampagne gegen einen bürgerwillen waren lieberknecht und co. genauso beteiligt, wie der rest, der nun die veränderung mit der spd will. althaus war nur der chef der truppe. die spd wollte veränderung - hey klar, man tausche eine person aus und setze vier eigene minister und bejuble den fortschritt.

ich war übrigens wählen, mit dem ziel der veränderung und aber nicht dieser.
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Alt 12.10.2009, 00:02   #54 (permalink)
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Bin gerade dabei das TA-Forum durchzuarbeiten:

"LinksChaoten/Militanten" vs. "SchwarzKonservative" vs. "SPD-Wähler, die verraten wurden" vs. andere.

Sachlich ist die Diskussion im TA-Forum nicht... mich wunderts, dass dort keiner moderiert und Grenzen setzt. Einige Perlen:

Zitat:
"Es kann nicht sein, was nicht sein darf - auch wenn es besser für die Thüringer oder deren Willen ist"
Zitat:
Vermutlich wird die SPD hierzulande weiter in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Aber das ist ein Problem der SPD selbst. Schließlich hat sie ja auch Matschie nicht daran gehindert seine Kritiker in der eigenen Partei in der Vergangenheit kalt zu stellen. Die Frage ist doch aber auch: Brauchen wir eine "SPD" überhaupt? Will ich Kapitalismus - wähle ich CDU, bin ich Millionär und will radikalen Kapitalismus - wähle ich FDP. Will ich eine sozialere Gesellschaft, will Mindestlöhne bin ich gegen deutsche Beteiligung an Kriegseinsätzen, wähle ich die Linken. Also für mich sehe ich da keinen Grund, überhaupt die SPD zu wählen...
Zitat:
Was soll man der SPD überhaupt noch glauben? Links blinken, rechts abbiegen scheint das neue Parteiprogramm zu sein.
Zitat:
Was machen die bloss mit dem vielen Pulver in Erf? Mir stinkts für solche Luschen einfach ne Menge Steuern zahlen zu müssen. Deshalb will ich die weghaben und sehen obs andre besser können. Ich halte diese Pfaffen einfach für inkompetent. Und, ich weiss dass man es besser machen kann. Wenn die so weiter murksen ist bald keiner mehr da der die Firmen mal weitermacht...,
ja trotz der Krise, in Suhl hats Paragon, Autozulieferer Elektronik, erwischt...
da hängt auch jemand dran von dem ich noch was sehen möchte, iss aber wahrscheinlich weg...
Zitat:
wir verstehen die welt nicht mehr,bei der landeswahl wurde die cdu abgestraft und mit hilfe des herrn matschie soll sie schon wieder regieren dürfen,das versthen wir als wahltäuschung. haben die herren von der spd angst vor den linken, möglicherweise haben diese gute ideen. aber hier geht es nur die macht, einmal ministerpräsident, wird alles vergessen sein. man mus sich nicht wundern, daß soviel menschen nicht zur wahl gehen.mal sehen, welche köpfe rollen werden um die unbequemen genossen los zu werden. eine komödie ist einfach besser
ps.
Achtung Satire!
YouTube - Marc-Uwe Kling: Wer hat uns verraten?
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Geändert von Robi_san (12.10.2009 um 01:28 Uhr)
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Alt 12.10.2009, 01:06   #55 (permalink)
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denkzettel, landtagswahl, nichtwähler, thüringen

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