Frühjahrsputz startet – Kampf gegen Einwegbecher

In einer Auftaktveranstaltung am Montag, 3. April, wurde durch Oberbürger­meister Andreas Bausewein und Marco Schmidt, den Geschäftsführer der SWE Stadtwirtschaft GmbH, zum Frühjahrsputz in Erfurt aufgerufen.

Wenn auch nicht so schneereich, hat der letzte Winter seine Spuren in Form von Schmutz und Streustoffen auf den Straßen und Gehwegen der Stadt hinterlassen. Weitere öffentliche Flächen sind – obwohl überall Papierkörbe vorhanden – durch Papier, Plastikreste, Dosen, und anderes mehr verschmutzt. Gerade bei schönem Wetter und wenn es viele Menschen in die Innenstadt und Parks zieht, kann es vorkommen, dass die Papierkörbe voll sind. Grund sind die vielen Einwegbecher.

Die Stadtverwaltung und die Stadtwerke rufen dazu auf, auf Einwegbecher möglichst zu verzichten. Die Alternative: Mehrwegbecher nutzen und diesen mit dem Getränk füllen lassen. Mit Imbissbesitzern, Bäckereien und Cafés soll das Gespräch gesucht werden, um Alternativen für Einwegbecher oder bessere Entsorgungsmöglichkeiten zu finden. Denkbar ist zum Beispiel eine Interaktive Karte: In welches Café kann ich meinen Becher mitbringen? Oder Aufkleber: „Mehrwegbecher sind willkommen“ an den Café-Tür.

Die Stadtverwaltung wird die anfallenden Reinigungs- und Pflegearbeiten mit Unterstützung der SWE Stadtwirtschaft GmbH durchführen, eine Auf­gabe, die sich nicht auf das Frühjahr beschränkt, denn: Zu tun gibt es wie immer genug! So wurde bereits mit der Aufnahme des sich auf den Fahrbahnen, Gehwegen und Plätzen befindlichen Streugutes, welches im Rahmen des Winterdienstes durch die SWE Stadtwirtschaft GmbH beziehungsweise durch die Stadt zur Abstumpfung aufgebracht wurde, begonnen.

Des Weiteren erfolgen Zusatzreinigungen der öffentlichen Parkplätze sowie der Geh- und Radwege. Die im Innenstadtbereich aufgestellten rund 270 Papierkörbe werden gereinigt, Graffiti sowie Aufkleber entfernt und not­wendige Reparaturen durchgeführt. Jeder Einzelne kann einen Beitrag für eine saubere Stadt leisten – und das über das Frühjahr hinaus. Der Aufruf zur Frühjahrsreinigung richtet sich an alle Grundstückseigentümer, Ein­wohner, Unternehmen, Bürger, Mieter, Vereine, Initiativen und Einrich­tungen, sich neben der Stadt Erfurt und der SWE Stadtwirtschaft GmbH an der Frühjahrsreinigung zu beteiligen.

Fakten Frühjahrsreinigung

Reinigung von Gehwegen und Straßen im Rahmen der Winterdienstnachsorge
Der Umfang der Leistungen bestimmt sich aus den Flächen der Gehwege und Straßen, die nicht Bestandteil der satzungsgemäßen Reinigung sind bzw. keine konkrete Zuordnung zum Grundstückseigentümer vorweisen und damit im öffentlichen Interesse liegen. Dort den Schmutz und Reste des Streugutes zu beseitigen betrifft folgende Flächen bzw. Strecken

Leistungsumfang Gehwege:
ca. 25 km Länge Gehwege
ca. 4,5 km Länge Gehwege auf Brücken
347 Fußgängerquerungsstellen (an Ampelanlagen etc.)

Leistungsumfang Straßen:
D III (Steigungen) – ca. 34,92 km Spurlänge
N–Netz regulär – ca. 322,00 km Spurlänge (überwiegend Anliegerreinigung)
(Im D I und D II–Netz ist keine Nachreinigung erforderlich, da diese aus­schließlich mit Feuchtsalz gestreut wurden und kein Streumaterial aufgenommen werden muss)

Leistungsumfang Parkplätze:
ca. 8. km Spurlänge auf öffentlichen Parkplätzen

Beräumung wilder Ablagerungen:
Die Beräumung wilder Ablagerungen erfolgt gemäß der Anforderungsliste des Umwelt- und Naturschutzamtes und wird bis zum 28. April abge­schlossen sein.

Instandsetzung und Reinigung von öffentlichen Papierkörben:
Die im Innenstadtbereich aufgestellten Papierkörbe (ca. 250 St.) werden im Rahmen der Frühjahrsreinigung gereinigt. Notwendige Reparaturen werden in diesem Zusammenhang ebenfalls durchgeführt.

Jeder kann einen Beitrag zur Sauberkeit leisten: Angefangen von Abfällen, die in die überall vorhandenen Papierkörben gehören bis zur Sauberhaltung der öffentlichen Straßen, Geh- und Radwege, die gemäß Straßenreinigungs­satzung über das gesamte Kalenderjahr geregelt ist. Nach der Satzung der Stadt Erfurt sind alle Grundstückseigentümer, Betriebe und Einrichtungen verpflichtet, die ihnen zugeordneten Teile der öffentlichen Straße regel­mäßig, aber mindestens vor Sonn- und Feiertagen zu reinigen, übermäßige Verschmutzungen zu vermeiden beziehungsweise sofort zu beseitigen.

Fakten Einwegbecher
Einwegbecher verbrauchen eine große Menge an Ressourcen und ihre Lebensdauer ist kurz. Nach durchschnittlich 15 Minuten werden sie zu Abfall.

Pro Jahr kommt in Deutschland durch Coffee-to-go-Becher eine unvorstell­bare Menge zusammen: Stündlich werden rund 320 000 Einwegbecher ver­braucht. Das macht rund drei Milliarden Becher im Jahr. Ressourcenver­brauch Für die Herstellung werden zehntausend Tonnen Holz, Kunststoff sowie Milliarden Liter Wasser benötigt.