Keine Siegchance gegen Larvik

Der Thüringer HC unterlag im letzten Heimspiel der Vorrunde dem norwegischen Meister Larvik HK mit 22:25 (10:14). Die meisten Treffer der Partie erzielten für den THC Iveta Luzumova (7/3) und für die Gäste Emilie Christensen (6). Jana Krause im THC-Tor sorgte mit starken Paraden für ein Übergewicht im direkten Vergleich.

Beide Mannschaften konnten ihren ersten Angriff nicht ins Ziel bringen. Larvik konnte per Tempogegenstoß mit 1:0 in Führung gehen. Postwendend erzielte Luzumova im 1-gegen-1 den Ausgleich. Das Spiel entwickelte sich von Anfang an zum Kampfspiel. Die Führung wechselte mehrmals. Nach einer Zeitstrafe gegen Kerstin Wohlbold konnte Morena Lima de Araju die Gäste erstmals mit zwei Treffern in Führung bringen (2:4 / 6. Minute).

Die Thüringerinnen taten sich schwer gegen Larviks offensive Abwehr. Beate Scheffknecht scheiterte aus dem Rückraum mehrmals an Torfrau Guro Rundbraten. Diese entschärfte auch beim Stand von 3:6 einen Strafwurf von Iveta Luzumova. Trainer Herbert Müller zog in der 13. Minute die Notbremse und nahm seine erste Auszeit (3:7).

Torhüterin Jana Krause hielt ihre Mannschaft mit grandiosen Paraden im Spiel. Im Angriff klappte gar nichts. Herbert Müller wechselte die Taktik, schickte eine siebte Feldspielerin auf die Platte. Anika Niederwieser erlöste ihre Mannschaft nach zehn torlosen Minuten und traf zum 4:7.
Die Abwehr des Thüringer HC stand stabil und sicher. Jana Krause entschärfte weiterhin immer wieder hochkarätige Chancen. Der Thüringer HC kämpfte um den Anschluss, aber zunächst blieb es beim Abstand von vier Toren. (7:11 / 21. Minute). Nun nahm auch Larvik seine erste Auszeit. Doch dies war mehr ein Weckruf für den deutschen Vizemeister. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff verwandelte Iveta Luzumova per Siebenmeter zum 9:11. Larvik fing sich wieder und die Thüringerinnen haderten erneut mit ihrer Abschlussschwäche. Die Norwegerinnen konnten durch drei Treffer in Folge ihre Führung wieder auf 14:9 ausbauen. In die Kabinen ging es mit 10:14.

Lydia Jakubisova eröffnete die zweite Hälfte mit einem Treffer von Rechtsaußen. Der THC zeigte weiterhin im Angriffsspiel eine schwache Leistung. Dadurch konnte der Abstand nicht verkleinert werden. Lavrik konnte die Führung sogar auf 17:11 ausbauen. Den Kampfeswillen könnte man den THC-Frauen nicht absprechen. Josefine Huber traf im Nachwurf per Heber zum 14:18 (40. Minute). Die norwegische Kreisspielerin Morena Lima de Araujo konnte sich immer wieder stark in Szene setzen. Sie erzielte das 20:15 für ihre Mannschaft. Der THC schaffte es einfach nicht den Abstand zu verkürzen. Großchancen wurden reihenweise vergeben. Im Tempogegenstoß, nach einem klugen Steal, verkürzte Kapitänin Kerstin in der 49.Minute auf 18:21. Daraufhin nahm Larviks Trainer Tor Odvar Moen seine nächste Auszeit. Kurz darauf scheiterte Iveta Luzumova an der starken Torhüterin Guro Rundbraten. Im Gegenzug erzielte Emilie Christensen das 22:18 für Lavrik. Im nächsten Angriff erhöhte sie sogar auf fünf Tore. Die Thüringerinnen gaben sich aber nicht auf. Beate Scheffknecht erzielte im 1-gegen-1 das 19:23. Danach lief Kerstin Wohlbold einen Tempogegenstoß, Jana Krause parierte sensationell und schickte Josefine Huber ebenfalls zum Tempogegenstoß – da waren es nur noch zwei (21:23 / 57. Minute).

Am Ende verliert der Thüringer HC mit 22:25 und steht damit nach der Gesamttordifferenz auf Platz 4 der Tabelle. Sollten beide Teams ihre letzten beiden Spiele verlieren, wäre aber der THC im direkten Vergleich im Vorteil und zöge in die Hauptrunde ein. Während die Thüringerinnen zu Vardar Skopje müssen, empfangen die Norwegerinnen FTC-Rail Cargo Hungaria zum Heimspiel in dem sie nicht chancenlos sind. Ein Punktgewinn bedeutet für den THC das „Aus“ in der CL, dafür ginge der Auftritt auf europäischem Parkett im EHF-Cup weiter.

Bericht: Stephanie Lapp
Liveticker: Bernd Hohnstein
Fotos: Franziska Johanna Braun Galerie auf der THC-Facebook-Seite

Stimmen zum Spiel:

Odvar Tor Moen (LHK): Es war ein wichtiges Spiel für unsere junge Mannschaft. Ich war sehr zufrieden. Beide Mannschaft haben noch die Chance die Hauptrunde zu erreichen, wir werden dafür alles geben.

Herbert Müller( THC): 22 Tore sind zu wenig. Wir haben zuviele Chancen liegen gelassen. Unsere Würfe waren nicht überlegt genug und wir haben zuviele Fehler gemacht. Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf, sie haben alles gegeben. Der Focus in dieser Woche lag auf dem Spiel gegen Bietgheim. Es war ein Kampf bis zum Schluss und wir wollten das Spiel noch drehen. Wir werden die Entwicklung in der Champions League jetzt so nehmen wie sie kommt. Wir werden auf jeden Fall weiter international dabei sein.

Statistik:

Thüringer HC: Jana Krause, Dinah Eckerle; Beate Scheffknecht 5/2, Alexandra Mazzucco1, Meike Schmelzer 2, Anika Niederwieser 1, Iveta Luzumova 7/3, Lydia Jakubisova 1, Kerstin Wohlbold 2, Josefine Huber 3.

Larvik HK: Guro Rundbraten, Gabriela Goncalves Dias Moreschi; Mari Finstad Bergum 2, Marie Duvholt Kaspersen, Hege Loken, Mathilde Rivas Toft 3, Kristine Breistol 2, Tine Stange, Martine Wolff, Tonje Roth Berglie 4, Cassandra Tollbring 4, Maria Hjertner 2, Emilie Christensen 6, Tamires Morena Lima de Araujo 2.

Strafwürfe: 7/5 – 0/0.

Zeitstrafen: 4 – 3.

Zuschauer: 1600.

Schiedsrichter: Jelena Vujacic/Andjelina Kazanegra (MNE).

EHF-Delegierte: Janka Stasova (SVK).

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Weitere Informationen unter:
http://www.thueringer-hc.de
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