Ruhig bleiben – arbeiten – punkten

Der THC führt die Bundesligatabelle mit fünf Punkten Vorsprung auf den Verfolger Bietigheim an, zu dem am Sonntag die Reise geht – zum bereits vierten Aufeinandertreffen in dieser Saison geht. (Anwurf 17 Uhr) Nach den Turbulenzen zum Rückrundenauftakt, wo vor allem Verfolger Bietigheim drei Punkte abgegeben hat, treffen am Sonntag nun in der Champions League zum zweiten Male die beiden deutschen Hauptrundenteams aufeinander. Am Mittwoch geht es dann nach Neckarsulm.

Zunächst verkündeten Geschäftsführer Tobias Busch und Trainer Herbert Müller die Vertragsverlängerung von Anne Hubinger um ein weiteres Jahr. Damit steht für 2018/19 mit Hubinger – Luzumova – Bölk ein schlagkräftiger Rückraum zu Buche, wobei Anne Hubinger aber erst einmal ganz gesund werden muss. „Der Verein gibt ihr dazu alle Zeit der Welt.“, sagt dazu Herbert Müller und ergänzt „Dabei ist der Zeitfaktor derzeit überhaupt nicht zu definieren, sie soll zu 100 % gesunden, dann sehen wir weiter“.

„Nach dem Spiel ist Training“, meint Herbert Müller und spielt damit auf die Belastungen der englischen Wochen an. „Gestern haben wir ein ansprechendes, schnelles Handballspiel gesehen, mit einem guten Ergebnis und grandiosen 20 Handballminuten in der ersten Halbzeit, die das torreiche Spiel entschieden haben.“ Wir haben mal die Statistik bemüht, 24 Tore hat noch nie eine THC-Mannschaft in der Bundesliga in einer Halbzeit geworfen. Nach einer Deckungsumstellung zog der THC plötzlich Tor um Tor weg, um zur Halbzeit mit 24:13 das Spiel zu entscheiden. Zuvor hatte die Abwehr keinen Zugriff vor allem auf Angie Geschke bekommen und hat so Jana Krause im Tor hoffnungslos allein gelassen. Die zweite Halbzeit, mit vielen technischen Fehlern und leichten Ballverlusten, ist auch ein Spiegelbild für die Belastungen in englischen Wochen, erklärt Herbert Müller. Besonders hervorheben möchte er aber die Leistung von Gordana Mitrovic, der er 60 Minuten lang Spielzeit gab. Herbert Müller sieht es ganz entspannt und denkt überhaupt nicht daran, in der Bundesliga schon von Vorentscheidung zu sprechen. Im Gegenteil: „Ich habe schon vor Wochen gesagt, es kann einer mit zweistelligen Minuspunkten Meister werden, da ist überhaupt noch nichts entschieden. Man sieht es gerade an Metzingen, die sind schon wieder mit einem Punkt am Tabellenzweiten dran.“

Nachdem die Hausaufgaben in der Bundesliga wieder einmal gelöst sind, geht es nun wieder in die Hauptrunde der Champions League, wo die Mannschaft nicht den Druck der Bundesliga hat. Beide deutsche Mannschaften können nach Lage der Dinge wohl nicht mehr ins Viertelfinale einziehen. In Bietigheim will Müller allen Spielerinnen lange Einsatzzeiten geben, mit Gordana Mitrovic auch wieder beginnen, auch Patricia da Silva auf Rechtsaußen einsetzen. Die Mädels sollen Spaß am Handball haben. In der Champions League ist das eben anders als in der Bundesliga.

Herbert Müller bleibt entspannt, setzt in Bietigheim sein Team überhaupt nicht unter Druck. Wir schauen jetzt nur auf uns, wollen in den nächsten Wochen unsere Hausaufgaben machen. Dabei spielt auch sein Team an der Leistungsgrenze und die englischen Wochen gehen jetzt mit den drei Rückspielen in die zweite Runde.

Zum Kader:
Macarena Aguilar Diaz wurde am Mittwoch wegen Knieproblemen geschont, auch Anika Niederwieser hat noch Schulterprobleme. Anne Hubinger wird definitiv in dieser Saison noch nicht spielen und auch Nina Schilk fällt weiterhin aus. Alle anderen sind einsatzbereit.

In den Medien:
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