Frische Gestaltungsideen für den egapark

Eine Kugelbahn entstand Anfang Mai auf der Staudenschau an der Wasserachse im egapark. Ein Findling, kugelförmige Buchsbäume und ein Ring aus rotlaubigen Berberitzen sind Teil eines Gestaltungsentwurfs, mit dem die angehenden Landschaftsarchitektinnen Emily Schulte und Karina Legutke einen Studentenwettbewerb des egapark Erfurt gewonnen haben. Während ihres Studiums hatten beide im Wintersemester 2014/ 2015 im Modul „Pflanzenverwendung und Vegetationstechnik“ ein Pflanzkonzept für die Fläche an der Wasserachse entwickelt, das von der Jury für die praktische Umsetzung ausgewählt wurde.
An der Vollendung des Beets– dem Setzen der Pflanzen – wirkten die Entwurfsverfasserin Karina Legutke und zwei weitere Kommilitonen am 4. Mai 2017 mit. Auf den abgesteckten Teilflächen wurden Stauden und Gräser auslegt und gemeinsam mit den egapark-Gärtnern gepflanzt.

Die Idee, den Studierenden in der Zusammenarbeit mit dem egapark die Möglichkeit zu geben, theoretische wie praxisnahe Erfahrungen zu sammeln, wurde von Prof. Dr. Wolfgang Borchardt von der Fachhochschule Erfurt, Fachrichtung Landschaftsarchitektur, an den egapark herangetragen. „Wir haben mögliche Flächen auf unserem Gelände zusammengestellt, für die die Studierenden Gestaltungsvorschläge unterbreiten sollten“, erzählt Daniel Zugwurst, Assistent Parkmanagement im egapark Erfurt. Sieben Flächen, darunter Stauden- und Gehölzbeete an der Wasserachse, im Rosengarten und an den Pflanzenschauhäusern, standen für die Wettbewerbsteilnehmer zur Auswahl. In vorbereitenden Workshops hatten die Verantwortlichen des egapark mit den Studierenden Anforderungen abgestimmt und die ausgewählten Flächen vorgestellt. „Es gab von unserer Seite zwei Vorgaben. Die Beetumgebung sollte von den Studenten in ihren Überlegungen mit eingebunden werden. Zudem mussten die Pflanzungen standortgerecht und auch gut pflegbar konzipiert werden“, erläutert Daniel Zugwurst das Herangehen im Rückblick. Insgesamt 19 Konzepte wurden von den Studierenden eingereicht und von der Jury bewertet.

Emily Schulte und Karina Legutke lieferten mit ihrer Konzeption „Kugelbahn“ die beste Idee für eine Fläche parallel zur historischen Wasserachse im egapark, die nun als erster Vorschlag umgesetzt wird. Schattenleuchten“ von Katharina Haschke und Ursel Schmidtpeter überzeugte als Entwurf für ein Schattenbeet im Rosengarten. Die Umsetzung dieses prämierten Wettbewerbsbeitrages muss noch etwas warten. Nahe dem Beet werden notwendige Arbeiten an der Leitungstrasse ausgeführt, dadurch wird die ausgewählte Beetfläche unweigerlich in Mitleidenschaft gezogen.
Die Erkenntnis aus dem Wettbewerb war durchweg positiv. Weitere gemeinsame Projekte von egapark und Fachhochschule sollen folgen.