Foto: Matthias Lehmann aus Meißen hat die Krämerbrückeninstallation 2026 geschaffen.
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt
Während das Wahrzeichen der Thüringer Landeshauptstadt das ganze Jahr über ein Anziehungspunkt ist, steht es alljährlich am dritten Juniwochenende besonders im Fokus: Zum Krämerbrückenfest pilgern tausende Besucherinnen und Besucher über die bewohnte Gewölbebrücke, um Kunst, Kultur und traditionelles Handwerk zu erleben. Seit 2014 wird die Brücke dafür mit einer besonderen, thematisch offenen Kunstaktion in Szene gesetzt.
In diesem Jahr zieht das Werk „Schichtung“ die Blicke nach oben: Mehrere trapezförmige Stoffbahnen aus einem naturweißen, seidig-transluzenten Gewebe spannen sich horizontal über die Brücke und überlagern sich zu einem offenen, vielschichtigen Raumgefüge. Die präzise gespannten Bahnen formen ein Dach — eine ruhige, filigrane Geometrie, die sich zu einem spannungsreichen Ganzen fügt. Je nach Tageszeit und Standpunkt filtert das Gewebe das Licht anders, wirft wechselnde Schatten auf Fassaden und das Pflaster und verwandelt die vertraute Gasse in einen behüteten Raum.

