Die Direktorin der Kunstmuseen Prof. Dr. Elke Werner, die Leiterin der Künstlerwerkstätten Mandy Rasch und die stellvertretende Kulturdirektorin Johanna Kiesler bedankten sich für das passionierte künstlerische Engagement des Künstlers für die Stadt Erfurt und hoben neben den Schmuck- und Emailwerken des Künstlers auch seine Bedeutung als Vermittler dieser Handwerkstechniken und prägenden Geist der Erfurter Künstlerwerkstätten hervor. „Besonders faszinierend ist, wie Rolf Linder immer wieder innovative technische und gestalterische Ansätze entwickelte und sich dabei schon früh international orientierte“, so Prof. Dr. Elke Werner mit Blick auf die zahlreichen Arbeiten von Rolf Lindner im Sammlungsbestand des Angermuseums.
Mit Kustodin Dr. Miriam Krautwurst sprach Lindner anschließend über einige vor Ort präsentierte Schmuck- und Emailwerke und erläuterte seine persönlichen Hintergründe und Inspirationen. Den Besucherinnen und Besuchern präsentierte das Angermuseum hierfür nicht nur ausgewählte Werke Lindners in der Sammlungspräsentation „Goldlack und Kakteen“, sondern auch eine besondere Brosche aus dem Depot des Angermuseums, sowie eine bis vor kurzem verloren geglaubte Email-Arbeit.
Als Mitbegründer des 1984 erstmals stattfindenden Erfurter Schmucksymposiums hat Rolf Lindner neben Uta Feiler und Helmut Senf nachhaltig dazu beigetragen, dass sich bis heute internationale Künstlerinnen und Künstler alle zwei Jahre austauschen, gemeinsam arbeiten und voneinander lernen. Da die Künstlerwerkstätten 1984 noch nicht bestanden, lud er die Teilnehmenden des Symposiums zunächst in seine eigene Werkstatt ein. Nach der Gründung der Künstlerwerkstätten gab er seine Expertise in zahlreichen Email- und Schmuckkursen an andere Kunstschaffende weiter. Auch an der Berufsschule in Arnstadt, der Handwerkskammer Erfurt und in anderen Bildungseinrichtungen war er als Dozent tätig.
