Geänderte Öffnungszeiten der Alten Synagoge während des Ausstellungsaufbaus



Die Ermordung von Rosa Luxemburg durch Freikorps am 15. Januar 1919 nimmt der Erinnerungsort Topf & Söhne zum Anlass, eine neue große Buchveröffentlichung über ihr Leben vorzustellen.

Ihr Biograf, der Historiker und Verleger apl. Prof. Dr. Ernst Piper, wird über die 1871 in einer jüdischen Familie im russischen Teil Polens geborene Rosa Luxemburg sprechen. Als rastlose Kämpferin für die europäische Arbeiterbewegung engagierte sie sich in nicht weniger als sieben verschiedenen sozialistischen Parteien. Auf SPD-Parteitagen war sie eine der wenigen Frauen und die einzige mit einem Doktortitel. Rosa Luxemburg war die bedeutendste marxistische Denkerin ihrer Zeit, aber auch literarisch hochgebildet. Sie widersetzte sich jeder Art von Nationalismus, als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach und die SPD den Kriegskrediten zustimmte, brach für sie eine Welt zusammen.

Das Andenken an sie war jahrzehntelang von der KPD und später der SED geprägt, die einerseits eifrig eine Märtyrerlegende pflegten und andererseits den „Luxemburgismus“ verdammten. Ihre Revolutionstheorie, ihr Freiheitsbegriff und ihr unbedingter Internationalismus haben immer wieder Protestbewegungen inspiriert. Ihr berühmter Satz „Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden“ war ein programmatischer Bezugspunkt der DDR-Opposition.

Die Veranstaltung findet am 15. Januar um 19 Uhr in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung statt. Ihr stellvertretender Vorsitzender Peter Reif-Spirek wird moderieren. Der Eintritt ist frei.



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