Gemälde mit verschiedenen farbigen Flächen in Rot- und Blautönen



Am Sonnabend, dem 6. November 2021, wird um 16 Uhr im Angermuseum Erfurt die Sonderausstellung „Fritz Winter. Durchbruch zur Farbe“ eröffnet. Die retrospektiv angelegte Ausstellung mit Werken aus allen Schaffensphasen des Künstlers entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Emil Schumacher Museum in Hagen und dem Fritz-Winter-Haus in Ahlen.


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Foto: Die roten Felder, 1961, Öl auf Leinwand, 135 x 145 cm, Sammlung Ströher
Foto: © VG Bild-Kunst 2021

Zur Ausstellungseröffnung sprechen Prof. Dr. Kai Uwe Schierz (Direktor der Kunstmuseen Erfurt), Rouven Lotz (Direktor der Emil Schumacher Museums Hagen) und Thomas von Taschitzki (Kurator). Musikalisch begleitet wird die Eröffnung durch Daniel Gutiérrez am Cello.

Der 1905 in Altenbögge geborene Maler und Grafiker Fritz Winter studierte von 1927 bis 1930 am Bauhaus Dessau u.a. bei Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky und Paul Klee. Nach seinem Studium blieb er den Ideen der künstlerischen Avantgarde seiner Zeit treu und arbeitete ab 1930 in Berlin als freischaffender Künstler. 1931 bis 1933 unterrichtete er an der Pädagogischen Akademie in Halle (Saale), bis ihm durch die Nationalsozialisten der Lehrauftrag entzogen wurde. Im Verlauf der Aktion „Entartete Kunst“ wurden seine Werke in öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt, er selbst mit einem Malverbot belegt und 1939 zum Kriegsdienst verpflichtet. Nach Verwundung und Kriegsgefangenschaft kehrte Winter 1949 nach Deutschland zurück und war im gleichen Jahr Mitbegründer der Künstlergruppe ZEN 49 in München. Mit seinen Teilnahmen an der „documenta“ 1 bis 3 in Kassel sowie weiteren nationalen und internationalen Ausstellungen verkörperte er den künstlerischen Aufbruchsgeist der jungen Bundesrepublik Deutschland.

Rund 70 Jahre nach der ersten Werkschau Fritz Winters in Hagen, die 1950 im Karl-Ernst-Osthaus-Museum eingerichtet wurde, und etwa 90 Jahre nach der ersten Präsenz seines Werkes in Erfurt möchte die aktuelle Ausstellung eine neue Annäherung an das Werk ermöglichen. Die retrospektiv angelegte Ausstellung zeigt rund 100 bekannte wie auch selten präsentierte Werke des Künstlers.
 

Führungen durch die Sonderausstellung – Dauer ca. 60 Minuten

  • donnerstags, 16:00 Uhr: 18. November 2021, 2. Dezember 2021, 16. Dezember 2021, 13. Januar 2022, 27. Januar 2022
  • sonntags, 11:15 Uhr: 6. Februar 2022

Kostenfreie Kunstpause – Vorstellung eines Kunstwerks, Dauer ca. 15 Minuten:

  • mittwochs, 13:00 Uhr: bis 2. Februar 2022

Förderer und Unterstützende

Staatskanzlei Thüringen
Sparkasse Mittelthüringen
Hotel Zumnorde Erfurt



Mehr dazu auf der Quell-Seite: Erfurt.de

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