„Krisen überstehen wir am besten gemeinsam!“



Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 begannen die neuen Herrscher, ihnen unbequeme Schriften zu vernichten. Bücher kritischer und den Machthabern unliebsamer Autoren werden medienwirksam am 10. Mai auf dem Berliner Opernplatz verbrannt. Das war aber nur die Initialzündung. Mittels einer „schwarzen Liste“ wurden alle Bibliotheken, Büchereien, Hochschulen und Universitäten angewiesen, ihre Bücherbestände zu „säubern“.

Zwölf Erfurterinnen und Erfurter wollten eigentlich mit Lesesequenzen und Musik an die 127 Autorinnen und Autoren, deren Ideen und Gedanken den Flammen zum Opfer fielen, erinnern. „Jede Generation muss sich die Vergangenheit neu erzählen und die ,Omas gegen rechts‘ wollen die junge Generation dabei unterstützen“, erklärte Frau Dr. Hellena Horst, Mitinitiatoren der Omas gegen rechts .e.V.

Da diese Aktion aufgrund der Pandemie nicht wie geplant stattfinden kann, dokumentiert eine Tafelausstellung in der ersten Etage der Bibliothek am Domplatz die Ereignisse im Juni 1933 in Erfurt. Die Literaturwissenschaftlerin Dr. Ida Spirek und die Kunsthistorikerin Eike Küstner haben die Dokumente im Jahr 2013 recherchiert und zusammengestellt. Die Schau stellt den Auftakt einer stadtweiten Aktionsreihe „Bücher aus dem Feuer“ des Vereins Omas gegen rechts e.V. dar.

Für den Besuch der Ausstellung gilt das aktuelle Hygienekonzept der Stadt- und Regionalbibliothek.



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