Champions League Saison gut beenden


Die Champions League Hauptrunde wird dieses Wochenende beendet. Der THC reist zum Abschluss schon morgen, um 06:00 Uhr nach Frankfurt, fliegt von dort nach Bukarest, wo am Freitag, den 8. März, um 18:00 gegen den rumänischen Meister CSM Bukarest gespielt wird.

Rückblick: Vor dem Spiel gegen den norwegischen Meister Vipers Kristiansand siegte der THC auswärts am 16. Bundesligaspieltag in Buxtehude. Der Erfolg war erkämpft, am Ende aber deutlich und verdient. Dieser Sieg war der 200. Bundesliga-Sieg für Herbert und Helfried Müller mit dem Thüringer HC. 200 Siege in 234 Spielen, bei nur 26 Niederlagen – 8 Partien endeten Unentschieden. Das ist eine großartige, wohl einmalige Bilanz. In jüngster Bundesligageschichte wurde so der Thüringer HC unter den beiden Müller-Brüdern zum erfolgreichsten Frauenhandball Club in Deutschland.

Das Abenteuer Champions League neigt sich in dieser Saison dem Ende zu. Bevor Herbert Müller auf den Rückblick gegen Vipers Kristiansand zu sprechen kam, verteilte er an die Gäste erst einmal Komplimente. Toll was das norwegische Team da auf die Beine gestellt hat und wie sie in ganz kurzer Zeit gewachsen sind. Sie können immer noch Platz zwei in der Gruppe erreichen und haben dann die Chance auf das FINAL4 in Budapest. Davon kann eine deutsche Mannschaft leider nur träumen.“

Mit der eigenen Mannschaft war er in der ersten Halbzeit einmal wieder gar nicht zufrieden. Schon seit längerer Zeit zeigt sich so beim THC eine fehlende Konstanz. Die Mannschaft erreichte im Angriff keine Durchschlagskraft, vergab zu Beginn reihenweise die Chancen, scheiterte immer wieder an Katrine Lunde im Tor oder an Pfosten und Latte.

In der Halbzeitpause hat der Trainer seiner Mannschaft neuen Mut zugesprochen, sie zu mehr Selbstbewusstsein motiviert, was gefruchtet hat. Da kam das THC-Team sogar mal wieder näher, zeigte sich phasenweise auf Augenhöhe. Bei Emily Bölk waren Herbert Müllers Worte auf besonders fruchtbaren Boden gefallen, sie war in der zweiten Halbzeit wurfstärker und treffsicherer. Die Vipers zu gefährden gelang indes nicht, die gewannen am Ende klar und verdient, nach einer ausgeglichenen zweiten Halbzeit (12:12).

Überrascht zeigte sich Herbert Müller über die Niederlage Bukarests in Ljubljana.  Nun ist sogar Bukarest unter Zugzwang, weil bei einem Sieg von Vipers über Györ nur noch ein dritter Platz in der Gruppe möglich ist. Der würde das Erreichen des FINAL4 deutlich erschweren.


Iveta Luzumova erzielt im Hinspiel einen ihrer Treffer – sie liegt aktuell nur einen Treffer in der Torwertung der CL
hinter Ana Gros zurück. (Archiv-Foto: Franziska Braun)

Zum Spiel:

Herbert Müller gefällt das nicht, jetzt muss Bukarest um jeden Preis gegen den THC im abschließenden Spiel, am Freitag, 08.03.19 – 18:00 gewinnen. Dort will die Müller-Truppe das Abenteuer Champions League mit einem guten Auftritt, mit Freude und Spaß zum Abschluss bringen. „Es ist so schön, gegen die Besten der Welt zu spielen“, sagt Herbert Müller und fordert deshalb von seiner Mannschaft, in der Bundesliga alles zu geben, zehn Spiele in Serie zu gewinnen, um das Ziel Champions League auch in der kommenden Saison zu erreichen.

Das Spiel in Budapest ist für den THC-Trainer, der in Rumänien geboren ist, eine besondere Reise, eine Reise in die Vergangenheit. „Schön, mal wieder in das Geburtsland zurückzukehren“, sagt Herbert Müller. Er will sein Team gegen die mit zahlreichen Weltklasse-Stars wie Jovanka Radicevic, Dragana Cjivic oder Andrea Lekic gespickte Mannschaft noch einmal auf ein hohes Level heben, um in der Bundesliga dann gegen Bietigheim den Kampf um die Meisterschaft zu bestehen. Der Deutsche Meister ist in Bukarest großer Außenseiter, aber darin liegt auch immer eine Chance. Gerade auswärts, in Györ beim besten Klub der Welt und auch in Budapest ist der THC in dieser Saison ganz stark aufgetreten, hat jeweils nur knapp eine Sensation verpasst. Das sollte auch für Bukarest der Anspruch sein.

Zum Kader: Bei den Langzeitverletzten gibt es nichts Neues. Es wird das gleiche Team, wie zuletzt, auch in Bukarest spielen.

In den Medien: Das Spiel ist im Livestream vonehftv.com zu verfolgen – wie gewohnt gibt es den Liveticker des MDR/THC.

Bericht: HaJo Steinbach



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