Foto: So sehen die renovierten Böden nun aus.
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt
Die Gebäude stammen aus den 1990er-Jahren und sind seitdem im Dauereinsatz. Über die Jahre haben sich deutliche Schäden entwickelt, vor allem an den Bodenplatten und der Entwässerung. Besonders problematisch war bislang, dass sich Wasser in den Fahrbereichen sammeln konnte, was die Arbeit erschwerte. Eine einfache Reparatur kam deshalb nicht infrage. Stattdessen wurde abschnittsweise die gesamte Bodenplatte zurückgebaut und neu aufgebaut. Die Umsetzung erfolgt mit moderner Technik, angepasster Entwässerung und rutschfesten Oberflächen.
„Wir sorgen hier nicht nur für den Erhalt der Bausubstanz, sondern verbessern ganz konkret die Arbeitsbedingungen der Einsatzkräfte“, erklärt Matthias Bärwolff, Beigeordneter für Bau, Verkehr und Umwelt. „Gerade bei Einsätzen zählt jede Sekunde. Deshalb müssen Wege sicher, zuverlässig und ohne Hindernisse nutzbar sein.“
Die Arbeiten sind aufwendig, auch weil Feuerwehr und Rettungsdienst rund um die Uhr einsatzbereit bleiben müssen. Deshalb erfolgt die Sanierung in mehreren Abschnitten, die sich über mehrere Jahre erstrecken. Der erste Abschnitt der Fahrzeughalle der Hauptfeuerwehr wurde seit Frühjahr 2025 erneuert, seit Frühjahr 2026 folgt der zweite Abschnitt. Parallel dazu wurde auch das Entwässerungssystem im Innenhof erneuert, das den heutigen Anforderungen nicht mehr genügte. Dabei wurden Leitungen, Anschlüsse und Flächen vollständig überarbeitet und an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Ab Frühjahr 2027 wird als dritter Abschnitt der Bodenbelag der Fahrzeughalle der Rettungsleitstelle erneuert.
Arne Ott, Amtsleiter des Amtes für Gebäudemanagement, betont die Dimension des Projektes: „Wir greifen hier tief in die bestehende Struktur ein. Das lässt sich nur mit sorgfältiger Planung und enger Abstimmung mit der Feuerwehr umsetzen. Unser Ziel ist es, die Abläufe so wenig wie möglich zu beeinträchtigen und gleichzeitig eine nachhaltige Lösung zu schaffen.“
Die Stadt investiert rund 3,27 Millionen Euro in die Maßnahme. Sie ist Teil eines größeren Gesamtvorhabens, denn auch darüber hinaus wird der Standort weiterentwickelt. So sind die Planungen für die neue Regionalleitstelle Mitte bereits weitestgehend abgeschlossen. Die bestehende Leitstelle ist an ihre Grenzen gestoßen und kann nicht mehr erweitert werden. Ein Neubau soll künftig moderne Arbeitsbedingungen schaffen und die Zusammenarbeit von Leitstelle und Feuerwehr weiter verbessern.
Der geplante Neubau wird direkt an das bestehende Gefahrenschutzzentrum anschließen und eine funktionale Einheit bilden. Neben den Leitstellenarbeitsplätzen entstehen dort auch Räume für die Freiwillige Feuerwehr Marbach sowie für Ausbildung, Technik und Aufenthalt. Der Baustart ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen.
„Mit diesen Investitionen stärken wir langfristig die Gefahrenabwehr in Erfurt“, so Bärwolff. „Wir schaffen moderne Strukturen, die den steigenden Anforderungen gerecht werden – und das kommt am Ende allen Bürgerinnen und Bürgern zugute.“
Weitere Informationen zu laufenden und abgeschlossenen Hochbauprojekten gibt es unter: www.erfurt.de/ef127245.

