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Schwarz-Weiß Erfurt unterlag im mitteldeutschen Duell beim Dresdner SC vor über 2000 Zuschauern deutlich mit 0:3 und war dabei von einem erhofften Satzgewinn weit entfernt.

Die Hoffnung, den schon traditionell klar favorisierten DSC-Damen in deren Halle das Leben ähnlich wie vor einem Jahr schwer zu machen, erfüllt sich auf Gästeseite nicht. Unterm Strich waren sie an diesem Abend den Sachsen nicht gewachsen.

Erfurts Trainer rotierte in der Aufstellung etwas und schonte Antonia Stautz und Vera Mulder, um angesichts der Englischen Wochen die Belastungen zu verteilen. Erstmals durfte Darja Erzen auf Diagonal ran und das Außenangreiferpaar hieß Blanchfield/Hellvig.

Den besseren Start hatten zwar die Gastgeberinnen, doch robbte sich Erfurt wieder heran. Vom 11:11 bis zum 16:15 war es eine Begegnung auf Augenhöhe. Nach den zwei folgenden Dresdner Punkten, zog Konstantin Bitter die schon obligatorische Option des Doppelwechsels. Jedoch verpuffte die erhoffte Wirkung komplett, Erfurts Spiel bekam einen Bruch und der DSC siegte deutlich mit 25:17.

In den zweiten Satz startete Erfurt besser (3:1-Führung), um dann aber wieder in ein Leistungsloch zu fallen. Dresden lag schnell mit 7:4 vorne und nach Sarah Straubes Aufschlagserie, die später als MVP ausgezeichnet wurde, stand es vorentscheidend 16:11. Der Waibl-Sechser brachte den Vorsprung sicher mit 25:19 nach Hause.

Ein katastrophaler Start in den dritten Durchgang ließ früh klar werden, dass Schwarz-Weiß an diesem Abend nichts mehr zu lachen hatte. 0:10 stand es aus Erfurter Sicht, als Kayla Hanelines zehnter Aufschlag zu Erfurts erstem Punkt ins Aus flog. Das Spielende war früh nahe. Die SWE-Spielerinnen waren zwar um Ergebniskosmetik bemüht, was ihnen auch gelang, aber zu mehr reichte es nicht. Der nach einigen Wechseln veränderte DSC-Sechser gewann mühelos mit 25:15 den letzten Satz.

Dresden, das als verdienter Sieger vom Spielfeld ging, war den Thüringerinnen in allen Elementen überlegen – am deutlichsten im Bereich Aufschlag und Annahme. Sehr zur Freude der Mittelblockerinnen Strubbe und Haneline, die sich als punktbeste Akteurinnen nach Herzenslust austoben konnten. Wie die Auswertung des Derbys aussehen wird, darüber grübelte Erfurts Coach noch auf der Heimfahrt. Einzig positiver Aspekt des Abends waren die Leistungen von Erfurts MVP Jaidyn Blanchfield und Darja Erzen.

Trotz enttäuschender Vorstellung muss der Blick von Schwarz-Weiß Erfurt schnell nach vorne gerichtet werden. Bereits am Samstag kommt Aachen zum Pokal-Viertelfinale in die Riethsporthalle, bevor es am darauffolgenden Mittwoch im Teil zwei um Punkte geht.StS; Fotos: Denis Trapp

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