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Wer kennt es nicht: Der Wecker hat nicht geklingelt, man zieht sich in aller Eile an und richtet sich um ohne den morgendlichen Kaffee ins Auto zu springen, um noch rechtzeitig zur Arbeit zu gelangen. Natürlich nimmt man jede rote Ampel auf der Straße mit und ist viel zu schnell unterwegs, um nicht allzu spät zu erscheinen. Und plötzlich blitzt es auf, man tritt auf die Bremse und weiß eigentlich, dass es schon zu spät ist: Man wurde von einem Blitzer erwischt. Seit Jahresbeginn ist der Bußgeldkatalog erhöht worden, was die Einnahmen der Stadtkassen zusätzlich steigert. Wer also schneller auf den Straßen unterwegs ist als normalerweise vom Tempolimit erlaubt, muss inzwischen tief in die Tasche greifen. Wer öfter davon betroffen ist, sollte sich also über Immediate Edge Erfahrungen informieren, um die Ausgaben in irgendeiner Form adäquat kompensieren zu können. Im letzten Jahr, 2021, kam hierbei für die Städte in und um Thüringen einiges für den Haushalt der einzelnen Städte zusammen, mithilfe der Raser.

Städte erfreuen sich an dem Zuschussgeschäft

Mit den Einnahmen durch die aufgestellten Blitzer haben thüringische Städte auch im letzten Jahr gutes Geld eingenommen, ob das dieses Jahr auch der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.

Dort, wo das Tempolimit kontrolliert wird, sind die Blitzer für die Gemeinden nicht nur zur Abschreckung für Raser da, sondern oftmals auch ein lukratives Zuschussgeschäft.

In Erfurt waren es circa zwei Millionen Euro, welche 2021 in den laufenden Haushalt durch die Blitzer-Einnahmen eingeflossen sind, wie eine Sprecherin der Stadt mitteilte. Die Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeiten werden in der über 200.000 Einwohner-Stadt mit insgesamt fünf ortsfesten, zwei semi-stationären und einer mobilen Messtation kontrolliert und registriert. Andere Nichteinhaltung der Verkehrsregeln werden primär von der Polizei erfasst und sind nicht in die Zahlen eingerechnet. Eine Zweckbindung der eingenommenen Gelder scheint nicht zu bestehen.

Bei den Geschwindigkeitsmessungen in Jena sind im letzten Jahr ungefähr 2,1 Millionen Euro gesammelt worden. Im ersten Coronajahr mit seinen Lockdowns waren es nicht einmal 1,95 Millionen. Im Jahr zuvor, also 2019, kamen durch Radarfallen noch 2,4 Millionen zusammen. In der Stadt mit circa 110.000 Einwohnen mit ihren Studenten kommen regelmäßig fünf ortsgebunden und fünf mobile Blitzanlagen zum Einsatz.

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Die städtischen Geschwindigkeitsmessungen an 54 Tagen führten im letzten Jahr in Nordhausen zu Verwarnungs- und Bußgeldeinnahmen in Höhe von circa 145.000 Euro. Dabei wurden über 6400 Verfahren wegen Geschwindigkeitsübertretungen durch die zuständigen Behörden der Stadt Nordhausen eingeleitet. Nach Angaben der Stadt habe sich die durchschnittliche Anzahl der Verstöße pro Messtag im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. Demnach waren die Einnahmen auch knapp 15.000 Euro über denen vom Jahr 2020.

In Weimar wurden an insgesamt neun Standorten Geschwindigkeitsverstöße im Straßenverkehr registriert. Daraus ergaben sich Einnahmen in Höhe von knapp 700.000 Euro. Da 2021 Standorte der stationären Überwachung eingestellt wurden, sind die Werte zu den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar. 2020 waren es über 200.000 Euro und im Jahr 2019, ausgenommen der Ausgaben, ungefähr 275.000 Euro.

 

 

 

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