Die Pest, die Angst und der Schatz von Erfurt

Am 14. Juli 2016 wurde der Film “Die Pest, die Angst und der Schatz von Erfurt” exklusiv vor der Erstausstrahlung im MDR-Fernsehen im Open Air-Kino des Kulturhofs zum Güldenen Krönbacken einem gespannten Erfurter Publikum vorgeführt. Aufgrund des großen Interesses zeigt das Museum Alte Synagoge in Kooperation mit dem MDR den Film aus der Reihe “Geschichte Mitteldeutschlands” nun ein zweites Mal – am 2. Februar um 19:30 Uhr im Rahmen des Begleitprogramms zur aktuellen Sonderausstellung “.euch hindert hieran nymandt. Die Pogrome von Köln und Erfurt 1349”.

Der Film thematisiert – wie die Sonderausstellung – das Pogrom vom 21. März 1349, bei dem die jüdische Gemeinde von Erfurt ausgelöscht wurde und stützt sich auf aktuelle Forschungen. Diese zeigen, dass die Interessenslage der verschiedenen stadtpolitischen Akteure deutlich komplexer war, als bislang angenommen: Das Pogrom war keineswegs nur ein akuter Ausbruch des allgemeinen Antijudaismus aus Angst vor der Pest, sondern hatte seine Ursachen auch im Wunsch nach größerer politischer Macht und stärkerem wirtschaftlichen Einfluss.

Nach dem Film bitten die Kuratoren der Sonderausstellung, Dr. Maria Stürzebecher und Hardy Eidam, Gabriele Rose, die Regisseurin und Autorin des Films, zum Gespräch.

Einlass in die Alte Synagoge ist ab 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen zur Ausstellung, die noch bis zum 19. März zu sehen ist, sowie zu weiteren Veranstaltungen in der Alten Synagoge sind auf www.alte-synagoge.erfurt.de zu finden.