vier Männer stehen in einer Eisenbahnunterführung und halten Entwürfe in die Kamera

Noch schmücken Schmierereien den Stahlbeton. Das soll sich im Juni ändern: Unter 22 Bewerbungen auf die städtische Ausschreibung haben sich Felix Schwager und Stefan Kowalczyk durchgesetzt und verwandeln die Eisenbahnbrücke in der Puschkinstraße in eine tierische Fabelwelt.

 „Nach der Brücke in der Löberstraße ist es schon das zweite Projekt, das wir gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG in Angriff nehmen“, freut sich Andreas Horn, Erfurts Beigeordneter für Sicherheit und Umwelt. „Die künstlerische Gestaltung soll die Brücken nicht nur baulich aufwerten, sondern auch das subjektive Sicherheitsempfinden stärken.“ Das Pilotprojekt hat zudem – bis auf eine kleine Ausnahme – bewiesen, dass Schmierereien ausbleiben, sobald die Wände professionell gestaltet sind. Den Ergebnissen des „World Cafés Graffiti“ wird ebenso Rechnung getragen: Vertreter der Stadtratsfraktionen, Immobilieneigentümer und Erfurter Künstler hatten sich im Frühjahr 2018 für mehr Street Art in der Landeshauptstadt ausgesprochen.

Über die Kooperation mit dem Kriminalpräventiven Rat der Stadt Erfurt ist auch Tim Golombek froh. Er ist Leiter Instandhaltung der DB Netz AG in Erfurt. Hohe Summen investiert das Unternehmen in die Entfernung staatsfeindlicher Parolen. „Man wird nicht Herr der Lage“, so Golombek. Deswegen soll es auch nicht das letzte gemeinsame Projekt sein.

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