Erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Erfurter Synagogenabend“ wird auch im Jahr 2016 fortgesetzt

Am Dienstag, dem 5. Januar, bildet ein Vortrag der renommierten Historikerin und Judaistin Prof. Dr. Tal Ilan von der Freien Universität Berlin den diesjährigen Auftakt des Erfurter Synagogenabends. Sie spricht um 19:30 Uhr in der Alten Synagoge über den Wandel des jüdischen Ritualbads, der Mikwe, von einer männlichen zu einer weiblichen Institution.
 
Auch an den darauffolgenden Synagogenabenden wird ein interessantes Programm geboten: Von Dr. Diana Matut von der Universität Halle erfahren wir über Mythos und Wirklichkeit des Schtetl, also Siedlungen mit hohem jüdischen Bevölkerungsanteil in Ostmitteleuropa vor dem Zweiten Weltkrieg. Dr. Esther Graf geht der Frage nach, was Kunst jüdisch macht. Der Wandel von Synagogen ist Schwerpunkt des Vortrags von Felicitas Heimann-Jelinek aus Wien. Die Alte Synagoge mit ihrem Holzwerk und Dachstuhl steht im Mittelpunkt des Vortrags von Christian Misch vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie.
 
Das Musikgymnasium Schloss Belvedere hat darüber hinaus zugesagt, auch 2016 wieder mit vier Konzerten auf dem Erfurter Synagogenabend vertreten zu sein. Schüler und Schülerinnen lassen durch ihre Klänge im alten Tanz­saal aus dem 19. Jahrhundert eine ganz besondere Atmosphäre entstehen.
Einen weiteren musikalischen Höhepunkt bildet am 3. Mai ein Konzert mit zeitgenössischen Kompositionen und alten jüdischen Gesängen. Unter dem Titel „Memokot – Orte“ werden Werke von Amit Gilutz, Bnaya Halperin-Kaddari, Eres Holz, Sarah Nemtsov und Amir Shpilman dargeboten.
 
Der Eintritt zu den Synagogenabenden ist frei. Einlass ist jeweils ab 19:00 Uhr, Beginn um 19:30 Uhr. Ein Jahresprogramm erhalten Sie in der Alten Synagoge. Aktuelle Ankündigungen finden Sie auf der Homepage der Alten Synagoge sowie in der Presse.
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