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Erstes Heimspiel – erster Sieg – MVP: Rica Maase

Nach knapp zweistündigem Kampf hat Schwarz-Weiß Erfurt den ersten Sieg der Saison eingefahren. Einen 0:1-Satzrückstand wandelten die Thüringerinnen nach einer deutlichen Leistungssteigerung in einen 3:1-Heimsieg gegen den VC Wiesbaden.

Das umkämpfte Spiel, das beide vor der Partie erwartet hatten, bekamen die gut 350 Zuschauer von beiden Kontrahenten geliefert. Zunächst hatten die Gäste aus Wiesbaden jedoch die Oberhand, setzten sich Mitte des ersten Satzes auf vier Punkte Vorsprung ab und brachten diesen zum 25:21 ins Ziel. Erfurt produzierte zu viele Eigenfehler, einzig Rica Maase war mit ihren knallharten Angriffen schon auf Betriebstemperatur.

Auch zu Beginn des zweiten Satzes merkte man den SWE-Damen den Druck an, dass viele hofften, gegen Wiesbaden einen Sieg zu erleben. Nach anderthalb Sätzen kam dann auch etwas Ruhe in die Aktionen, die Eigenfehlerquote sank und der Block fand zusehends Zugriff auf die Angriffe. Bis dahin konnte z. B. Laura Künzler schallten und wallten wie sie wollte. Eine Drei-Punkte-Serie vom 18:18 zum 21:18 ließ dann das Pendel zugunsten der Gastgeberinnen ausschlagen, der Satzausgleich (25:22) war geschafft.

Im dritten Durchgang hatte der VCW wieder den besseren Start und führte mit 12:8. Dann kam jedoch „Toni“ Stautz zum Aufschlag und servierte insgesamt acht Mal. Schwarz-weiß ging mit 16:12 in Führung und jetzt war auch der Funke zum Publikum übergesprungen. Der Weg zur 2:1-Satzführung war geebnet. Ein Wiesbadener Aufschlagfehler beim dritten Satzball beendete den dritten Durchgang (25:20).

Der drohenden Niederlage erwehrten sich die Spielerinnen von Trainer „Bene“ Frank aber im vierten Satz, wieder führten sie mit vier Punkten Vorsprung (11:7). Diesmal sollte eine Aufschlagserie von Corina Glaab die Wende bringen. Aus einem 7:11 wurde ein 13:11 aus Erfurter Sicht und die SWE-Mittelblockerinnen punkteten reihenweise. Insgesamt 15 Blockpunkte gingen auf das Konto von Jazmine White und Elisabeth Sandbothe. Die Schlacht war aber längst noch nicht geschlagen. Wiesbaden drehte den Spieß erneut, hatte bei den 22:20- und 24:23-Führungen den Tiebreak vor Augen, die Schwarz-Weiß jeweils egalisieren konnte. Dass ausgerechnet „Elli“ Sandbothe, der zu Spielbeginn am Aufschlag mehrfach die Nerven versagten, mit einem lupenreinen Ass dieses Spiel beenden würde, war sinnbildlich für die Steigerung der Gastgeberinnen im Spielverlauf.

Nach der berechtigten Freude von Mannschaft, Trainerteam und allen Erfurter Anhängern über diesen schwer erkämpften, aber letztendlich verdienten Sieg, geht der Blick von Trainer Konstantin Bitter auf die nächste Aufgabe in Aachen. „Ich muss nachbereiten und das Spiel in Aachen vorbereiten“, antwortete er auf den gewünschten schönen Sonntag. So richtig Zeit zum Genießen seines ersten Sieges in der Bundesliga als verantwortlicher Coach bleibt also nicht.

StS, Foto: Sebastian Schmidt

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