Es bleibt dabei: Erfurt kann gegen Straubing nicht gewinnen. Trotz des gewonnenen dritten Satzes, war Schwarz-Weiß Erfurt dem Kontrahenten NawaRo Straubing hoffnungslos unterlegen. Mit dem 1:3 (-11, -16, 18, -14) verpassten es die Thüringerinnen, an ihren Heimsieg der Vorwoche anzuknüpfen.

„Wir hatten eine gute Trainingswoche, Hayden hatte uns gut eingestellt, die Ansprachen haben gepasst“, wusste Kapitänin Michelle Petter nach der Partie so gar nicht, wie ihr und der Mannschaft in der gerade beendeten Partie geschehen war. „Zu viele Fehler“, legte Rica Maase, neben der Libera liegend, den Finger in die Wunde nach einer enttäuschenden Vorstellung der Erfurterinnen im letzten Spiel des Jahres. Recht hatte Erfurts Diagonale, denn was der Erfurter Angriff alleine in den ersten beiden Sätzen seinem Kontrahenten ohne dessen Zutun an Punkten überließ, war einfach zu viel des Guten. Erfurts Interimtrainer konnte da einem schon leidtun. Mit Madelyn Cole, Sarah Kovac und Victoria Michel standen ihm verletzungsbedingt drei Spielerinnen nicht und mit Madeline Palmer eine vierte nur für zwei Kurzeinsätze zur Verfügung. Somit stellte sich der Erfurter Sechser fast von selbst auf, ohne wirkliche Alternativen. Die jungen Bianka Werner und Franka Merte ins diesmal „eiskalte Wasser zu werfen“, wäre wohl ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt gewesen.

27.12.2010 Volleyball Bundesliga Schwarz-Weiß Erfurt vs. NawaRo Straubing Riethsporthalle Erfurt

So mussten sich die wenigen gesunden Spielerinnen ihrer Haut erwehren. Nach den zwei Auftaktsätzen, über die man besser den Mantel des Schweigens legt, gelang ihnen das im dritten Satz sehr gut. Mit der ersten Führung im Spiel überhaupt (1:0) marschierten die SWE-Damen zu einem sicheren 25:18-Satzgewinn, den Rica Maase mit einem Angriff die Linie herunter sicherstellte. Konnte Erfurt jetzt womöglich das Blatt wenden? Nein, denn der neuerliche 4:8-Rückstand im vierten Satz brach den Erfurterinnen endgültig das Genick. Es fehlte ihnen schlicht und einfach die Qualität an diesem Tag und das nötige Glück nach guten Abwehraktionen, um sich an kleinen Erfolgserlebnissen in einen Flow zu spielen. Zudem waren die Gäste auf allen Positionen besser und wurden von ihrer Spielführerin Magdalena Gryka immer wieder glänzend eingesetzt. Als Rica Maases letzter Angriff an der Netzkante hängen blieb, war auch dieser Satz mit 14:25 beendet. Und mit ihm ein Spiel, das Erfurts Mannschaft schnell abhaken sollte.

Vielleicht gut, dass die Schwarz-Weißen jetzt in eine einmonatige Spielpause gehen. Zwei Wochen trainingsfrei könnten helfen, um den sichtbar leeren Akku wieder aufzuladen und Verletzungen auszukurieren, um ab 11. Januar wieder frischer anzugreifen. Bis dahin soll auch der neue Trainer am Start sein, der momentan noch gesucht wird.
(StS, Fotos: Sebastian Schmidt)

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