Erfurt mit starker Abschiedsvorstellung | Schwarz-Weiß-Erfurt


Mit einer kaum zu erwartenden starken Vorstellung beim 2:3 bei den Roten Raben Vilsbiburg, hat sich das Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam aus der Saison verabschiedet.

Das hatten sich die Gastgeberinnen und deren 1200 Zuschauer sicher leichter vorgestellt. Im Kampf um eine gute Ausgangsposition für die Play-offs mussten die Damen von Timo Lippuner bis zum Schluss des fünften Satzes kämpfen, um als Sieger vom Feld zu gehen. Denn die kampfstarken, bereits als sportlicher Absteiger feststehenden Gäste waren gewillt, auch bei einem der besten Rückrundenteams zu zeigen, was in ihnen steckt. Der Spielbeginn sah zunächst die Raben als bessere Mannschaft, die Erfurts Annahme unter Druck setzte (17:12). Doch mit zwei starken Aufschlagserien von Clarisa Sagardia und Sindy Lenz taten es die Thüringerinnen ihren Gegenüber gleich. Der Satz ging mit 25:21 ein wenig überraschend doch noch an die Gäste.

Der zweite Satz war ein Kopf-an-Kopf-Rennen beider Kontrahenten. Beim 24:22 hatten die Gastgeberinnen zwei Satzbälle, die Erfurt ebenso abwehrte wie den folgenden beim 25:24. Leider vermochten die SWE-Damen ihre Chance beim 25:26 nicht zu nutzen. Vilsbiburg gelang beim 28:26 der Satzausgleich. Schade! In den dritten Satz starteten die Erfurterinnen furios. Beim 16:9 hatten sie eine komfortable Führung herausgespielt, welche aber wieder schmolz. Zur Crunch-Time lagen die Gäste dennoch mit 22:19 vorn. Drei Angriffsfehler (Canace Finley) und zwei Annahmepatzer (Tess Rountree) ließen die Gastgeber letztlich noch vorbeiziehen. Wiederrum schade, denn das Spiel hätte zu diesem Zeitpunkt mit 0:3 beendet sein können. So ging es mit einer schmeichelhaften 2:1-Führung der Roten Raben in den vierten Durchgang. Sie schienen nun auf bestem Wege, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden (14:9). Doch erneut brachte die aufschlagstarke Ex-Vilsbiburgerin Clarisa Sagardia, die später zur MVP auf Gästeseite gewählt wurde, ihre Mannschaft zurück. Über 21:17 schafften diesmal die Gäste mit dem 25:22 den Satzausgleich und den Punktgewinn – dem ersten einer Erfurter Mannschaft bei den Roten Raben in der 1. Bundesliga überhaupt. Großen Anteil daran hatte Mittelblockerin Wivian Gadelha, die mit 17 Punkten Topscorerin der Schwarz-Weißen wurde. Besonders erwähnenswert ihre 11 Blockpunkte!

In den Tiebreak starteten die Gastgeberinnen mit einer 6:1-Führung. Dieser Rückstand war dann für Erfurt zu groß, die zwar kämpften und bis auf zwei Zähler Rückstand verkürzen, aber den Spieß nicht mehr umdrehen konnten. Mit 15:11 gewann Vilsbiburg den Entscheidungssatz und sicherte sich den fünften Platz in der Hauptrunde. Erfurt hatte einen Punkt geholt, aber auch zwei weitere verschenkt.

Nach Spielschluss flossen dann auch einige Tränen bei den Gästespielerinnen. Aus Enttäuschung? Aus Erleichterung, dass eine anstrengende, sehr kräftezehrende Saison mit Verletzungspech und schmalem Spielerkader zu Ende ist? Oder weil es für einige Spielerinnen der letzte Auftritt im SWE-Dress war? Wohl von allem etwas. (StS)



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