Erfurter Architekturstudierende widmen sich der Sportlerklause in Bischleben

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Eine Sportlerklause ist mehr als eine bloße Kombination einer Kneipe und einer Umkleidekabine. Erfurter Architekturstudierende der Fachhochschule setzten sich kürzlich gezielt mit eben diesem Thema auseinander. Der Sportverein Erfurt-Bischleben verlor am Samstag, dem 09.01.2016 bei einem Brand die erst 1998 neu eröffnete Sportlerklause. Der Verlust dieses vielfältig genutzten Gebäudes gab den Studierenden Anlass, über die Nutzungsbedürfnisse einer solchen Lokalität nachzudenken.
Insgesamt wurden 52 Lösungen in der Hochschule erarbeitet. Ganz klar im Vordergrund dieser Überlegungen stand hierbei der Bezug zum Sportfeld. Die Sportlerklause des Stadtteils repräsentiert diesen auch nach außen, hier ist die Anlaufstelle für umliegende Gemeinden zu verschiedenen Ereignissen wie Sportveranstaltungen und anderen Feierlichkeiten. Die Seminargruppe von Professor Joachim Deckert beendete das Projekt in einem Wettbewerb, bei dem die Studierenden selbst die Jury bildeten.
Das Gewinnerteam mit Lara Büttner und Lukas Faccioli ignorierte den alten Standort der Klause, da man von dort das Fußballspiel nicht zufriedenstellend beobachten konnte. Sie schufen zwei schmale Gebäuderiegel, einer auf der Nord-, einer auf der Südseite des Sportfeldes. Funktional wurde so der Bereich für die Sportler vom Gästebereich getrennt. Beide Dächer sind hierbei über die anliegenden Treppen begehbar und als Tribüne nutzbar, von der aus sich das Spiel optimal verfolgen lässt.
Text: Martin Hertling/ Prof. Joachim Deckert

Bild: Architektur-Studierende präsentieren ihre Ideen zur Sportlerklause Bischleben, Foto: Prof. Joachim Deckert, FHE

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