Vier Männer und eine Frau stehen vor einem Firmengebäude mit dem Logo „X-Fab“.



Empfangen wurden die Vertreter der Stadtverwaltung von dem neuen Geschäftsführer Herrn Dr. Gabriel Kittler und dem Aufsichtsratsmitglied Herrn Hans-Jürgen Straub. Neben den aktuellen Entwicklungen und Auswirkungen der Corona-Krise, wurde auch über den überstandenen Hackerangriff auf das Unternehmen und die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Erfurt gesprochen.

Foto: Hans-Jürgen Straub, Andreas Bausewein, Dr. Gabriel Kittler, Steffen Linnert, Ricarda Weißenborn (von links)
Foto: © X-FAB Global Services GmbH

X-Fab – ein weltweit führendes Unternehmen für analog-digitale Halbleiteranwendungen – ist sowohl für den Wirtschaftsstandort Erfurt, als auch für das Forschungs- und Industriezentrum Erfurt-Südost von großer Bedeutung. Das Unternehmen mit ca. 800 Mitarbeitern allein in Erfurt hat seit der Gründung über 500 Millionen Euro am Standort investiert. X-Fab beliefert Kunden auf der ganzen Welt mit Mikrochips, die in der Automobilbranche, der Medizin- und Industrietechnik sowie der Konsumgüterbranche zum Einsatz kommen. „In jedem Neuwagen weltweit befinden sich durchschnittlich 14 bei X-Fab gefertigte Mikrochips“, so der Geschäftsführer Dr. Kittler. Auch der Umsatzschwerpunkt in der Automobilbranche stellt für das Unternehmen hinsichtlich des Strukturwandels in Richtung alternative Antriebe kein Problem dar. „Wir sehen in dem Strukturwandel eher die Chance, als die Risiken“ betonte Dr. Kittler, da die Elektronik in den Fahrzeugen stetig zunimmt. „Verändern werden sich jedoch unsere Kundengruppen in der Zulieferbranche“, fügte der Geschäftsführer hinzu.

Besonders positiv wird vor allem der Standort im Forschungs- und Industriezentrum Erfurt (FIZ) gesehen. Die Unternehmen profitieren von der Zusammenarbeit im FIZ – dem Austausch, aber auch dem Fachkräftepool, auf den man als Unternehmen zurückgreifen kann. Auch die enge Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft in Thüringen sind für Unternehmen der Branche ein entscheidender Standortvorteil – da sind sich Dr. Kittler und Herr Straub einig. Sie bedankten sich ausdrücklich für die stets gute Zusammenarbeit mit der Stadt und ihren Vertretern und begrüßten die Erweiterungspläne zur Ansiedlung weiterer High-Tech-Unternehmen am Standort Erfurt-Südost.

Die Auswirkungen der Corona-Krise gingen natürlich auch nicht an X-Fab vorbei. Neben Einbrüchen der Aufträge in der Automobilbranche gab es auch innerhalb des Unternehmens einige Hürden, wie die Änderung des Arbeitsumfeldes oder neue Arbeitsabläufe. Der plötzliche Hackerangriff am 5. Juli 2020, aufgrund dessen die Produktion an allen Standorten gestoppt worden war, verschärfte zusätzlich die angespannte Lage. Dazu sagte Dr. Kittler „Aktuell liegt der Auftragseingang am Standort Erfurt noch unter dem Niveau zu Beginn des Jahres. Das ist ausbaufähig und die kommenden Monate bleiben herausfordernd.“

Das Unternehmen sucht weiterhin nach guten Fachkräften und potentiellen Auszubildenden mit naturwissenschaftlichem Interesse im Bereich Mikrotechnologie. Ausbildungsplätze und Studiengänge sind für 2021 bereits ausgeschrieben.



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