Ein Ladenlokal mit Kleiderstange, auf der T-Shirts hängen und Bildschirm, auf dem zwei Frauen abgebildet sind.



Könnte der F11 Geschichten erzählen, so wäre die Stadt Erfurt seit Dienstagabend um einen Zauber reicher. Es traf sich eine diverse Kombination von gründenden Studentinnen und Studenten und Netzwerkerinnen und Netzwerkern der Region. Auch das Amt für Wirtschaftsförderung war vertreten und ermöglicht allen Leserinnen und Lesern einen Blick durchs Schlüsselloch.

Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Gastgeber waren das Unternehmen Gründungsgeflüster | Hohmuth & Kranz GbR. Hanna Hohmuth und Lena Kranz gründeten bereits im Jahr 2020 an der Uni Ilmenau, aus ihrem Studium zu Medien- und Kommunikationswissenschaften heraus. Ihre Einladung galt all jenen, die ihnen von Beginn ihrer Gründungsidee an, und bis heute, Wind unter die Flügel pusten. Der Grund für die Party im F11: Das Release einer 35-minütigen Dokumentation: Gründungsgeflüster – Unser Weg zum Startup.

Es waren Lucie Stegner und Trang Ho Thien, zwei Studentinnen der Medienwissenschaften der TU Ilmenau, die im Vorhaben von Hanna und Lena – aus der Zuschauerperspektive – das Projekt für ihre nächste Semesterarbeit fanden. Sie begleiteten Hanna und Lena für die Dauer eines Jahres mit ihrer Filmkamera bei der Reise in die Selbständigkeit und überraschten erst vor Kurzem mit dem Ergebnis. Die Wertungsnote im Store maß sich am tosenden Beifall – sehr gut!

Die Doku verdeutlicht die Vorteile, bereits im Studium zu gründen: Das vorhandene Netzwerk zu nutzen, das passende Team zu formieren und an langen Abenden gemeinsam an Visionen zu feilen. Eine dies ergänzende Motivation: Der Ilmkubator, der Gründerservice der Uni Ilmenau – ein Angebot für  gründungsinteressierte Studierende für individuelle Coachings, Workshops und sogar eigene Büroräume, damit Gründungsträume wahr werden können. Aber auch: Bilder von Spaß und guter Laune, Zeit für gesundes Essen, lange Spaziergänge in der Natur und das hohe Gut der Freundschaft und des Zuhörens einerseits sowie Disziplin, Fleiß, Geduld und das Aushalten von Rückschritten andererseits.

Das Ergebnis von kollaborativem Arbeiten (a + b + c * x) ist, dass sich die Qualität von Arbeitsergebnissen durch breite Vernetzung, Vertrauen und das Teilen von Informationen potenziert. Und so wundert es nicht, dass die beiden eloquenten jungen Männer Clemens Rusche und Rodrigo Pereyra – Studenten im Produktdesign der Bauhaus-Uni Weimar – irgendwann Hannas und Lenas Weg querten und dann aus deren Idee heraus gründeten, weil für die Uni-Räume eine neue Stickmaschine angeschafft worden war. Die beiden unterstützen von Beginn an die Produktion und bringen die Fellnasen mit Nadel und Faden auf Patches, die Hanna und Lena mit ihrer neuen Marke pãwaho vermarkten. Weiter zu nennen sind da der Fotograf Tom Fülle, die neue Mitarbeiterin Johanna Hillmann, Christiane Kilian vom STIFT – Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen, Nicole Sennewald und Steven Bethke aus dem Coworking-Space KrämerLoft, Ivo Dierbach der Erfurter Stadtwerke und Vera Golenia – Amt für Wirtschaftsförderung, verantwortlich für das Projekt „Pop-up-Store | F11“.

Hanna und Lena überbrückten bereits während des Frühjahr-Lockdowns einen Mietzeitraum im Pop-up-Store | F11. Das Produkt: pãwaho – personalisierte Unikate für Hundebesitzerinnen und -besitzer. Der  findige Türöffner: Eine um Hundefutter erweiterte Produktpalette, die zusätzlich auch den Besucherstrom nährte. Der offizielle Mietzeitraum im August 2021 scheint perfekt vorbereitet – ein herzlicher Empfang ist der Kundschaft garantiert.



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