Forschungsstelle für Frühneuzeitliches Naturrecht jetzt in gemeinsamer Trägerschaft

Das Forschungszentrum Gotha und das Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt haben jetzt die Trägerschaft für die seit 2016 existierende Forschungsstelle für Frühneuzeitliches Naturrecht gemeinsam übernommen. Ihre Aufgabe ist es, die an der Universität Erfurt laufenden Forschungen zum Naturrecht der Frühen Neuzeit zu koordinieren und neue Vorhaben anzuregen. Der zeitliche Rahmen der Tätigkeit erstreckt sich dabei von der Reformation bis in die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts, wobei das Hauptaugenmerk auf der Blütezeit des Naturrechts in der Ära nach Hugo Grotius (1583-1645) und insbesondere auf der akademischen Institutionalisierung des Naturrechts in ganz Europa liegt.

Dieser zeitliche Fokus wird auch durch das Forschungsnetzwerk ‘Natural Law 1625-1850’ reflektiert, das von der Forschungsstelle gemeinsam mit dem Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg getragen und seit Anfang 2018 von Dr. Mikkel Munthe Jensen am Forschungszentrum Gotha koordiniert wird. Die Übernahme der Forschungsstelle in die gemeinsame Trägerschaft von Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien und Forschungszentrum Gotha – beides Institutionen der Universität Erfurt – hat aber nicht nur personelle Gründe, wie Prof. Dr. Knud Haakonssen, Leiter der Forschungsstelle am MWK, erläutert: „Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt mit ihren umfangreichen Buchbeständen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die zu den bedeutendsten in Deutschland zählen, verfügt über eine umfangreiche Sammlung naturrechtlicher Werke, die durch die Anbindung der Forschungsstelle an das Forschungszentrum Gotha künftig noch stärkere Berücksichtigung in der Arbeit der Forschungsstelle wie auch des Netzwerkes ‚Natural Law 1625 – 1850‘ finden werden.“ Auch Prof. Dr. Martin Mulsow, Direktor des Forschungszentrums Gotha, zeigt sich überzeugt, „dass eine gemeinsame Forschungsstelle das Forschungszentrum Gotha und das Max-Weber-Kolleg noch enger als bisher miteinander verbinden wird, so dass der seit Jahren bewährte Austausch eine institutionelle Form bekommt.“

Weitere Informationen / Kontakt:
markus.meumann@uni-erfurt.de
bettina.hollstein@uni-erfurt.de

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Quelle: https://aktuell.uni-erfurt.de/2019/06/11/gemeinsame-traegerschaft-der-forschungsstelle-fuer-fruehneuzeitliches-naturrecht/

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