Für Hinspielniederlage revanchiert

Beste Werferinnen waren Katrin Engel (9/5) für den THC sowie Katja Langkeit (6) für den Buxtehuder SV.

Der Thüringer HC startete konzentriert und schnell in die Begegnung gegen den Vorjahresvizemeister. Man merkte, dass die Mannschaft nach der Auswärtsniederlage im Hinspiel die Revanche wollte. Der Gastgeber baute von Beginn an enormen Druck auf die Abwehr der Gäste auf. Mannschaftkapitän Kerstin Wohlbold ging mit gutem Beispiel voran. So trug sie sich in der ersten Viertelstunde bereits viermal in die Torschützenliste ein. Am Kreis stand Danick Snelder mehrfach zum Anspiel bereit und verwandelte sicher. Dirk Leun (BSV) zog schon in der 7. Minute die Karte zum Team Time Out um seine Mannschaft neu auf die THC-Taktik einzustellen. In der 18. Spielminute setzte sich der Thüringer HC mit fünf Toren auf 12:7 ab. Nach Maike März konnte in der 24. Minute auch Dinah Eckerle ihren ersten Siebenmeter in der Begegnung halten. Trotz einiger Fehler konnte der THC in der ersten Spielhälfte eine gute Angriffs- und Abwehrleistung zeigen. Dies spiegelte sich im Ergebnis wieder. Fünf Minuten vor dem Abpfiff der ersten Halbzeit ging der THC mit 17:10 in Führung. Erste Mängel in der Konzentration machten sich im Team um Trainer Herbert Müller bemerkbar. Dieser reagierte und nahm in der 27. Minute das Team-Time-Out. Wieder war es Maike März die mit einem gehaltenen Ball der Mannschaft Sicherheit brachte. 18:11 lautete der verdiente Halbzeitstand.

Die zweite Halbzeit begann mit einem munteren Torewerfen. Beide Mannschaften schlossen innerhalb von drei Minuten fünf Angriffe erfolgreich ab. Selbst in Unterzahl nutzte Idalina Borges Mesquitas ihre Chance zum Torerfolg (22:14). Erst in der 38. Minute zeigte der BSV wieder Schwächen, die erst Idalina Borges Mesquita und dann Danick Snelder zu Torerfolgen nutzen konnten. Das Tempo wurde von beiden Mannschaften weiterhin hoch gehalten. Dadurch nahmen die Fehler auf beiden Seiten zu und das Spiel wurde hektisch. Herbert Müller war es in der zweiten Hälfte vorbehalten, bereits nach 42. Minuten sein Team-Time-Out zu nehmen und so wieder mehr Ruhe in den Thüringer Spielaufbau zu bringen. Buxtehude stellte seine Abwehr offensiver ein. Frühzeitig traten die Spielerinnen dem THC-Angriff entgegen. Petra Popluharova baute in der 46. Minute den Vorsprung des Thüringer HC auf 26:19 aus. Mehrfach zeigte Maike März in der Schlussphase ihre können und verhinderte, dass die Gäste den Spielstand verkürzen konnten. Acht Minuten vor dem Abpfiff ging der THC mit 30:21 in Führung. So deutlich hätte sich das vor dem Spiel kaum jemand vorgestellt. Das hohe Tempo forderte nun Tribut. Der Druck im Thüringer Angriff ließ nun etwas nach, aber Buxtehude konnte das Ergebnis nicht mehr entscheidend ändern. Dinah Eckerle blieb nach einer Einwechslung zum Siebenmeter im Spiel und erfreute Team und Trainer mit einer für eine 16Jährige nicht zu erwartenden Abgeklärtheit. So blieb es am Ende bei einer klaren 8-Tore-Differenz und es gab von den Rängen der Salza-Halle viel Beifall für die wohl bisher stärkste Leistung der Saison.

Stimmen zum Spiel:
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Herbert Müller (THC): Wir haben heute von der ersten Sekunde an gezeigt, dass wir gewillt sind, die Tabellenführung zu verteidigen. Wir wollten die Leistung vom letzten Wochenende auf einem ganz anderen Niveau gegen einen viel stärkeren Gegner noch einmal bestätigen und das ist der Mannschaft sehr gut gelungen. Nach einer fabelhaften ersten Halbzeit haben wir sofort nachgelegt, um Buxtehude nicht noch einmal ins Spiel kommen zu lassen. Wir werden ab morgen dieses Spiel sofort abhaken, denn nächste Woche im Pokal werden wir mit Sicherkeit eine ganz andere Buxtehuder Mannschaft erleben.

Dirk Leun (BSV): Der THC hat auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Uns hat heute einfach alles gefehlt, was man braucht um erfolgreich Handball spielen zu können.

Katrin Engel (THC): Der Schlüssel zum heutigen Erfolg war, dass wir in der Abwehr aggressiv gestanden sind und in der ersten Hälfte nur elf Gegentore zugelassen haben. Ich hoffe, dass wir es in den kopg reinkriegen, dass nächste Woche hier ein ganz anderes Spiel ist.

Statistik:
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Thüringer HC: Dinah Eckerle, Maike März; Nadja Nadgornaja (4), Katrin Schröder, Nadja Bolze, Nora Reiche (2), Willemijn Karsten, Danick Snelder (3), Petra Popluharova (4), Katrin Engel (9/5), Dagmar Stuparicova, Idalina Borges-Mesquita (5), Kerstin Wohlbold (5).

BSV: Antje Lenz, Jana Krause; Sina Namat, Isabell Klein (2/1), Lone Fischer (1), Randy Bülau (3), Friederike Lütz (2), Diane Lamein (4/3), Jana Stapelfeldt (2), Katja Langkeit (6), Jessica Oldenburg (2), Maxi Hayn (1), Josephine Techert (1), Stefanie Melbeck.

Zeitstrafen: 3 – 3.

Siebenmeter: 5/5 – 6/4.

Zuschauer: 1060.

Schiedsrichter: Andreas Pritschow/Marcus Pritschow (Leinfelden/Degerloch).