Gesellschaftsspiele in Thüringen laut Studie kaum gefragt

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Trotz Digitalisierung sind Gesellschaftsspiele nach wie vor beliebt. Eine neue Studie zeigt jetzt allerdings, dass die Nachfrage in Thüringen im bundesweiten Vergleich eher verhalten ist. Nur in fünf anderen Bundesländern ist das Interesse an Monopoly & Co. noch geringer.

Bundesweiter Vergleich: Thüringen ist eines der Schlusslichter

Das Interesse der Thüringer an Gesellschaftsspielen hält sich mit rund zwei Prozent in Grenzen – das ergab eine aktuelle Nachfrageanalyse des Preisvergleichportals idealo. Im direkten Vergleich zu den Bundesländern mit dem höchsten Interesse ist die Zahl auffallend niedrig. Nordrhein-Westfalen führt dagegen die Rangliste an: Hier sind Gesellschaftsspiele mit einem sehr hohen Wert von 25 Prozent Nachfrage am beliebtesten, gefolgt von Baden-Württemberg (13 Prozent) und Bayern (14 Prozent). Noch geringer ist das Kaufinteresse allerdings in den Bundesländern Saarland, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen – dort liegt es bei gerade einmal einem Prozent.

Diese Spiele sind besonders beliebt

Die Studie gibt außerdem Aufschluss darüber, welche Gesellschaftsspiele derzeit besonders gefragt sind. Die drei Top-Platzierungen dauern alle zwischen 14 und 20 Minuten und können von zwei bis vier Spielern gespielt werden. Auf Platz eins befindet sich das Spiel Kakerlak von Ravensburger. Hier geht es darum, als Erster fünf Kakerlaken mit den entsprechenden Hilfsmitteln in eine Falle zu locken. Platz zwei belegt SOS Affenalarm von Mattel, bei der kleine Plastikstangen aus Palmen gezogen werden, ohne dass die Äffchen herunterfallen. Der dritte Platz geht laut Auswertung an Blokus Classic, ebenfalls aus dem Hause Mattel. Hier müssen Steine farblich passend so angeordnet werden, dass am Ende keine mehr übrig bleiben.

Spieletreffs und –abende in Erfurt

Trotz der mäßigen Nachfragebilanz bietet Erfurt für Spielinteressierte verschiedene Möglichkeiten: In der FH Erfurt finden regelmäßig offene Spieleabende statt, der Besuch ist kostenlos. Teilnehmer können ohne Anmeldung oder Hochschulzugehörigkeit teilnehmen und dürfen eigene Spiele mitbringen. Auch bieten Plattformen wie Spontacts die Möglichkeit, Spieletreffs zu organisieren oder daran teilzunehmen. Nach erfolgter Anmeldung können direkt entsprechende Veranstaltungen in der Nähe gesucht oder erstellt werden.