„Krisen überstehen wir am besten gemeinsam!“



Für ein Bienenvolk gab es in dieser Woche trotz Fällung „ihres“ Baumes ein Happy End.

Das Garten- und Friedhofsamt musste einen bereits abgestorbenen Götterbaum direkt am Rand der Schwarzburger Straße und an einem viel begangenen Fußweg nahe einer Bushaltestelle fällen. Trotz seiner Stattlichkeit mit einem Stammumfang von über 190 cm und der Robustheit der Baumart war der Baum offensichtlich durch Pilzbefall und eine alte Verletzung gestorben.

Die Fällung stand jedoch vor Hindernissen. Ein Bienenvolk hatte sich in einer Baumhöhlung auf etwa zwei Meter Höhe niedergelassen und den Baum als neue Wohnstätte erkoren. Mit Respekt vor den kleinen wehrhaften Tieren war zunächst guter Rat teuer. Die Fällung sollte wegen der Gefahr durch Astbruch oder dergleichen schnell erfolgen. Das Bienenvolk sollte auch erhalten werden, freut sich aber meist nicht über Störungen am Bau. In Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Naturschutzamt wurde schnell eine Lösung gefunden.

Bei noch relativ kühler Witterung am Morgen wurden die Bienen mittels Wasser und Rauch etwas ruhiggestellt und die Öffnung im Baum atmungsaktiv verschlossen. Danach konnte die Krone störungsfrei abgetragen werden. Das untere Stammteil von zwei Metern Länge wurde inklusive Bienenvolk abgesägt und dann stehend an seinen neuen Standort transportiert. Im Geschützten Landschaftsbestandteil (GLB) Sulze – ein kleines Schutzgebiet zwischen Marbach und Tiefthal – steht der Bienenbaum nun in einer grünen Insel.



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