„Jom Tov Lippmann Mühlhausen – Ein Rabbiner im Erfurt des 15. Jahrhunderts“: Synagogenabend mit Milan Žonca

„Jom Tov Lippmann Mühlhausen – Ein Rabbiner im Erfurt des 15. Jahrhunderts“: Synagogenabend mit Milan Žonca



Der nächste Vortrag in der Reihe „Arain! Der Erfurter Synagogenabend“ findet am Dienstag, dem 4. Juni, um 19:30 Uhr statt. Milan Žonca spricht in der Alten Synagoge über „Jom Tov Lippmann Mühlhausen – Ein Rabbiner im Erfurt des 15. Jahrhunderts“.

Foto: Milan Žonca
Foto: © Milan Žonca

Rabbi Jom Tov Lipmann Mühlhausen, ein jüdischer Gelehrter, der zu Beginn des 15. Jahrhunderts in Prag tätig war und 1421 in Erfurt starb, gehört zu den interessantesten aschkenasischen Denkern des ausgehenden Mittelalters. Seine Werke sind gekennzeichnet durch sein halachisches, also überliefertes jüdisches Rechtswissen sowie sein ausgeprägtes Interesse an der Kabbala (jüdischer Mystik) und jüdischer Philosophie. Er suchte nach einer Verknüpfung dieser Ansätze, um zur Lösung der Probleme beizutragen, vor denen die jüdischen Gemeinden seiner Zeit standen. Der Vortrag wird die wichtigsten Motive in Lipmanns Schriften wie auch seine polemischen Aktivitäten untersuchen.

Milan Žonca hat in Prag und Frankfurt Hebraistik und Religionswissenschaft studiert und an der Queen Mary University of London in mittelalterlicher Geschichte promoviert. Er lehrt am Institut für Nahost-Studien an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität Prag und leitet das Prager Zentrum für jüdische Studien.

Einlass in die Alte Synagoge, Waagegasse 8, ist ab 19:00 Uhr, Beginn um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.



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