Zwei Erwachsene und mehrere Kinder stehen oder sitzen an einem Koffer, der geschlossen auf einem Tisch liegt.

Kinderrechtekoffer zieht in die Jenaplanschule ein

31. März 2026
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Der Kinderrechte-Koffer zieht unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Heike Langguth als symbolischer Staffelstab von der Gemeinschaftsschule Kerspleben an die Jenaplanschule.



Foto: Die Schülerinnen und Schüler der Jenaplanschule dürfen nun ihre Sicht auf Kinderrechte kreativ umsetzen. Bürgermeisterin Heike Langguth und Carsten Nöthling vom Kinderschutzbund sind gespannt auf die Umsetzung.
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Rund 150 Kinder der Gemeinschaftsschule Kerspleben begingen im April 2025 im Jugendhaus Fritzer den Kinderrechtetag. Ihren Vorstellungen zur Umsetzung der Kinderrechte verliehen sie in verschiedenen Arbeiten kreativen Ausdruck. Neben Zeichnungen, Gedichten hatten die Kinder einen Podcast zum Thema eingespielt und in den Kinderrechtekoffer gepackt.

Den Koffer überreichen sie nun voller Stolz den Kindern der Jenaplanschule Erfurt. Die Schülerinnen und Schüler der Jenaplanschule am Nordpark haben jetzt bis Juni 2026 Zeit, den Koffer mit ihren Ideen, Forderungen und Wünschen weiter zu füllen. Dann wird dieser am Kinderrechtetag an die Bürgermeisterin Heike Langguth übergeben, die die Arbeiten im Erfurter Rathaus ausstellen wird, um die Rechte der Kinder den Politikern und Politikerinnen näherzubringen.

„Die Kinderrechte an der Jenaplanschule umzusetzen und einzuhalten ist uns ein Herzensanliegen“, sagt Katherina Günther, Lehrerin an der Schule und weiter: „Deshalb ist es uns wichtig, den Schülern und Schülerinnen das Wissen dafür zu vermitteln. Nur wenn diese ihre Rechte kennen, können diese auch erfolgreich umgesetzt werden. Zudem legen wir damit den Grundstein für deren Aufwachsen in einer demokratischen Gesellschaft.“

Carsten Nöthling, Geschäftsführer des Kinderschutzbunds Thüringen betont: „Über 35 Jahre nach der Verabschiedung der Kinderrechte durch die Vereinten Nationen ist es immer noch nicht selbstverständlich, dass diese geachtet werden. Die Träger des Kinderrechtetages setzen sich dafür ein, dass diese Rechte mehr Beachtung, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum, finden. Sie dienen dem Schutz, der Förderung und Beteiligung von Kindern. Daher wollen wir frühzeitig dafür sorgen, dass Kinder diese kennen wie auch die erwachsenen Fachkräfte, die mit den Kindern arbeiten. Der reisende Kinderrechtekoffer soll den Schülern und Schülerinnen eine Stimme geben, die so ihre ganz eigenen Vorstellungen zu ihren Kinderrechten“, so Nöthling weiter.

Die UN-Kinderrechtekonvention sichert den Kindern bestimmte Lebensstandards wie zum Beispiel das Recht auf Chancengleichheit, Gewaltfreiheit, Meinungsfreiheit, Mitbestimmung, Beteiligung sowie Bildung zu. Sie ist universelles Völkerrecht und hat eine grundlegende Bedeutung für das Aufwachsen und die Lebensumwelt der Kinder. Doch der Bekanntheitsgrad und die Umsetzung der Kinderrechte zeigen Lücken, die junge Menschen spüren.

Der Koffer ist das Symbol der Kinderrechte in Erfurt. Wie ein Staffelstab im Sport wird er jährlich weitergereicht. Der Staffelstab führt eine Gruppe von Sportlern und Sportlerinnen ins Ziel. „So soll es auch der Kinderrechtekoffer tun. Er symbolisiert ein großes Ziel: Dass Kinder ihre Rechte besser kennenlernen und Eltern wie auch Pädagogen diese beachten und respektieren“, sagt Nöthling. 

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