eine blonde Frau mittleren Alters mit Brille

Landeshauptstadt Erfurt trauert um Schotte-Gründerin Renate Lichnok

23. März 2026
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Mit großer Trauer nimmt die Landeshauptstadt Erfurt Abschied von Renate Lichnok.



Foto: Renate Lichnok
Foto: © Lutz Edelhoff

Mit ihr verliert unsere Stadt eine herausragende Persönlichkeit, die das kulturelle Leben und insbesondere die kulturelle Bildung junger Menschen über Jahrzehnte hinweg geprägt hat. Als Gründerin und langjährige Leiterin (1991 bis 2006) von „Die Schotte“, dem Kinder- und Jugendtheater in Erfurt, hat sie einen Ort geschaffen, der für viele Generationen von Kindern und Jugendlichen weit mehr war als ein Theater.

Aus der Tradition des Kinder- und Jugendtheaters auf dem Petersberg heraus und getragen von der Aufbruchsstimmung der frühen 1990er Jahre entstand die Schotte als eigenständiges Theater in der Erfurter Altstadt. In einer ehemaligen Turnhalle wurde mit großem Engagement eine Bühne aufgebaut, die bis heute für hunderte junge Menschen ein zentraler Erfahrungsraum ist.

Ihr ging es nie allein um Theater – sondern um Menschen. Kinder und Jugendliche sollten hier nicht nur spielen lernen, sondern Selbstvertrauen entwickeln, ihre Persönlichkeit entfalten und ihren Platz in der Gesellschaft finden. Mit künstlerischer Klarheit, großem pädagogischem Gespür und unermüdlicher Energie hat sie jungen Menschen Räume eröffnet, in denen sie sich ausprobieren und wachsen konnten.

Für viele wurde die Schotte zu einem „zweiten Zuhause“ – ein Ort, der Halt gibt, Gemeinschaft stiftet und lange nachwirkt. Dieses Gefühl, das so viele ehemalige und aktuelle „Schotten“ beschreiben, ist untrennbar mit Renate Lichnoks Wirken verbunden.

Oberbürgermeister Andreas Horn: „Renate Lichnok hat mit der Schotte einen Ort geschaffen, der das Leben vieler junger Menschen in unserer Stadt nachhaltig geprägt hat. Sie hat Kindern und Jugendlichen nicht nur die Bühne eröffnet, sondern ihnen Mut gemacht, sich selbst zu entdecken und ihren eigenen Weg zu gehen. Dafür gebührt ihr unser tief empfundener Dank.“

Mit ihrem Engagement hat sie nicht nur Generationen junger Menschen begleitet, sondern auch die freie Theaterszene in Erfurt und darüber hinaus nachhaltig geprägt. Die Auszeichnung ihres Lebenswerks mit dem Deutschen Amateurtheaterpreis „amarena“ und weitere Ehrungen – darunter das Bundesverdienstkreuz – würdigen ihr außergewöhnliches Engagement.

Die Landeshauptstadt Erfurt verneigt sich in großer Dankbarkeit vor Renate Lichnok. Ihr Lebenswerk wird bleiben – in der Schotte, in der Kulturlandschaft unserer Stadt und vor allem in den vielen Menschen, die sie geprägt hat.

Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie, ihren Weggefährtinnen und Weggefährten sowie bei allen, die ihr verbunden waren.

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