„Krisen überstehen wir am besten gemeinsam!“

Lesung mit Karsten Krampitz: Leben als Mensch mit Behinderung in der DDR

7. August 2026
1 Minute lesen

Wie frei kann ein Mensch leben? Was bedeutet Selbstbestimmung in einer Gesellschaft, die Grenzen setzt? Und welche Verantwortung tragen wir heu­te füreinander? Mit seinem Roman „Gesellschaft mit beschränkter Hoff­nung“ nimmt Autor Karsten Krampitz die Besuchenden der Lesung mit in das Thüringen der späten 1970er-Jahre. Seine bewegende Erzählung handelt von Mut, Gemeinschaft und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben – Themen, die bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren haben.

Die Lesung findet statt am Freitag, 21. August 2026, um 17:00 Uhr im Gemeindehaus Martini-Luther in der Nikolausstraße 8. Der Eintritt ist frei. Das Gemeindehaus ist barrierearm und auch für Menschen im Rollstuhl zu erreichen.

„Die Lesung regt dazu an, über gesellschaftlichen Zusammenhalt, Teilhabe und den Wert von Freiheit nachzudenken. Gerade in einer Zeit, in der demo­kratische Werte, Vielfalt und das respektvolle Miteinander immer wieder herausgefordert werden, eröffnet die Veranstaltung Raum für Austausch, Perspektivwechsel und gemeinsame Reflexion“, sagt Jette Schäfer, Inklusionsmanagerin der Erfurter Stadtverwaltung.

„Wir freuen uns auf einen inspirierenden Abend mit Karsten Krampitz und auf anregende Gespräche über Vergangenheit, Gegenwart und die Frage, wie wir unsere Gesellschaft gemeinsam gestalten möchten“, sagt Jette Schäfer.

Die Lesung ist eine Veranstaltung vom Inklusionsma­nagement der Stadtverwaltung Erfurt und findet in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemein­de Martini-Luther und der Contineo Buchhandlung statt.

Der historisch inspirierte Roman beruht auf einer wahren Begebenheit. Matthias Vernaldi war einer der Gründer der Kommune in Hartroda. Ende der 1970er-Jahre bezog er mit Freunden ein verlassenes Pfarrhaus in Thürin­gen. Vier der Kommunengründer entsprachen physisch nicht der Norm. Die Evangelische Kirche in Westdeutschland hat das Projekt in Hartroda mit Spenden unterstützt, die ostdeutsche Kirche bot ihm rechtlichen Schutz. Nach der Wende verlassen allmählich alle Bewohner die Kommune. Grün­dungsmitglied Vernaldi zog nach Berlin und setzte sich dort bis zu seinem Tod im Jahr 2020 für Behindertenrechte ein.

Zur offiziellen Stadt-Webseite Erfurt.de

Werbung

brillenabo

Erfurt fotografiert

Übrigens…

...wird puffbohne.de bei der Erfurter Keyweb AG gehostet. Ein Service, den wir sehr schätzen und gern weiterempfehlen. Wenn Sie den Code 3Y8Q34W8T nutzen, gewährt Ihnen Keyweb einen 10-Prozent-Discount für ihr Projekt und Sie unterstützen gleichzeitig Puffbohne.de!