Im Projekt „Mental Health“ liegt der Fokus auf Angeboten für Kinder und Jugendliche zur psychischen und seelischen Gesundheit. In diesem Rahmen arbeiteten Dajana Münzberg (Gesundheitsamt) und Jana Rötsch (Fraktion Mehrwertstadt) eng mit jungen Menschen zusammen. Rötsch, die über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen verfügt, unterstreicht die Bedeutung von Sichtbarkeit und Anerkennung: Psychische Erkrankungen müssen ernst genommen werden. Gemeinsam mit dem Schülerparlament entstand eine Umfrage zum Thema. Rund 400 Rückmeldungen zeigen deutlich, wie sehr das Thema junge Menschen in Erfurt beschäftigt. Daniel Mroß, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, kündigte an, die Ergebnisse noch in diesem Jahr in den Ausschuss einzubringen und mögliche Maßnahmen daraus abzuleiten.
Auch die Initiative „Jugendclub Marbach“ treibt ihre Idee weiter voran. Helena, Matida, Ranja und Luca stellten gemeinsam mit Niklas Waßmann (CDU) und Daniel Mroß (SPD) ihren Plan für einen Jugendtreff im Ortsteil vor. Da geeignete Räume fehlen, entwickelten sie eine ungewöhnliche, aber praktische Lösung: ein Eisenbahnwaggon als Treffpunkt. Gleise sind in Marbach vorhanden, ein passender Waggon soll von einem Eisenbahnmuseum bereitgestellt werden. Bis zur Umsetzung sind noch einige rechtliche, technische und politische Fragen zu klären. Waßmann betont dabei die gute parteiübergreifende Zusammenarbeit. Für Ranja Diemann ist zudem wichtig, Vorbehalte gegenüber jungen Menschen im Ort abzubauen – erste Gespräche im Ortsteilrat und bei Veranstaltungen haben bereits stattgefunden, unterstützt durch das Jugendamt.
Die Projekte zeigen: Junge Menschen gestalten Erfurt aktiv mit. BÄMM! bietet dafür seit zehn Jahren eine verlässliche Plattform – und bringt Ideen Schritt für Schritt in die Umsetzung.
