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Weil sie nicht an ihre Leistungen aus den beiden Auftaktspielen anknüpfen konnten, mussten die Damen von Schwarz-Weiß Erfurt nach einer 0:3-Niederlage in Aachen die Heimreise ohne Erfolgserlebnis antreten.

16.10.2021 Volleyball-Bundesliga Ladies in Black Aachen – SW Erfurt; Neuköllner Straße Aachen

„Wir sind am Anfang unserer Entwicklung und werden auch Spiele verlieren, wo wir Lehrgeld zahlen werden“, sagte Trainer Konstantin Bitter bereits vor der Saison und wird nicht müde, dies stets in Gesprächen zu wiederholen. Auch und gerade nach dem Heimerfolg gegen Wiesbaden in der Vorwoche. Genau so ein Spiel gab es am Samstagabend bei den Ladies in Black.

Wie bereits im Heimspiel, erwischte Schwarz-Weiß auch dieses Mal keinen guten Start in die Partie. Die Gastgeberinnen, die nach achtbaren Resultaten in Suhl (3:2) und Dresden (2:3) freudig und entschlossen in ihr erstes Heimspiel mit Zuschauern nach über einem Jahr gingen, ließen von Beginn an keine Zweifel aufkommen, wer Chef im Hause ist. Eine frühe Drei-Punkte-Führung (8:5) brachten sie recht flüssig durch. Im zweiten Satz startete SW Erfurt zwar besser, lag zur ersten technischen Auszeit mit 8:7 vorne, aber zur zweiten hatten sich die Gastgeberinnen wieder entscheidend abgesetzt (16:12). Die Thüringerinnen kamen nicht so recht in die Gänge und brauchten einfach zu viele Angriffe, um zum Erfolg zu kommen. Zwar stand die Annahme sicher, aber am Netz fehlte es an Durchschlagskraft. Mit 25:21 war auch der zweite Durchgang eine sichere Beute der Mannschaft von Trainer Gallardo.

Nicht selten ergibt sich im Volleyball nach einem 0:2-Satzrückstand die Möglichkeit, im dritten Satz ins Spiel zurückzukommen, weil der Führende etwas in Konzentration und Entschlossenheit nachlässt. Zumindest machte Aachen die Tür einen Spalt auf und Erfurt bekam einen Fuß hinein. Fast den gesamten Satz hatten die Gäste die Nase leicht vorn und steuerten einem Satzgewinn entgegen – bis zum 18:14 aus Erfurter Sicht. Dann entschieden sich die Gäste – freilich ungewollt – nicht durch die offenstehende Tür zu gehen. Um in bildhafter Sprache zu bleiben: Sie schlugen sich diese selber vor der Nase zu. Nur noch ein Punkt sollte hinzukommen, währenddessen die vor Selbstbewusstsein strotzenden Ladies in Black unter Anfeuerung ihrer Anhänger elf Punkte folgen ließen. Erfurt wirkte plötzlich mutlos und hatte keine Spielerin auf dem Feld, an der sich der Rest des Teams aufrichten konnte. Somit war nach 78 Minuten Spielschluss und Aachen konnte einen verdienten Heimauftakt mit seinen Fans feiern.

Für Konstantin Bitter stellt die Niederlage keinen Beinbruch dar, da er diese in seiner Saisonplanung einkalkuliert hat. Er erwartet lediglich von seiner Mannschaft, dass sie aus gemachten Fehlern ihre Lehren zieht und sich langfristig verbessert. Die nächste Möglichkeit, es besser zu machen, besteht am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den SSC Palmberg Schwerin. StS

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