„Krisen überstehen wir am besten gemeinsam!“



Am 17. Juni um 19 Uhr führen Prof. Dr. Elisabeth Hollender (Goethe-Universität Frankfurt) und Unesco-Beauftragte Dr. Maria Stürzebecher ein Online-Gespräch zu liturgischen Gedichten zur Hochzeit im Erfurter Machsor. Die Veranstaltung findet live über das Videokonferenzsystem Zoom im Rahmen der Ausstellung „Mit diesem Ring… Jüdische Hochzeit im Mittelalter“ in der Alten Synagoge statt.

Die Erfurter Machsor-Handschrift (Gebetbuch) enthält drei liturgische Gedichte (Piyyutim) für den Gottesdienst in der Hochzeitswoche, an dem der Bräutigam in der Synagoge zur Thora aufgerufen wird. Zu diesem Anlass werden die Gedichte vom Vorbeter gesungen. Diese Piyyutim drücken die Freude über die Hochzeit aus und loben den Bräutigam. Die Piyyutim im Erfurter Machsor zeigen einen sehr kreativen Umgang mit den im Mittelalter bekannten Kompositionen: Sie bestehen aus jeweils drei Teilen, die Yotser, Ofan und Zulat heißen und normalerweise aus der Feder desselben Dichters stammen. In Erfurt kombinierte man dagegen die poetischen Texte verschiedener bekannter Autoren, entsprechend dem Geschmack der Gemeinde. Dies zeugt nicht nur von einer guten und breiten Kenntnis des Bestands solcher Texte, sondern auch von dem nötigen Selbstbewusstsein, diese frei zu kombinieren.

Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten. Parallel wird der Vortrag live über den YouTube-Kanal der Kulturdirektion (@erfurtkultur) gesendet.

Die Alte Synagoge ist bis einschließlich 20. Juni 2021 von 10 bis 22 Uhr geöffnet.



Mehr dazu auf der Quell-Seite: Erfurt.de

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