„Perfektion um jeden Preis?“: Theologisches Forschungskolleg lädt zum Gastvortrag von Roman Globokar ein

„Die Normativität der menschlichen Natur in der Zeit der biotechnologischen Perfektion des Menschen“ lautet der Titel eines Gastvortrags von Prof. Dr. Roman Globokar (Ljubljana), zu dem das Theologische Forschungskolleg der Universität Erfurt am Donnerstag, 11. Juli, alle Interessierten herzlich einlädt. Beginn ist um 19.15 Uhr im Coelicum, Domstraße 10.

Enhancement ist ein heiß diskutiertes ethisches Thema. So hat beispielsweise Jürgen Habermas die Befürchtung geäußert, dass mit dem Prozess der „Verbesserung“ des Menschen die Autonomie des Einzelnen und die Gleichheit in der Gesellschaft gefährdet werden könne. Neue Technologien können jedoch auch nützlich sein, wenn sie dem Kern des Menschseins (Autonomie, Relationalität, Verletzlichkeit usw.) nicht widersprechen. So können die neuesten biotechnologischen Eingriffe beispielsweise die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit von Menschen steigern und das menschliche Erleben gezielt verändern. Was ist also gut für den Menschen und für die künftige Menschheit? Welche Anthropologie steht hinter dem Vorhaben, den Menschen zu optimieren? Kann ein normativer Begriff vom Menschen helfen, zu unterscheiden, welche Eingriffe verboten und welche erlaubt sind? Mit diesen Fragen setzt sich Roman Globokar, Professor für Moraltheologie und Sozialethik, der aktuell Gastwissenschaftler am Theologischen Forschungskolleg ist, in seinem Vortrag auseinander und entwickelt darin eine „Ethik der Verletzbarkeit“. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das Thema weiter zu diskutieren.

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Quelle: https://aktuell.uni-erfurt.de/2019/07/02/perfektion-um-jeden-preis-theologisches-forschungskolleg-laedt-zum-gastvortrag-von-roman-globokar-ein/