„Krisen überstehen wir am besten gemeinsam!“



Seit dieser Woche wird der Quellteich im Steigerwald einer Kur unterzogen. Er ist Teil des Geschützten Landschaftsbestandteils (GLB) „Quellteich mit Silbergraben“ und liegt direkt an einem der Hauptwege. Weil Laub und anderes organisches Material in den Teich gelangen, hat sich in den letzten Jahren eine große Menge Schlamm am Grund abgesetzt, der den Zustand des künstlich angelegten Teichs künstlich verschlechtert. Mit Beginn des Winters ist ein günstiger Zeitpunkt gekommen, um die notwendige Entschlammung durchzuführen, ohne wertvolle und geschützte Arten zu schädigen.

In Abstimmung mit dem Thüringer Forstamt Erfurt-Willrode, das für die Fläche zuständig ist, wird zunächst das Wasser des Teiches abgelassen und ein Teil des Geländers abgebaut. Anschließend entnimmt ein Bagger den Schlamm, der S dann zunächst einige Tage vor Ort abtrocknet, bevor er abgefahren wird. Insgesamt rechnet das Umwelt- und Naturschutzamt mit etwa 150 bis 200 Kubikmeter Schlamm.

„Im Rahmen dieser Ertüchtigung des Quellteiches wollen wir gemeinsam mit dem Forstamt Erfurt-Willrode an die Bevölkerung appellieren, keine Fische oder sonstige Tiere in den Teichen des Steigers oder sonstigen Gewässern auszusetzen. In den Teichen kommen wertvolle, sehr seltene und überdies geschützte Tiere wie Kammmolch, Teichmolch oder Erdkröte vor. Durch Goldfische werden die wild lebenden Arten zunehmend dezimiert. Der Goldfisch ist keine natürliche Art und verfälscht somit die heimische Fauna. Darüber hinaus ist das Aussetzen von solchen Tieren kein Kavaliersdelikt”, erklärt Jörg Lummitsch, Leiter des Umwelt- und Naturschutzamtes.

Forstamt sowie Umwelt- und Naturschutzamt bitten um Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen während der Baumaßnahme, die so zügig wie möglich umgesetzt wird.



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