Der THC erwischte in einer abwechslungsreichen, spannenden Partie einen ganz schwachen Start und sah sich nach zehn gespielten Minuten bereits mit 2:6 im Rückstand. Bis dahin hatte die Mannschaft den deutlich aggressiver auftretenden Gästen aus Melsungen nichts entgegenzusetzen. Man merkte, dass die Hessinnen diesen Sieg unbedingt für die Chance auf den Klassenerhalt brauchten. Nach der nötigen Auszeit der Hausherrinnen steigerten sich diese und und stellten beim 6:7 (14.) durch Nadja Bolze den Anschluss her. Doch das sollte allerdings nur eine Momentaufnahme sein, denn die Gäste legten nach und lagen nach 20 Minuten wieder mit 11:7 in Front.
 
Aber auch diese Führung war nicht sicher. Der THC steigerte sich weiter und wusste vorallem mit einer stabilen Deckung zu Überzeugen. Stück für Stück bauten die Damen den Rückstand ab, beim 12:13 (24:) erzielte Franziska Fuhrmann den Anschluss und hatte nur Sekunden später sogar die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Die Gäste reagierten und unterbrachen mit ihrer Auszeit den Lauf der Thüringerinnen. Der THC ließ bis zum Pausenpfiff durch Shenia Minevskaja noch drei weitere Treffer folgen und Lena Fischer entschärfte einen Strafwurf der Hessinnen. Zur Halbzeit lagen die Gastgeberinnen nicht unverdient mit 15:13 in Führung.
 
Der zweite Abschnitt gestaltete sich von der ersten Minute an vollkommen ausgeglichen. Die Partie blieb weiter spannend und keine der beiden Mannschaften schaffte es, sich bei wechselnder Führung einen klaren Vorsprung herauszuarbeiten und so eine frühe Entscheidung herbeizuführen. Erst in der Schlussphase entschied sich die Begegnung – zu Gunsten der Gäste. In der entscheidenden Phase gelang es dem THC nicht aus einer doppelten Überzahl genügend Kapial zu schlagen, sondern lediglich den Ausgleich zum 27:27 (55.) erzielen. In den letzten Minuten mühten sich die THC-Damen redlich, einTreffer wollte aber nicht mehr gelingen. Am Ende musste sich die Mannschaft nur knapp gegen einen Gegner geschlagen geben, der dieses Spiel unbedingt gewinnen musste, dafür alle Hebel in Bewegung setzte und oftmals neben dem Glück auch die beiden Unparteiischen auf seiner Seite hatte.
 
Statistik
 
Thüringer HC II: Lena Fischer; Lisa Friedrich (6/1), Kim-Merle Köster (1), Michelle Friedrich, Kristin Ackermann (3), Nadja Bolze (5), Elisa Pryjomysz, Franziska Fuhrmann (1), Shenia Minevskaja (11).
 
Strafwürfe: 3/1 – 9/2.
 
Zeitstrafe: 6 – 6.
 
Schiedsrichter: Tobias Marx/Falko Pühler.
 
Bericht: Steve Hermann.
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