Von Heinz Zufall

Erfurt. Heißt dieses Gässchen vielleicht so, weil hier immer die Wagen der Händler zum Fischmarkt rumpelten? Dem ist nicht so. Die Rumpelgasse, die zeitweilig auch “bey der St. Marien Magdalenen Kapelle” genannt wurde, hat ihre Bezeichnung von der im ausgehenden Mittelalter angesehenen Familie Rumpel, die mit der Universität und der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften eng verbunden war. Sie wohnten in der Michaelisstraße, waren vermögend und hatten hier in der Gasse ein ansehnliches Grundstück.

Auszug aus dem amtlichen Stadtplan der Stadt Erfurt
Die Rumpelgasse mit der Magdalenenkapelle um 1950
Rumpelgasse
Der annähernd gleiche Blickwinkel aus unseren Tagen

Der andere Namen “bey der St. Marien Magdalenen Kapelle” gibt einen Hinweis auf eben jene Kapelle, die noch heute an der Einmündung zur Kleinen Arche zu finden ist und die nach ihrer Sanierung seit 2014 das zweite Erfurter Kolumbarium wurde. 420 Urnen haben hier für 20 Jahre einen Aufbewahrungsort gefunden und Angehörige haben hier einen Ort zum trauern und erinnern.  Die Ersterwähnung der Kapelle geht übrigens auf das Jahr 1277 zurück. aber das ist schon wieder eine andere Geschichte …..

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