7 Ausstellungstafeln stehen im Raum, an den Wänden hängen weitere Tafeln.



Der Erinnerungsort Topf & Söhne ist unter Beachtung der bekannten Hygieneregeln wieder geöffnet und bietet zwei besondere Sonderausstellungen im zehnten Jahr seines Bestehens.

Foto: Blick in die Ausstellung „Évas Apfelsuppe oder der Duft von Heimat. Eine Hommage an Éva Fahidi-Pusztai und das Leben“
Foto: © Norman Hera

In „Évas Apfelsuppe oder der Duft von Heimat. Eine Hommage an Éva Fahidi-Pusztai und das Leben“ begegnen die Besucher der ungarischen Jüdin und Buchenwald- und Auschwitz-Überlebenden. Berührende Fotos von Norman Hera sowie Texte und Podcasts von Blanka Weber geben tiefe Einblicke in die Erinnerungen von Éva Fahidi-Pusztai, ihren Umgang mit Schmerz und Verlust und ihre Botschaft einer tiefen Menschlichkeit.

Die Sonderausstellung „Wohin bringt ihr uns? ,Euthanasie’-Verbrechen im Nationalsozialismus“ berichtet über die erste planmäßige Vernichtung von Menschenleben im Nationalsozialismus, den Massenmord an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Mit eigens erforschten Biografien aus Erfurt und Thüringen werden die Opfer gewürdigt und bekommen die Täter ein Gesicht.

Beide Ausstellungen werfen die Frage auf:  Wie aus der Geschichte lernen und zunehmenden Rechtsextremismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wirkungsvoll bekämpfen? Gruppen der Jugend- und Erwachsenenbildung, die sich mit diesen Fragen auseinandersetzen wollen, haben ab sofort wieder die Möglichkeit, die Angebote der Bildungsarbeit am Erinnerungsort zu nutzen.  Führungen und Seminare zu diesen Sonderausstellungen sowie zur Dauerausstellung können unter lernort.topfundsoehne@erfurt.de gebucht werden können.

In der pandemiebedingten Schließungszeit hat der Erinnerungsort seine Online-Präsenz verstärkt. Das ganze Jahr über lädt er Wegbegleiter, Unterstützer und Besucher zu einem Austausch darüber ein, warum der Erinnerungsort für sie wichtig ist. Dazu wird jede Woche immer am Mittwoch ein neues Statement auf dem Instagram-Kanal der Stadt Erfurt (@erfurtkultur) gepostet. Statements an topfundsoehne@erfurt.de sind herzlich willkommen.



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