Stadt bedauert den Rückzug von Dieter Bauhaus bei den Buga-Freunden – Oberbürgermeister Bausewein weist Kritik zurück

Geänderte Öffnungszeiten der Alten Synagoge während des Ausstellungsaufbaus



Die Stadt Erfurt bedauert sehr den Rückzug von Dieter Bauhaus als Vorsitzenden des „Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e. V.“. „Wir haben in den vergangenen Jahren eng zusammengearbeitet. Aus meiner Sicht positiv“, sagt Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein. „Die Buga-Freunde sind als Ideengeber und Partner für die Bundesgartenschau sehr wichtig. Und da war natürlich Dieter Bauhaus als Vereinsvorsitzender eine treibende Kraft.“

Gleichzeitig weist der OB die „zum Teil pauschale und überzogene Kritik“ von Dieter Bauhaus an der Stadt zurück. „Wir liegen mit den Buga-Vorbereitungen in der Geraaue und auf dem Petersberg im Zeitplan. Die Bauarbeiten für den Panoramaweg und den Fahrstuhl beginnen planungsgemäß erst im nächsten Jahr. Deshalb ist davon bauseitig noch nichts zu sehen“, so Bausewein. Dafür, dass der Bastionskronenpfad vielleicht nicht rechtzeitig fertig werde, könne die Stadt nichts. Da müsse Dieter Bauhaus seine Kritik ausschließlich an die Bürgerinitiative sowie die Umweltorganisationen BUND und Nabu richten, die juristisch gegen Baumfällungen vorgehen. „Auch die Seilbahn-Idee haben wir damals geprüft, mussten sie aber verwerfen, weil es Widerstand im Brühl dagegen gab. Als Stadt müssen wir auf Bürger und Gremien hören und können nicht so frei schalten und walten wie ein Unternehmenschef“, erklärt der Erfurter Oberbürgermeister. Und das Buga-Freunde-Vorhaben, der Petersberg-Kirche eine neue alte Turmsilhouette zu geben, sei an den Einsprüchen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten gescheitert, die Besitzerin der Peterskirche ist.

Aus Sicht des Erfurter Oberbürgermeisters gibt es auch keine Probleme in der Zusammenarbeit und Kommunikation der Bundesgartenschau-Player Buga gGmbH und Stadtverwaltung. Bausewein: „Wir haben mit der Buga gGmbH klar die Zuständigkeiten und Aufgaben abgesprochen. Die GmbH ist für den Egapark zuständig, wir für die Stadtentwicklung in der Geraaue. Den Petersberg teilen wir uns: Die Stadt ist verantwortlich für alles Dauerhafte, wie das Kommandantenhaus und die neuen Wege, die Buga GmbH für die temporären Baumaßnahmen, wie Beete und Schauflächen.“ Zurück weist der OB auch die Bauhaus-Kritik, dass es außerhalb des Egaparks keine Höhepunkte gebe und keine neuen Flächen erschlossen würden. „Von den 60 Hektar Landschaftspark in der Geraaue entstehen 20 neu. Allein die zwei Dutzend Spiel-, Sport- und Grillplätze, die entstehen sowie die neuen Zugänge zum Wasser sind wahre Höhepunkte für alle Erfurter“, so der OB.

Für die Zukunft wünscht sich Oberbürgermeister Bausewein weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit den Buga-Freunden. „Wir sind sehr dankbar für das Paradiesbaum-Projekt und unterstützen das voll und ganz.“ Nach dem Abgang von Dieter Bauhaus, der sich in den letzten Wochen schon abgezeichnet habe, brauche es nun einen Neuanfang im Verein. „Ich hoffe sehr, dass die Buga-Freunde schnell einen neuen Vorsitzenden oder eine neue Vorsitzende wählen, damit die Arbeit weitergehen kann. Denn die Zeit bis zur Eröffnung der Buga drängt bekanntlich“, sagte Andreas Bausewein.



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