„Die Stadtwerke haben sich zu einem Rundumversorger entwickelt. Die Bandbreite der Tätigkeitsfelder ist beeindruckend. Mit ihren zahlreichen Tochterunternehmen ist die Stadtwerke Erfurt Gruppe aber nicht nur ein bürgernaher Dienstleister, sie engagiert sich darüber hinaus für die Umwelt und für die Menschen in Erfurt, beispielsweise im Rahmen der Sport- und Kulturförderung”, würdigt Oberbürgermeister Andreas Bausewein das Engagement der Erfurter Stadtwerke.

Mit 1.700 Mitarbeitern und 100 Auszubildenden liefert die Stadtwerke Erfurt Gruppe nicht nur die Energie dafür, dass sich in Erfurt viele Räder drehen und niemand auf dem Trockenen sitzen muss. Der Unternehmensverbund trägt intensiv dazu bei, dass die Literatur in Erfurt sowohl im Frühling als auch im Herbst eine Blütezeit hat, dass kulturelles, soziales und sportliches Engagement tausendfach belohnt wird, dass hier Kinder sensibilisiert werden, um an einer umweltfreundlich orientierten Gesellschaft  bauen zu können. Die Lebensbedingungen in dieser Stadt zu verbessern – das ist die Aufgabe, denen sich die Stadtwerker täglich aufs Neue stellen, ob bei der Sauberkeit von Straßen und Plätzen, der Zuverlässigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel, einer sicheren Ver- und Entsorgung oder als großer Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb.

„Seit ihrer Gründung hat die Stadtwerke Erfurt Gruppe rund 1,3 Mrd. Euro investiert. Ein Großteil davon – rund zwei Drittel – kam der regionalen Wirtschaft zugute und sichert so bis heute viele Arbeitsplätze”, erklärt Peter Zaiß, Geschäftsführer der SWE Stadtwerke Erfurt GmbH, und verweist auf die Gemeinwohlorientierung, der sich die Unternehmensgruppe seit Anbeginn verschrieben hat. Die Stadtwerke Erfurt sind Partner für Kultur, Soziales und Sport, fördern aber auch kleine Vereine in ihrem Engagement.

„Auch zukünftig sehen wir unser Ziel darin, den Nutzen für den Erfurter Bürger, den Wirtschaftsstandort Erfurt und den städtischen Haushalt in Summe zu optimieren”, betont Peter Zaiß. So fließen Gewinne über den Verlustausgleich defizitärer Unternehmen – EVAG, Bäder, egapark – direkt zurück an den Bürger, bildeten und bilden die Stadtwerke im Rahmen der Gewinnabführung einen wesentlichen Stützpfeiler der kommunalen Haushalte.

Allein im Jahr 2010 lag der Beitrag der Stadtwerke Erfurt Gruppe für den kommunalen Haushalt bei rund 26 Mio. Euro. Diese Summe berücksichtigt Konzessionsabgaben, Gewerbesteuern, Gewinnabführungen, den Verlustausgleich für den ÖPNV, die Bäder und den egapark sowie Sponsoring und Spenden. Das sind rund vier Prozent des Haushalts der Landeshauptstadt Erfurt.

Nach Schaffung der notwendigen rechtlichen Voraussetzungen im Jahr 1991 durch die Gründungsgeschäftsführer  –  allesamt Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die den Prozess aus der Beteiligungsverwaltung heraus fachlich begleiteten – kam am 10. Januar 1992  das erste Tochterunternehmen dazu: die Stadtwerke Erfurt Gasversorgung GmbH. Vor allem Mitarbeiter des Netzbetriebes gehörten zu den Stadtwerkern der ersten Stunde.

Die Umstellung der Stadt Erfurt vom bekannten Stadtgas auf das sichere, emissionsarme Erdgas in den Jahren 1992 und 1993, schulterten Stadtwerke und Partner mit Vorbildfunktion für andere Städte: in einer technisch und technologisch durchdachten, für den Bürger kostenlosen Aktion. Neben einem sicheren Gasnetzbetrieb galt es auch, den Wünschen der Kunden nach modernen Gasheizungen nachzukommen, die ihnen in der DDR aus Kapazitätsgründen und durch fehlende Gerätetechnik versagt blieben.

Wenige Wochen nach der Gasversorgung wurden die kommunalen Entsorgungs- und Reinigungsleistungen von der Stadt zu 100 Prozent an die SWE Stadtwerke Erfurt GmbH übertragen.

1993 wurde das Wasserversorgungsunternehmen der Erfurter Stadtwerke gegründet.

Einer der Hauptleistungsträger der Stadtwerke Erfurt, das Unternehmen für die Versorgung mit Strom und Fernwärme, wurde am 29. September 1994 an den Erfurter Verbund übertragen. Die Erneuerung der Leitungsnetze und Erzeugungsanlagen, die auf der Grundlage ganz anderer territorialer Strukturen entstanden waren, prägten die ersten Jahre im Konzern.

Ebenfalls 1994 wurde die SWE Parken GmbH gegründet, die sich dem Bau, Betrieb und der Bewirtschaftung von Parkierungsanlagen für Fahrzeuge widmet. 1998 wurde das erste große Parkhaus am Domplatz in den Petersberg gebaut.

1996 wurde die Erfurter Verkehrsbetriebe AG – ein Erfurter Traditionsunternehmen mit fast 130-jähriger Geschichte – in den Unternehmensverbund eingegliedert. Im Stadtrat wird das Programm „Ausbau der Erfurter Straßenbahn zur Stadtbahn” einstimmig beschlossen. Die Entscheidung für den Stadtbahnausbau sicherte den Erfurtern ein hochwertiges ÖPNV-Verkehrsangebot, vernetzte Linien und kurze Taktzeiten im Stadtbahn- und Stadtbusverkehr. Seither ist die Erfurter Verkehrsbetriebe AG eine wichtige Kraft im Stadtwerkekonzern und fest integriert in die Entwicklung des Nahverkehrs im Land Thüringen mit der Zugehörigkeit zum Verbundtarif Mittelthüringen. Wesentliche Investitionen wie der Bau der Stadtbahnlinien zum Ringelberg, zur Messe, zum Flughafen, durch das Brühl und der Lückenschluss im Erfurter Norden wurden im Rahmen des  Stadtbahnprogramme für die Stadt Erfurt und ihre Bürger realisiert.

1997 übertrug die Stadt Erfurt die Freibäder und Schwimmhallen an die Stadtwerke, davon wurden zwei Schwimmhallen und ein Freibad saniert.

1999 ging das eigene Kraftwerk, die moderne Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD), in Betrieb und löste das alte Braunkohlekraftwerk ab. Seither erzeugt die GuD 100 Prozent der Fernwärme und ca. zwei Drittel des Stromes für Erfurt.

Die erwiesene Kompetenz der Erfurter Stadtwerke in der Gestaltung von Freizeitangeboten war ein Argument dafür, den egapark Erfurt unter die Regie des Unternehmensverbundes zu stellen. Das geschah 2003. In diesem Jahr feiert Thüringens renommierter Garten- und Landschaftspark selbst ein Jubiläum: das 50-jährige Bestehen.

2006 wurde die moderne Restabfallbehandlungsanlage, die aufgrund eines Stadtratsbeschlusses gebaut wurde, in Betrieb genommen.

In wenigen Wochen wird die moderne Wertstoffabfallsortierungsanlage in Betrieb genommen. Hier werden Gewerbeanfälle der Verwertung zugeführt.

Weitere Kompetenzfelder erschloss sich der Unternehmensverbund im Laufe der letzten Jahre: beispielsweise sämtliche IT-Dienstleistungen für die Kundenabrechnung und kaufmännische Prozesse. Intensiv engagieren sich die Stadtwerke bei der Erzeugung von Strom aus grünen Energiequellen. So haben sich  die Einspeisemengen ins Erfurter Netz auch dank der SWE Investitionen in Trockenfermentations- und Perkolatvergärungensanlage sowie die beiden Photovoltaikanlagen der EVAG und der TUT Thüringer Umwelttechnik GmbH seit 2000 verzehnfacht.

Als umweltfreundlich orientiertes Unternehmen bringt sich die Stadtwerke Erfurt Gruppe in das Integrierte Klimaschutzkonzept der Landeshauptstadt Erfurt ein, das gegenwärtig erarbeitet wird. U. a. engagieren sich die Stadtwerke Erfurt in Projekten wie Elektromobilität oder Mobilität der Zukunft.